
Nur ein Sieg hält den Aufstiegstraum am Leben. Der VfB Hallbergmoos empfängt den TSV 1860 Rosenheim im Flutlicht-Nachholspiel am Dienstag.
Diese 90 Minuten Flutlicht-Fußball werden über den weiteren Weg des VfB Hallbergmoos in dieser Saison entscheiden. Wenn der Landesliga-Club sein Nachholspiel gegen den TSV 1860 Rosenheim (Dienstag, 19.30 Uhr) gewinnt, dann ist das Team im Aufstiegsrennen wieder voll dabei. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage hat sich das Thema Bayernliga dagegen unter normalen Umständen erledigt.
Hallbergmoos und Rosenheim nehmen schon den dritten Anlauf für dieses Spiel. Vor der Winterpause ließ es die Witterung nicht zu – und der zweite Versuch wurde nach wenigen Minuten wegen Nebels abgebrochen. Jetzt treffen die Rosenheimer als Tabellenzweiter und mit sechs Punkten Vorsprung auf den sechstplatzierten VfB. Die Gastgeber können den Vorsprung halbieren und würden bei einem Sieg mit zwei Toren Differenz auch den direkten Vergleich für sich entscheiden. Bei einem Erfolg mit einem Tor Unterschied wäre man mit Blick auf das Hinspiel (3:4) gleichauf. So oder so: Mit einem Dreier wäre der VfB wieder dran und dürfte von der Relegation träumen.
„Wir haben zuletzt mit zwei Siegen ohne Gegentor unsere Hausaufgaben gemacht“, betont der Hallbergmooser Trainer Andreas Giglberger. „Jetzt wollen wir vorne wieder eingreifen.“ Er weiß auch, dass es dafür den Sieg braucht: „Wenn wir nicht gewinnen, müsste in den letzten fünf Spielen schon sehr viel passieren.“ Mehr richtungsweisend geht nicht.
Es ist aber nicht so, dass nur Hallbergmoos Druck hat. Für die Absicherung des zweiten Tabellenplatzes würde den Rosenheimern ein Remis gerade so reichen. Wollen sie für den direkten Aufstieg Druck auf den Ersten Wasserburg aufbauen, dann helfen nur drei Punkte. Und das will der Gast mit ziemlicher Sicherheit mit einer knackigen Defensive und schnellen Kontern erreichen. Giglberger kann damit leben: „Sie werden uns viel den Ball lassen – und wir wollen auch viel den Ball haben.“ Der VfB will seine letzte Chance Richtung Bayernliga offensiv und mit Vollgas angehen.
Dabei kam das Spiel am Freitag gegen Tabellenschlusslicht Neuperlach (4:0) durchaus gelegen. Die Hallbergmooser haben knackig rotiert und werden die Startelf nun wohl auf fünf bis sechs Positionen ändern. Bis auf die länger verletzten Topspieler Christoph Mömkes und Emil Kierdorf sind alle an Bord. Der VfB wird für das vielleicht wichtigste Spiel der Saison eine gut besetzte Ersatzbank haben. Und womöglich kann die das Spiel entscheiden – oder mit zwei Toren Unterschied den direkten Vergleich eintüten.