
Münsing – Im Fußball kommt es oft anders als geplant. Diese Erfahrung macht gerade Simon Gebhart. Der 37-jährige Trainer (einst Landesligaspieler beim BCF Wolfratshausen) wollte eigentlich die vor zweieinhalb Jahren selbstgewählte Familienpause um ein Jahr verlängern. Dann erreichte ihn eine Anfrage des SV Münsing, der bekanntlich einen Nachfolger für Trainer Martin Grelics sucht. Suchte, um genau zu sein, denn Gebhart konnte dem Werben nicht widerstehen. „Die Aufgabe finde ich superinteressant“, begründet Gebhart sein Ja-Wort, nachdem er auch von seiner Ehefrau Rückendeckung erhalten habe.
„Er ist auf unserer Liste schnell weit nach oben gerückt“, erklärte SVM-Vorstand Richard Lang, der von den fachlichen Qualitäten des A-Schein-Inhabers und Ausbilders am DFB-Stützpunkt in Wolfratshausen überzeugt ist. Gebhart sammelte erste Erfahrungen als Trainer bei den damaligen Bezirksligisten MTV Berg und SC Pöcking. Nachdem die Kapitäne Florian Buchloh und Sebastian Schönacher beim potenziellen Kandidaten „vorgefühlt“ hatten, sei man sich schnell einig geworden, erklärt Abteilungsleiter Eric Maier. Der neue Coach bringe alles mit, „was man sich gewünscht habe: ein junger, frischer Trainer, der höherklassig gespielt hat und den Verein kennt“.
Richard Lang gefällt, „dass er die Sprache der Jungen spricht, noch nah dran am Spieleralter ist und eine ehrliche, direkte Art hat“. Dies habe ihn schnell zu der Überzeugung gebracht: „Das ist richtig gut für beide Seiten.“
Auch der künftige Trainer, derzeit noch als Spieler beim Kreisklassisten SG Ascholding/Thanning aktiv, spart nicht mit Vorschusslorbeeren. „Sportlich und charakterlich“ habe ihn der SV Münsing überzeugt. „Von außen betrachtet haben die in den vergangenen Jahren einen super Job gemacht. Das ist im Gesamtpaket attraktiv“, sagt Gebhart. Dass die Entwicklung weiter positiv verläuft, dazu will er ab Juli seinen Teil beitragen: „Ich freue mich darauf, dort anzugreifen und fortzuführen, was Ralf Zahn und Martin Grelics in den vergangenen Jahren hier aufgebaut haben.“