
VdS 1920 Nievenheim – SC Rhenania Hochdahl 4:1 (3:1). Die Hochdahler kassierten die siebte Niederlage in Serie. Die tat deshalb nicht mehr besonders weh, weil der Abstieg aus der Bezirksliga, Gruppe 1, bereits seit dem vergangenen Mittwoch feststand. Nievenheim dagegen unterstrich mit dem neunten Saisonsieg seinen Anspruch, über den Relegationsplatz (15.) den Klassenerhalt noch zu schaffen. Dementsprechend engagiert gingen die Gastgeber von Beginn an zur Sache.
„Die hatten sich einiges vorgenommen, haben von Beginn an viel investiert und wollten ihre Chance unbedingt wahren. Allerdings haben wir es dem Gegner bei seinen vier Toren auch zu einfach gemacht“, sagte SCR-Coach Mursel Zabeli. Kaum waren drei Minuten absolviert, da wurden die Rhenanen bereits kalt erwischt. Nach einem Fehler der Gäste im Spielaufbau traf Leon Bem auf Zuspiel von Dominik Schillings unhaltbar in die lange Ecke. Davon noch unbeeindruckt glich der designierte Absteiger in der 12. Minute durch das dritte Saisontor von Tobias Schössler aus. Sohib Khamroev und Abdelilah Zariouh leisteten die Vorarbeit.
Fünf Minuten darauf stellte sich der SCR selbst ein Bein. Als der Schiedsrichter ein Handspiel der Nievenheimer im Spielaufbau „übersah“, bugsierte – nach einem Zusammenprall zwischen Torhüter Daniel Mazikowski und VdS-Angreifer Bem – der in diesem Moment am falschen Platz stehende Elias Winkelmann das Leder über die eigene Torlinie. Leon Bem erhöhte später (32.) auf 3:1. Damit war das Kellerduell früh entschieden. Den Schlusspunkt (68.) setzte Julian Huptas mit seinem Kopfballtor auf Vorarbeit von Emilio Perk.
Nach der überschaubaren Vorstellung in der ersten Halbzeit legten die Gäste in den zweiten 45 Minuten zu. Torschütze „Tobi“ Schössler und auch Abdelilah Zariouh bot sich jeweils zweimal die Chance, das Ergebnis zu korrigieren. „Da fehlte uns die letzte Entschlossenheit. Grundsätzlich hatten wir in der zweiten Halbzeit aber mehr vom Spiel. Der Gegner wollte den wichtigen Sieg einfach über die Zeit bringen, überließ uns weitgehend die Initiative. Nur haben wir aus den optischen Vorteilen kein Kapital schlagen können“, konstatierte hinterher Mursel Zabeli. Der Trainer, dem ohnehin einige Stammkräfte fehlten, musste mit Mohamed Barkammich (erkrankt) und Oliver Krizanovic (berufliche Gründe) kurzfristig noch auf zwei weitere Leistungsträger verzichten.