2026-03-09T15:40:23.061Z

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Rhenania Hochdahl punktet beim Zabeli-Debüt gegen den SV Hösel

Unter der Regie des neuen Cheftrainers kämpfen sich die Gastgeber nach frühem Rückstand eindrucksvoll zurück und setzten den Bezirksliga-Rivalen immer stärker unter Druck.

von RP / Elmar Rump · Heute, 10:30 Uhr · 0 Leser
Rhenania Hochdahl hat einen Punkt geholt.
Rhenania Hochdahl hat einen Punkt geholt. – Foto: Maik Beiler

SC Rhenania Hochdahl – SV Hösel 1:1 (1:1). Erstmals mit Mursel Zabeli als neuem Chefcoach an der Seitenlinie hatten sich die abstiegsgefährdeten Rhenanen natürlich eine Menge vorgenommen. Doch der Schuss ging zunächst einmal – exakt in der vierten Minute – nach hinten los. Im Anschluss an einen Freistoß von der linken Seite köpfte der freistehende Anes Danijali zur Führung für die Höseler ein.

Rückschlag zum Auftakt

Ein Rückschlag für den SCR, der einige Zeit brauchte, um sich davon zu erholen. Nach der Rechtsflanke von „Bakka“ Barkammich schoss Sohib Khamroev am langen Eck vorbei (12.) – das erste offensive Lebenszeichen der Platzherren. Auf der Gegenseite verfehlte Ali Can Aktag das Tor, während Maximilian Ganns im Anschluss an den Eckball des im Mittelfeld sehr präsent aufspielenden David Szewczyk gerade noch vor dem einschussbereiten Khamroev klärte (27.). Hochdahl wurde offensiver und mutiger, war die aktivere Mannschaft. Selbst wenn drei, vier Stammkräfte fehlten. Gravierend war zweifellos der Ausfall (fünfte gelbe Karte) von Oliver Krizanovic, dessen Torgefährlichkeit und Intensität im Anlaufverhalten vermisst wurden.

Als Joshua Nyamtiro flach nach innen flankte, bekam Gäste-Keeper Michael Mann im letzten Moment noch die Hand dazwischen (38.). Nichts zu halten gab es in der Nachspielzeit gegen den souverän verwandelten Foulelfmeter von David Szewczyk. Ganns hatte Khamroev im Kopfballduell unfair attackiert. Tobias Schössler, Rhenanias verletzter Offensivspieler, atmete nach dem unmittelbar folgenden Halbzeitpfiff durch: „Ganz wichtig, dass wir noch vor der Pause ausgleichen. Jetzt sollten wir in der zweiten Halbzeit am besten schon früh nachlegen.“

Steigerung bei Rhenania

In den zweiten 45 Minuten nahmen die Gastgeber tatsächlich das Heft in die Hand. „Das ist eine bessere Leistung, als noch vor einer Woche gegen Kalkum“, war sich der Großteil der SCR-Fans im weiteren Spielverlauf einig. Hösel dagegen hielt sich in der Offensive merklich zurück. Fast schien es so, als wäre die Mannschaft mit der Punkteteilung zufrieden. Die Zabeli-Schützlinge machten im Rahmen ihrer Möglichkeiten weiter Druck, entschieden die Mehrzahl der Zweikämpfe für sich. Dass nicht alles klappte, gut gemeinte Anspiele nicht den Mitspieler erreichten, war nachvollziehbar. Schließlich strotzten die Hochdahler nach den jüngsten Misserfolgen nicht gerade vor Selbstvertrauen. Aber Bereitschaft und Einstellung, die stimmten. Nur die herausgespielten Tormöglichkeiten, die hätten konsequent genutzt werden müssen. Wie die von Joshua Nyamtiro, Sohib Khamroev oder Abdelilah Zariouh, der ganz am Ende noch im eigenen Strafraum die Einschussmöglichkeit von Fabian Schürings vereitelte.

„Eine besonders in der zweiten Hälfte starke Leistung unserer Elf, die alles versuchte und den Gegner oft in dessen Hälfte gebunden hat. Moral und kämpferischer Einsatz waren absolut in Ordnung. Hösel war ein unbequemer Gegner, aber die Jungs haben das gut gemacht. Schade, dass sie sich für ihren Aufwand nicht mit dem durchaus möglichen Siegtreffer belohnten. Die Chancen waren jedenfalls da“, urteilte Mursel Zabeli, der sich nach dem Schlusspfiff besonders bei seinem Abwehrchef Qlirim Krasniqi bedankte, der trotz Verletzung eine starke Leistung zeigte.

SC Rhenania Hochdahl: Mazikowski – Barkammich (68. El Ouamari), Krasniqi, Giesen, Nebi, Nyamtiro, Gatzen, Szewczyk, Khamroev, Zariouh, Gaida (68. V. Kijach).