
Bei Rhenania Hinsbeck lief es in diesem Jahr rund: Nach dem zehnten Platz im Vorjahr arbeitete sich das Team von Trainer Michael Vieten in dieser Spielzeit auf den vierten Platz vor, war lange erster Verfolger der beiden Aufsteiger CSV Marathon und SC St. Tönis II. „Wir haben das Potenzial gezeigt, was in den Jungs drinsteckt. Wir sind in dieser Saison leistungsgerecht da gelandet, wie wir gespielt haben“, betont Vieten.
Mit Blick auf die Punkte war die Rückserie mit 23 Punkten deutlich schwächer als die Hinrunde mit 38 Punkten. Trotzdem bewegte sich die Rhenania immer noch auf gutem Niveau, leistete sich wenige Ausrutscher gegen Teams aus unteren Tabellenregionen. In den Topspielen gegen den SC St. Tönis II (1:3), Marathon Krefeld (0:3) und Union Nettetal II (0:1) musste sie sich aber geschlagen geben. „In der Rückrunde waren ein paar Spiele, die nicht ganz geklappt haben. Ich glaube, dass das in so einer langen Saison aber auch mal passiert. Vom Grundprinzip fand ich uns schon sehr konstant“, sagt Trainer Vieten.
In der Hinrunde hielt die Rhenania mit den eigentlich übermächtigen Spitzenteams mit, verlor nur zwei Spiele. Auch, weil Hinsbeck seine Schwachstelle – die Defensive – in den Griff bekam. 51 Gegentore bedeuten die viertbeste Bilanz der Liga. „Wir haben es geschafft, die Schwächen der Vorjahre abzustellen“, sagt Vieten. Vorne war die Rhenania extrem effektiv und hatte mit dem 30-fachen Torschützen Linus Kunze den drittbesten Torjäger der Liga im Team. Die Ausgeglichenheit im Kader half dem Tabellenvierten dazu in vielen Phasen der Saison. „Wir haben konstant weitergearbeitet, die Schwächen abgebaut und dabei unsere Stärken nicht verloren“, sagt Vieten.
Besonders viel zu kritisieren gibt es tatsächlich nicht. Der dürftige Endspurt mit einem Punkt aus drei Spielen war auch der Verletzungsproblematik zuzuschreiben. „Das bringt Unruhe rein und macht den Kader dünn – das konnten wir aber nicht beeinflussen“, erklärt Vieten.
Mit Blick auf die Zahlen stechen vor allem die Offensivspieler Linus Kunze (30 Tore, fünf Vorlagen), Darius Hegholz (20 Tore, 14 Vorlagen) und Oliver Nickus (11 Tore, 16 Vorlagen) hervor. Für Trainer Vieten ist es aber nicht möglich, einen Spieler aus dem insgesamt starken Kader hervorzuheben, wie der 42-Jährige betont: „Hut ab vor allen. Mein Credo ist immer, dass wir alle Spieler brauchen. Die Einzelnen funktionieren nur, wenn sie von den anderen unterstützt werden – es ist das Kollektiv“.
Viel wird sich personell nicht verändern. Simon Tilch und Adrian Kolecek verlassen das Team, dafür kommt Fabian Preißel von Liga-Konkurrent Union Nettetal II dazu. Über interne Neuzugängeaus dem Verein wird bis zum Vorbereitungsstart noch beraten. Anfang Juli wird die Rhenania das Training wieder aufnehmen. „Die Zielsetzung für die Saison muss von den Jungs selber kommen. Es wird eine sportliche Aufgabe, die Saison nochmal zu bestätigen. Ich glaube die Leistungsdichte in der Kreisliga A wird noch mal enger werden“, sagt Vieten.