
Die Saison 2023/24 verlief für den FC Rheinsüd wie ein zweigeteilter Film. Trainer Stefan Krämer blickt mit gemischten Gefühlen zurück: „Mit dem 10. Platz der letzten Saison können wir nicht zufrieden sein. Nach einem herausragendem Start und einer sehr ordentlichen Hinrunde, haben wir aus verschiedenen Gründen leider eine katastrophale Rückrunde gespielt, sodass wir uns zurecht auf Platz 10 zum Abschluss wiedergefunden haben.“
Vor allem die personellen Engpässe hätten den Rhythmus zerstört. „Mit der häufig sehr dünnen Personaldecke hat in der zweiten Saisonhälfte vor allem Intensität und offensive Durchschlagskraft gefehlt. Diese Saison wollen wir, breiter aufgestellt, über die ganze Saison hinweg auf Höhe sein.“
In der Sommervorbereitung stimmt Krämer der Einsatz seiner Spieler zuversichtlich, auch wenn Ausfälle den Plan bremsen: „Ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie die Jungs auf dem Platz arbeiten, allerdings haben wir urlaubs- und verletzungsbedingt erhebliche Einschränkungen in der Anzahl an verfügbaren Spielern.“
Einige Abwesenheiten stoßen dem Coach dabei besonders sauer auf: „Wenn wir Wochen oder Monate auf zentrale Spieler verzichten müssen, weil sie meinen, einen Marathon oder 65 km Lauf machen zu müssen, dann lässt mich das schon sprachlos zurück.“ Dennoch sieht er sein Team gerüstet: „Wir haben uns im Sommer so aufgestellt, dass wir gut gerüstet gegen Blau-Weiß Köln im Pokal und eine Woche später in Brühl in die Saison werden starten können.“
In der Transferphase setzte der Verein auf Kontinuität. „Wir haben den letztjährigen Kader in sehr weiten Teilen zusammengehalten und uns in der Sommerpause gezielt verstärkt. Dank unserer sehr guten Jugendarbeit im Verein haben wir darüber hinaus auch wieder zwei Jungs aus der U19 in die erste Mannschaft übernommen“, berichtet Krämer. Jetzt gehe es darum, die Abläufe zu festigen: „Es gilt, schnellstmöglich wieder als Einheit auf dem Platz aufzutreten, damit die Mechanismen ineinandergreifen können.“
Nach Platz zehn will der FC Rheinsüd nicht erneut im Mittelfeld versanden. „Wir wollen sowohl tabellarisch als auch inhaltlich einen deutlichen Schritt nach vorne machen. Wir werden jeden Sonntag rausgehen, um das Spiel für uns zu entscheiden, und wollen so viele Punkte sammeln wie möglich. Was das dann am Ende tabellarisch bedeutet, wird sich zeigen.“
Für die neue Saison setzt Krämer auf eine Weiterentwicklung in der Offensive: „Aufbauend auf der sehr guten Defensivstruktur, die wir uns in der vergangenen Saison erarbeitet haben, wollen wir unbedingt mehr Impulse mit Ball setzen können. Wenn wir uns in dem Bereich weiterentwickeln, ohne die Arbeit gegen den Ball zu vernachlässigen, werden wir für jeden Gegner unangenehm zu bespielen sein.“