
Rheingau-Taunus. Zum Saisonfinale im Rheingau-Taunus-Kreis sind die letzten Entscheidungen gefallen: Der TSV Bleidenstadt ist Meister der Kreisoberliga, die TSG Wörsdorf geht als Vizemeister in die Aufstiegsrunde zur Gruppenliga, unten hat sich die SG Heftrich/Niederseelbach gerettet, der FC Kiedrich geht in die Relegation gegen den SSV Hattenheim, der in der A-Liga Platz zwei verteidigte. Der TuS Kemel darf unter Trainer Karl Stern die B-Liga-Meisterschaft bejubeln. Die JSG Aarbergen kann nach dem 4:1 in Daisbach über die Relegation in die A-Liga nachziehen. Der FC Limbach wurde zum Abschied von Coach Mario Weimer durch das 2:1 bei Germania Rüdesheim Meister der C-Liga-Staffel zwei.
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Cagri Yigit (6.) und in der Nachspielzeit Justin Schuy waren für die Gäste erfolgreich, die als Dritter abschlossen. Die Rheingauer steigerten sich nach der Pause, sahen nach Toren von Ricardo Moos und Gabriel Krämer (80./85.) sogar wie der Sieger aus. In Winkel übernimmt Tobias Kopetzky (FSV Oberwalluf) als Chefcoach. Simon Monreal, der mit Yannik Palinkas und Sasa Prodanovic zuletzt ein Trio bildete, bleibt als spielender Co-Trainer dabei, Palinkas in der Rolle des Spielers. In Holzhausen endet die Ära mit Spielertrainer Thorsten Barg, ihm folgt aus den eigenen Reihen Cagri Yigit.
Kevin Detloff (Foulelfmeter) traf zum 0:1, Manuel Jürgens zum späten Ausgleich (87.). SGler Markus Dick freute sich über den ersten einstelligen Platz in acht KOL-Spielzeiten. „Wir haben mit einem Punkt aus neun Spielen angefangen, aber gesehen, wie Stefan Kopf mit den Jungs arbeitet“, lobt er den Coach, der 2025/26 bei der SG Laufenselden weitermacht. Bei Heftrich/Niederseelbach geht Trainer Adi Dworschak mit Kevin Detloff zum Verbandsligisten SG Walluf. Alexander Krebs und Marco Wagner werden als interne Lösung das künftige Trainer-Duo bilden.
„Wir hatten die ganze Saison mit verletzten und angeschlagenen Spielern zu kämpfen. So gesehen sind wir froh, schon früh den Klassenerhalt geschafft zu haben“, blickt SGler Michael Mohr auf 2024/25 zurück. Ronny Richter und Dominik Smrz bleiben als Coach und Co-Trainer an Bord. Tore: Jannik Hösch (Handelfmeter)/Niklas Ernstberger (2), Luca Giordano, Phlipp Engering.
Die Knieverletzung von Oberwallufs Robin Saini wurde beim Rundenfinale zum Wermutstropfen. Bereits seit einiger Zeit ist klar, dass beim FSV auf Trainer Tobias Kopetzky (zum FSV Winkel) das Gespann Markus Neuser/Sascha Brox folgen wird. Während bei der SGS Orkun Zer und Tunay Acar weiter das Coaching übernehmen. Tore: Nils Conradi, Can Taleghani/Dominik Pruha, Ivan Raspaglia, Orkun Zer.
Die SG Meilingen vertraut auch 2025/26 dem jungen Coach Nico Moser, der mit der Mannschaft auf einem starken siebten Platz abgeschlossen hat. Beim FC hört Trainer Simon Mohr aus persönlichen Gründen auf, es kommt Mario Weimer vom FC Limbach. Tore: Sebastian Hackl, Marcel Minor (2), Lukas Zöller/Tim Streim (2).
„Beim Stand von 2:1 war es einmal knapp, aber eigentlich haben wir souverän gewonnen“, freut sich SSVler Florian Gerster nun auf die Relegationsduelle mit dem FC Kiedrich. Patrik Simon und Arvin Hatamian werden in Hattenheim auch nächste Runde als Trainer Regie führen. Tore: Dominik Vollrath (2), Robin Wohlmann, Arvin Hatamian, Christoph Merten/Mohamed Amin Marzouki. Rot: Batuhan Öngel (32./Türk Spor Bad Schwalbach).
200 Eintrittskarten hatten die Daisbacher extra drucken lassen. Sie waren vergriffen, letztlich sahen fast 400 Besucher das Topspiel. „Verdient für Aarbergen. Die JSG hat als bessere Mannschaft den Schritt in die Relegation gemacht. Das müssen wir akzeptieren. Wir können stolz sein, was wir mit unseren Mitteln erreicht haben und greifen nächste Saison wieder an“, sagte SCD-Chef Oliver Blüher. Bei Daisbach verabschiedet sich Trainer Timo Jung zur SG Hünstetten, mit Denis Gladitz (ehemals SC Kohlheck) steht sein Nachfolger fest. Tore: Florian Blüher/Sören Graf (Saisontore 48 und 49), Luca Grund, Kelvin Marciano Rodrigues Lima.
Der Wiesbadener Untertaunus-Aufstiegsexperte Karl Stern hat mit dem Kemeler Meisterstück wieder zugeschlagen, verabschiedet sich nun aber in den fußballerischen Ruhestand, bestätigt Kemels Alexander Kleinschrot. Robin Römer glänzte als Einfädler, Leon Schönberger Tim Kleinschrot (Kopfball) und Chris-Robin Hermann erzielten vor 250 Zuschauern die Tore bei einem Gegentreffer von Jahija Murtezi (Handelfmeter) – danach ließen es die Kemeler bei der Meisterfeier krachen.
Etwa 300 Zuschauer, darunter über 100 FCL-Anhänger, erlebten im „Endspiel“ um Titel und Aufstieg zunächst den Rüdesheimer Treffer von Baran Schiller. „Rüdesheim war vor der Pause besser und führte verdient. Wir haben dann umgestellt und standen höher“, empfand Winfried Weimer aus Limbachs sportlicher Leitung das Meisterstück in Summe als verdient. Trotz einer Blessur am Zeh biss Lenard Schwenk auf die Zähne, traf prompt doppelt. Im Tor war auf Martin Gentsch verlass, im Mittelfeld setzte Nico Weimer Akzente, doch über allem stand beim Abschied von Trainer Mario Weimer (künftig FC Waldems) die kollektive Stärke. Schiedsrichter Wolfgang Geipel (TuS Nordenstadt) leitete unter den Augen von Rheingau-Taunus-Fußballwart Erich Herbst souverän. Beim FCL übernehmen nun Daniel Schmidt-Sechtenbeck und Christoph Müller das Coaching.