2026-05-29T11:52:36.002Z

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Reusraths Trainer Schobhofen gibt Relegation als Mindestziel aus

Trainer Marco Schobhofen bestreitet mit dem SC Reusrath seine letzten beiden Spiele als Coach. Gleichzeitig kämpft der Klub um den Relegationsplatz – und die Konkurrenz lauert.

von RP / Tobias Brücker · Heute, 08:45 Uhr · 0 Leser
Schobhofen steht vor seinen letzten beiden Spielen in Reusrath
Schobhofen steht vor seinen letzten beiden Spielen in Reusrath – Foto: wilhelm gundlach

Spieler, Trainer und Verantwortliche des SC Reusrath kämpfen im Schlussakt der Bezirksliga in den kommenden zwei Spielen um den Lohn einer insgesamt überraschend herausragenden Saison. Zwar verlor die Mannschaft von Übungsleiter Marco Schobhofen zuletzt die Tabellenführung im direkten Duell verdient an den SV Solingen, doch geht es für die Germanen noch immer um die Vizemeisterschaft und das damit verbundene Erreichen des Relegationsrangs und der Ausscheidungspartien um den Aufstieg in die Landesliga. Am Sonntag (15 Uhr, Sportpark Reusrath) gilt es hierfür der Favoritenrolle gegen Germania Wuppertal gerecht zu werden. Immerhin sitzt dem SCR der FSV Vohwinkel merklich im Nacken.

Letzten beiden Spiele für Schobhofen

Für Schobhofen sind die kommenden Aufeinandertreffen zudem die vorerst letzten beiden als Trainer seines Herzensklubs. Vor den alles entscheidenden Wochen geht es ihm und seinem Nervenkostüm dennoch gut. „Es ist ein lachendes und ein weinendes Auge“, beschreibt er, „die Entscheidung fühlt sich weiterhin richtig an.“ Schließlich habe er sie bewusst getroffen. Vielmehr sollten nun die Akteure auf dem Rasen im Mittelpunkt stehen. „Die Jungs können sich jetzt belohnen“, betont ihr Coach. Ein wenig missmutig blickt Schobhofen in diesem Zusammenhang auf den kürzlich erfolgten Rückzug des SV Wermelskirchen, der sowohl dem Verfolger Vohwinkel als auch Spitzenreiter Solingen je drei Punkte am grünen Tisch zuspricht. Wenngleich die beiden Vereine ihre jeweiligen Spiele wohl ohnehin gewonnen hätten, so Schobhofen. Und dass seine Elf im Duell mit Wermelskirchen zweimalig nicht über ein Remis hinaus kam, ist ihr eigenes Versäumnis.

"Dritte Platz wäre mittlerweile eine Enttäuschung"

Klar ist, dass der SCR nun den Relegationsplatz anpeilt. Obwohl es noch theoretische Chancen auf die Meisterschaft gibt, sind diese recht unrealistisch, da die Solinger hierfür am letzten Spieltag überraschend stolpern müssten. Schobhofen macht deutlich: „Der dritte Platz wäre mittlerweile eine Enttäuschung.“ Sollte es zu den Ausscheidungsspielen um den Aufstieg kommen, würde sich seine Trainerlaufbahn in Reusrath nochmals um zwei Partien verlängern. Dafür muss am Sonntag gleichwohl zunächst ein Sieg gegen Germania Wuppertal her. Die Gäste können nicht mehr direkt absteigen. Für sie besteht nur eine kleine Restmöglichkeit, noch auf den Relegationsrang abzurutschen. Aus der Erfahrung heraus erwartet Schobhofen einen kampfstarken Gegner. Mit diesem Stil hatten die Hausherren im Hinspiel bereits ihre Probleme, als einzig ein Torwarttor von Tim Hechler zum 2:2 eine Niederlage verhinderte. Und aufgrund eines Personalengpasses könnte dem SCR erneut ein enges Match bevorstehen. Denn mit Kapitän Fabian Steinhäuser (Innenbandanriss, fehlt die weitere Saison), Luc-Colin Okicic (MRT ausstehend), Kevin Luginger (Heirat, fehlt zwei Partien) und Pascal Hinrichs (Wade) drohen Spieler auf Schlüsselpositionen auszufallen.

Darüber hinaus kommen die Gastgeber aus einem unbefriedigenden 5:4-Erfolg beim TSV Ronsdorf. „Das war wild“, berichtet Schobhofen passend. Nachdem seine Auswahl die erste Halbzeit nahezu verschlief und sich dafür aber in der zweiten einen sehenswerten 4:1-Vorsprung erarbeitete, ließ sie Ronsdorf zwischenzeitlich auf 3:4 und 4:5 herankommen. Schlussendlich sollte der Treffer von Moritz Kaufmann, der am Sonntag sein letztes Heimspiel bestreitet und nach der Spielzeit in die Reserve wechselt, zum kurzzeitigen 5:3 die Reusrather retten. „Wenn das Spiel noch fünf Minuten länger geht, gehst du nicht als Gewinner vom Platz“, ordnet Schobhofen ein. Es war, als sei seiner Elf der Stecker gezogen worden. Im Rennen um den möglichen Aufstieg darf das zukünftig nicht mehr passieren.