
Am letzten Spieltag der vergangenen Saison war den FC Halle-Neustadt noch die sportliche Rettung gelungen. Durch einen 4:3-Heimerfolg über den SSV 90 Landsberg sicherten sich die "Frösche" noch den Klassenerhalt in der Landesklasse 5. Auf Landesebene werden die Hallenser in der neuen Saison dennoch nicht an den Start geben.
Stattdessen informierte der FC Halle-Neustadt den Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA), auf das Startrecht freiwillig zu verzichten. "Aufgrund von vielen Abgängen aus unterschiedlichen Gründen und - ganz ehrlich - auch aufgrund der Tatsache, das man finanziell bei dem, was andere Vereine bereits auf dem Niveau zahlen, nicht mithalten kann, haben wir auf die Landesklasse verzichtet", erklärt Henning Müller aus dem Trainerteam mit Steve Hardt gegenüber FuPa.
Bei der Entscheidung hätte demnach auch der Blick auf die vergangenen Spielzeiten seit dem Aufstieg 2021 eine Rolle gespielt. "Vier von fünf Jahren im Abstiegskampf sind immens kräftezehrend", berichtet Müller: "Ich selbst war auch noch nie so leer wie nach dem letzten Spieltag im Juni dieses Jahres", ergänzt der 47-Jährige. Die Zukunft des FC Halle-Neustadt wird also vorerst nicht in der Landesklasse, sondern in der Stadtoberliga liegen.
Wie der Verein bekanntgab, wird die bisherige Zweitvertretung, die sich als Stadtliga-Zweiter den Aufstieg ins Oberhaus von Halle gesichert hatte, in der neuen Spielzeit den Startplatz in der Stadtoberliga einnehmen. Dieses Team werde von der bisherigen Trainerin Jessica Vogel gemeinsam mit der neuen Co-Trainerin Michelle Burzlaff gecoacht. Gleichzeitig werde unter der Leitung von Henning Müller eine neue zweite Mannschaft in der Stadtklasse aufgebaut, in der "Spaß, gemeinsames Kicken und einfach Fußball im Vordergrund" stehen sollen.