
Mit der Verpflichtung von Ballardini ist der Vereinsführung ein echter Coup gelungen. Der erfahrene Taktiker, der in seiner Karriere bereits Klubs wie den FC Genua (in vier verschiedenen Amtszeiten), Lazio Rom, Palermo und zuletzt Sassuolo trainierte, gilt als Spezialist für brenzlige Situationen. In Avellino unterschrieb er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2026.
Der Trainerwechsel folgte auf eine sportliche Durststrecke unter Biancolino, die in einer bitteren 0:1-Heimniederlage gegen das Tabellenschlusslicht Pescara gipfelte. Avellino rutschte dadurch auf den 14. Tabellenplatz ab – mit nur noch drei Punkten Vorsprung auf die Play-out-Zone.
Schon kurz nach der Vertragsunterzeichnung leitete Ballardini am Mittwochnachmittag seine erste Trainingseinheit im Stadio Partenio-Lombardi. Die Erwartungen der Tifosi sind hoch: Ballardini soll nicht nur die Defensive stabilisieren, sondern der Mannschaft jene taktische Disziplin einimpfen, die in den letzten Wochen fehlte.
„In Avellino wird nicht nur ein neuer Trainer vorgestellt, sondern ein System installiert“, kommentierten lokale Sportmedien den Wechsel. „In dieser Phase der Saison machen Methoden den Unterschied, nicht nur Namen.“
Feuertaufe in Reggio Emilia
Viel Zeit zur Eingewöhnung bleibt dem neuen Coach nicht. Bereits am kommenden Sonntag, den 22. Februar, steht Ballardini vor seinem Debüt auf der Bank der Biancoverdi. Im Auswärtsspiel gegen die AC Reggiana wird sich zeigen, ob der „Ballardini-Effekt“ sofort greift. Ein Sieg wäre nicht nur für die Tabelle wichtig, sondern auch für das Vertrauen in den neuen Kurs des Klubs.