
Die Gruppenliga Kassel 2 biegt in eine Phase ein, in der sich vieles zuspitzt. TuSpo 1912 Rengershausen geht mit acht Punkten Vorsprung auf TSG Sandershausen in den Spieltag und kann den direkten Aufstieg immer klarer vor Augen haben. Dahinter ist der Kampf um Rang zwei noch offen, während im unteren Drittel vor allem VfL Wanfried, TSV Holzhausen/Reinhardswald und TSG Wilhelmshöhe unter Druck stehen.
Der Kampf um das Ungewisse
Für die TSG Wilhelmshöhe ist die Lage inzwischen ernst, jeder Punkt hat Endspielwert. Hertingshausen reist mit 39 Zählern deutlich entspannter an, hat aber ebenfalls Interesse daran, die Saison sauber zu Ende zu spielen. Für die Gastgeber ist es eines jener Spiele, die man kaum noch aufschieben kann. Da es von den Absteigern der Verbandsliga Nord abhängt, ob es drei oder vier Absteiger geben wird, ist der Kampf um Platz 14 ein ungewisser.
Aufatmen und genießen
Wettesingen/Breuna/Oberlistingen hat sich mit zuletzt starken Ergebnissen den Klassenerhalt gesichert und will nun die Saison ordentlich zu Ende bringen. Lohfelden steht als Sechster in Schlagdistanz zu Platz Vier und braucht selbst jeden Zähler, um Platz vier nicht aus dem Blick zu verlieren. Die Ausgangslage verspricht eine Partie, in der beide Seiten klare Argumente auf ihrer Seite sehen.
Meisterschaft in der eigenen Hand
Für Rengershausen ist die Rechnung einfach: Wer mit acht Punkten Vorsprung in den Endspurt geht, darf bei einem Team aus dem unteren Mittelfeld nicht stolpern. Rothwesten hat zwar immer wieder gezeigt, dass es unangenehm sein kann, bringt aber die klar schlechtere Ausgangslage mit. Alles andere als ein Auswärtssieg des Spitzenreiters wäre eine Überraschung.
Duell um Platz Vier?
Zwischen SG Reinhardshagen und FC Bosporus Kassel geht es weniger um nackten Zwang als um Perspektive. Bosporus steht mit 53 Punkten auf Rang vier, Reinhardshagen folgt mit 50 und kann mit einem Heimsieg direkt wieder dichter aufschließen. Es ist eines der Spiele dieses Wochenendes, in denen sich die obere Tabellenhälfte neu sortieren kann.
Duell der Enttäuschenden
Hombressen/Udenhausen hat sich nach schwierigen Wochen wieder in ein ruhigeres Mittelfeld gearbeitet und kann mit einem weiteren Sieg noch einmal in die Top Zehn rutschen. Eintracht Baunatal steht mit 40 Punkten ebenfalls sicher. Das Spiel lebt daher vor allem von der Frage, wer den besseren Abschluss einer wechselhaften Saison hinbekommt.
Alles andere wäre ein Schock
Nach der Niederlage im Gipfeltreffen gegen Rengershausen bleibt Sandershausen nur die Rolle des Jägers. Gegen bereits abgestiegenes Schlusslicht Espenau zählt deshalb nur ein Sieg, wenn der Relegationsplatz sicher bleiben und vielleicht doch noch einmal Druck nach oben entstehen soll. Die Gäste reisen mit der schwächsten Bilanz der Liga an, Sandershausen mit der klaren Pflicht, keine Zweifel aufkommen zu lassen.
Kellerkracher vom Feinsten
Im Werrastadion steigt eines der brisantesten Spiele des Spieltags. VfL Wanfried hat sich zuletzt mit Punktgewinnen und dem Sieg gegen Wilhelmshöhe etwas zurückgemeldet, Holzhausen/Reinhardswald steht nach dem 1:5 gegen Wettesingen mit dem Rücken zur Wand. Für beide ist es ein Spiel, das sich kaum anders denn als direkte Überlebensfrage lesen lässt.
Offene Rechnung
Grebenstein reist mit dem klaren Ziel an, den Druck auf Sandershausen hochzuhalten. Doch der TSV Wolfsanger ist für den Tuspo ein unangenehmer Gegner, schon das Hinspiel ging für Grebenstein überraschend klar verloren. Genau deshalb ist diese Partie für den Tabellendritten mehr als eine Pflichtaufgabe: Sie ist auch ein kleiner Test, wie stabil der starke Lauf wirklich ist.