
Die Gruppenliga Kassel 2 hat an diesem Spieltag gleich mehrere klare Signale ausgesendet. TuSpo 1912 Rengershausen gewann das Gipfeltreffen bei der TSG Sandershausen und baute den Vorsprung an der Spitze auf acht Punkte aus. Dahinter hielt TuSpo Grebenstein mit dem Sieg bei der TSG Wilhelmshöhe den Relegationsrang weiter in Reichweite, während im Tabellenkeller vor allem TSV Rothwesten und SG Wettesingen/Breuna/Oberlistingen aufatmen können.
Überraschend deutlich
Ein deutliches Ausrufezeichen setzte FC Bosporus Kassel. Beim 5:1 gegen TSV Wolfsanger war die Partie spätestens nach dem Doppelschlag von Lascha Kachischwili entschieden; hinzu kamen Treffer von Mohamad Jammal und Muhammet Sakir sowie ein Eigentor zur frühen Führung. Bosporus schob sich damit auf 50 Punkte und unterstrich, dass der vierte Platz im Saisonendspurt fest im Blick bleibt.
Klasse gesichert
Im direkten Duell aus dem unteren Mittelfeld schien Rothwesten lange auf Kurs, ehe Hombressen/Udenhausen in der Schlussphase noch zurückkam. Nach der Führung durch Andrej Cheberenchuk glich Lucas Hecker erst spät aus, Dylan Demirsoy brachte Rothwesten noch einmal nach vorn, doch Oliver Speer stellte kurz darauf auf 2:2. Für beide Mannschaften ist das Remis der sichere Klassenerhalt.
Vorentscheidung in der Meisterschaft
Im Topspiel an der Heiligenröder Straße setzte sich Rengershausen mit 2:1 bei Sandershausen durch und machte damit den womöglich entscheidenden Schritt in Richtung Meisterschaft. Manuel Schmidt brachte die Gäste in Führung, Yannick Billing glich nach der Pause aus, doch nur zwei Minuten später antwortete Leon Lanatowitz mit dem Siegtor. Für Sandershausen bleibt damit vor allem der Blick auf Platz zwei, während Rengershausen nun den direkten Aufstieg fest in der Hand hat.
Klare Angelegenheit
Im Reinhardswald-Derby ließ SG Reinhardshagen keinen Zweifel aufkommen und schlug TSV Holzhausen/Reinhardswald deutlich mit 6:1. Schon früh stellten Gianluca Marino und ein Doppelpack von Andre Paar die Weichen, später erhöhten Teoman Mustafa, erneut Paar und Nick Klemm. Für Holzhausen war das ein weiterer herber Rückschlag in einer Saison, in der der Klassenerhalt inzwischen kaum noch realistisch erscheint.
Chance genutzt
Wettesingen/Breuna/Oberlistingen erledigte seine Pflichtaufgabe gegen Schlusslicht Espenau eindrucksvoll und gewann 6:1. Nach einem Eigentor zum 1:0 brachen die Gastgeber die Partie binnen weniger Minuten mit Toren von Oliver Flörke und einem Doppelschlag von Ioannis Mitrou auf; später kamen ein weiteres Eigentor und Tomasz Rybak hinzu. Für WBO steht damit der Klassenerhalt fest.
Unerwarteter Punktgewinn
Die vielleicht bitterste Geschichte des Abends schrieb FSC Lohfelden. Gegen VfL Wanfried führte der FSC zweimal, kassierte aber in der Nachspielzeit noch das 2:2 durch einen zweiten Strafstoß von Mathias Gonzalo Tadeis Gambetta. Zuvor hatten Can Karademir und Sajad Rezayi für Lohfelden getroffen. Für Wanfried ist dieser Punkt im Tabellenkeller fast so wertvoll wie ein Sieg, zumal er die jüngsten Lebenszeichen untermauerte.
Ohne Glanz
Nach den starken Wochen gegen direkte Konkurrenten erledigte TuSpo Grebenstein auch die unangenehme Aufgabe in Wilhelmshöhe. Das 1:0 durch Thore Janssen fiel spät, reichte aber, um die drei Punkte mitzunehmen und den dritten Rang zu festigen. Die Mannschaft von Marc Sittig bleibt damit der engste Verfolger Sandershausens.