
Am Freitag rollte beim Regionalligisten KFC Uerdingen nach einer dreiwöchigen Pause wieder der Ball. Vorgesehen war die erste Übungseinheit auf der Sportanlage am Löschenhofweg. Weil die Platzanlage dort aber noch bis zum kommenden Montag geschlossen ist, zogen die Fußballer kurzfristig zur Grotenburg um. „Hier muss man der Stadt Krefeld ein großes Dankeschön aussprechen, dass sie uns so kurzfristig geholfen hat“, sagte Cheftrainer Renè Lewejohann. Das Geläuf in der Grotenburg präsentierte sich in einem prima Zustand. Pünktlich zum Trainingsstart um 10 Uhr zeigten sich auch die ersten Sonnenstrahlen über dem Stadion.
Auch Lewejohann strahlte nach der ersten Übungseinheit des neuen Jahres im Gespräch mit der RP. „Es hat Spaß gemacht, alle Jungs waren gut drauf und in einer prima Verfassung.“ Dabei waren auch die Spieler, die beim letzten Spiel des alten Jahres in Lotte gefehlt hatten. „Ich konnte mit dem kompletten Kader arbeiten und alle Spieler belasten“, berichtete Lewejohann, der den Blick gleich auf das Ziel Klassenerhalt und die Auftaktbegegnung am 25. Januar in der Grotenburg gegen die Zweitvertretung von Schalke 04 richtete. „Das ist für uns ein richtungsweisendes Spiel“, erklärte der Trainer, der einst selber für Schalke gespielt hat. „Mit Tomas Waldoch und Willi Landgraf habe ich noch gespielt. Jetzt spielt die Vergangenheit aber keine Rolle, ich bin Angestellter des KFC Uerdingen“, stellte Lewejohann klar, der damit rechnet, dass 40 bis 45 Punkte nötig sind, um den Klassenerhalt zu schaffen.
Im Kader gibt es im Augenblick noch keine Veränderungen: „Da könnte sich aber in der nächsten Woche etwas tun“, sagte der Übungsleiter. Nach seinem Wunsch für das neue Jahr gefragt, sagte der Trainer, der vor dem Start am 25. Januar noch drei Testspiele eingeplant hat: „Ich hoffe, dass hier im Verein endlich Ruhe einkehrt.“ Das dürfte sicherlich auch der Wunsch des größten Teils der Fan-Gemeinde der Uerdinger sein.
Vielleicht wird ja die Partie am vorletzten Spieltag zwischen dem MSV Duisburg und dem KFC in einem dann wahrscheinlich rappelvollen Wedaustadion für beide Mannschaften ein Fußballfesttag, wenn der MSV dann den Aufstieg in die 3. Liga geschafft hat und der KFC den Klassenerhalt feiern kann.
Die Punkte aus dem Spiel in Wuppertalsind zwar weg, aber der Westdeutsche Fußballverband gab der Berufung des KFC gegen das Urteil vom 9.11. statt. Damit bekommt der WSV die Punkte nicht. Das Spiel vom 2.11. wird für den KFC mit 0 Punkten und 1:2 Toren und für die Wuppertaler mit 0 Punkten und 1:2 Toren gewertet. Auf dem offiziellen Spielbericht hatte beim KFC Profi Joyce Tshitoku nicht gestanden, war aber eingewechselt worden.