2026-02-20T12:29:42.904Z

Allgemeines

Remis zum Rückrundenstart: Friedrichsberg-Busdorf holt 0:2 gegen Klaus

von Ismail Yesilyurt · Gestern, 23:09 Uhr · 0 Leser
Auf Leistungsträger Tjark von Lanken (TSV Friedrichsberg-Busdorf) ist Verlass. Der Abwehrspieler rettete einen Punkt für sein Team.
Auf Leistungsträger Tjark von Lanken (TSV Friedrichsberg-Busdorf) ist Verlass. Der Abwehrspieler rettete einen Punkt für sein Team. – Foto: Ismail Yesilyurt

Frostige Vorbereitung, heißer Beginn

TSV Friedrichsberg-Busdorf gegen TSV Klausdorf – Tabellenplatz 14 mit 13 Punkten gegen Rang 8 mit 28 Zählern. Zum Rückrundenstart 2026 hatten auch diese beide Teams eine Wintervorbereitung, die keine war. Eine Vorbereitung, die eher aus Wetterbericht als aus Trainingsplan bestand. Nicht nur für die Beteiligten am Samstag in Schleswig. Was durfte man also erwarten?

Klausdorf startet wie die Feuerwehr

Die Gäste legten los, als hätten sie einen Adrenalinüberschuss: Bereits nach zehn Minuten traf Driton Gashi zum 0:1, nur zwei Minuten später erhöhte Leon Mordhorst auf 0:2. Klausdorf war griffiger, klarer in den Kombinationen und zielstrebiger.

„Haben losgelegt wie die Feuerwehr. Nach zwanzig Minuten verdient 2:0 vorne gelegen“, befand Trainer Dennis Trociewicz. Und tatsächlich verhinderte nur „’ne Klasse Parade eines Feldspielers auf der Torlinie“ eine noch höhere Führung.

Friedrichsberg-Busdorf suchte in dieser Phase nach der eigenen Ordnung, nach dem eigenen Takt. Trainer Michael Schröder ordnete nüchtern ein: „Beide Mannschaften waren sich nicht wirklich bewusst, wo sie jetzt nach der doch relativ langen Winterpause stehen.“ Seine Elf habe „zu viel Ungenauigkeit im Passspiel, in der Entscheidungsfindung und Handlungsschnelligkeit“ gezeigt. Das 0:1 nach einem Standard sei schwer zu verteidigen gewesen, „Timing der Flanke und der Kopfball waren sehr gut“, aber die Entstehung der Situation „absolut vermeidbar“.

Auch vor dem 0:2 schien die Szene eigentlich geklärt, doch „die Entscheidungsfindung dauert einfach zu lange“. Klausdorf setzte im Gegenpressing nach, der Abschluss rutschte Torhüter Jordan Haarig trotz Parade durch.

Haarig und Co. kämpfen sich zurück

Doch mit zunehmender Spielzeit taute der Gastgeber auf. „Im Laufe der ersten Halbzeit war unser Spiel dann besser. Wir haben uns da gefangen“, sagte Schröder. Jan Böhnert hatte aus sechs Metern die große Chance, traf den Ball jedoch nicht sauber.

In der 33. Minute fiel dann der Anschluss: Erik Wegner staubte im Anschluss an einen Freistoß zum 1:2 ab. Zu diesem Zeitpunkt hatte Friedrichsberg mehr Spielanteile, während Klausdorf gefährlich blieb, „gerade in Umschaltsituationen, schnell die Tiefe suchend“, wie Schröder anerkennend festhielt.

Trainer Dennis Trociewicz (TSV Klausdorf) wusste nach dem Spiel nicht, ob er weinen oder lachen sollte.
Trainer Dennis Trociewicz (TSV Klausdorf) wusste nach dem Spiel nicht, ob er weinen oder lachen sollte. – Foto: Ismail Yesilyurt

Trociewicz sah es aus seiner Perspektive anders akzentuiert: „Haben uns dann aber, ja, nach 20 Minuten den Platzverhältnissen angepasst und haben uns auf ein körperbetontes, nickeliges Spiel mit kaum Spielfluss eingelassen.“ Eigene Unsauberkeiten hätten den Gegner stark gemacht.

Tjark von Lanken köpft zum 2:2 ein

Nach der Pause kam Friedrichsberg-Busdorf mit klarem Plan aus der Kabine. „Wir haben uns auf das Spiel von Klausdorf gut eingestellt, haben es so gesteuert, dass es für uns gut zu verteidigen war.“

Erneut nach einer Standardsituation stieg Tjark von Lanken im zweiten Versuch am höchsten und köpfte zum 2:2 ein (48.). Nun war das Spiel endgültig offen: mit viel Kampf, vielen zweiten Bällen – gepaart mit einer hohen Fehlerquote auf beiden Seiten.

Omar Al-Batal hatte noch die große Möglichkeit im Eins-gegen-eins, „wo er vielleicht ein Stück zu früh abschließt“, so Schröder. Auch Clemens Groß wäre frei gewesen. Auf der Gegenseite blieb Klausdorf jederzeit gefährlich.

„Danach war es ein Fifty-fifty-Spiel, wo es in beide Richtungen hätte kippen können“, resümierte Trociewicz. Für ihn fühlte sich das Remis „doch schon ein wenig an wie verschenkte Punkte“. Schröder dagegen sprach von „einem klassischen Spiel, das keinen Sieger verdient gehabt hat“.

Fazit

Die Zuschauer sahen unter Leitung von Schiedsrichter Lukas Klingelhöfer aus Lübeck eine Partie, die sinnbildlich für einen Rückrundenauftakt stand: viel Wille, viel Kampf, aber noch Sand im Getriebe.

Friedrichsberg-Busdorf bewies Moral im Abstiegskampf und hielt den Abstand zum rettenden Ufer zumindest stabil. Klausdorf zeigte, warum man sicher im Tabellenmittelfeld verankert ist, ließ aber die Chance liegen, weiter oben Druck zu machen.

Stimme zum Spiel

Dennis Trociewicz (Trainer TSV Klausdorf)