
Der SV Ohlstadt bleibt auf dem vorletzten Tabellenplatz. Die Relegation ist laut Co-Trainer Schedler schon wahrscheinlich geworden.
Für das Tabellenbild ist es ein Muster ohne Wert. Der SV Ohlstadt findet sich weiterhin auf dem vorletzten Rang der Fußball-Bezirksliga Süd wieder. Doch blieb für die Bioschet-Kicker die Erkenntnis: Mannschaftliche Geschlossenheit ist der oberste Trumpf gegen spielerisch findigere Gegner. So konnten sie auch mit der Nullnummer beim SV Pullach leben.
Gleichzeitig ist man sich beim SVO über die prekäre Situation im Klaren. Während die unmittelbaren Konkurrenten zuletzt kleinere wie überraschende Erfolgserlebnisse feierten, wartet der SVO hingegen auch nach dem sechsten Spiel weiter auf den ersten Sieg in diesem Jahr. Der Glaube an sich selbst ist zwar weiterhin ungebrochen. „Wenn wir ans Leistungsmaximum hinkommen, sind wir konkurrenzfähig.“ Das aber klappt über eine gesamte Spieldauer zu selten.
Die ultimative Entschlossenheit ging dem SVO auch in Pullach ab. Maximilian Schwinghammer verpasste nach einem kapitalen Aufbaufehler der Raben das sichere 1:0. Zwei weitere Male tauchte Schwinghammer aussichtsreich vor SV-Keeper Leopold Bayschmidt auf, einfacher wurde der Vollzug nicht. Jakob Sebalds Ballbehauptung gegen Josef Burghard, der schon einige Ligen höher kickte, war fraglos ein Highlight. Dann aber zielte Sebald viel zu zentral.
Die Möglichkeiten der Gastgeber vereitelte vornehmlich Jonas Fuhrmann. In zwei Fällen sicherte der Schlussmann dem SVO die weiße Weste, einmal per spektakulärer Fußabwehr gegen den von Antonio Brandl aus geringer Distanz abgefeuerten Schuss. Es folgte eine bittere Szene für die Gäste. Als Maximilian Stapf bei einem Eckball mit Anlauf in den Pulk sprang, rasselten deswegen Schwinghammer und Jonas Thümmler mit den Köpfen zusammen. Für den Angreifer ging es mit blauem Turban weiter, Thümmler schaute fortan benommen und mit Eisbeutel auf dem Haupt von der Bank aus zu. Dennoch blieb es beim 0:0.
Schedler war zufrieden mit der Leistung und blickt realistisch in die Zukunft: „Die Relegation ist schon wahrscheinlich.“ Vor allem auch, weil dieser Punkt in Pullach gut „für die Moral, weniger für die Tabelle“ war. Zugleich stellt Ohlstadts Co-Trainer unmissverständlich klar: „Wir werden an den Klassenerhalt glauben, solange er rechnerisch möglich ist.“