2026-01-15T09:41:53.693Z

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Remis gegen den Herbstmeister

1.FC Saarbrücken: Sieg wäre wegen erster Hälfte verdient gewesen

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Der 1. FC Saarbrücken zeigte einen starken Auftritt gegen Herbstmeister Energie Cottbus. Am Ende stand ein 1:1 (0:1), verdient wäre weitaus mehr gewesen.

FCS-Cheftrainer Jürgen Luginger schenkte vor Keeper Menzel der Viererkette um Rizzuto, Wilhelm, Bormuth und Bretschneider das Vertrauen. Im Zentrum feierte Sontheimer an der Seite von Zeitz sein Comeback. Davor agierte Civeja. Die beiden Außenpositionen waren mit Pick und Elongo-Yombo besetzt. Im Sturm durfte Brünker ran.

Auch Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wolitz nahm nach dem letzten Vorrundenspiel zwei Änderungen vor, 8Henry Rörig und Jannnis Boziaris kamen aufs Feld, Leon Guwara und Simon Straudi mussten auf die Bank.

Die Blau-Schwarzen erwischten einen guten Start ins neue Jahr, verpassten es aber sich mit einem Tor zu belohnen. Zunächst wurde Pick gut in Szene gesetzt. Am Strafraum folgte die flache Hereingabe, Civeja konnte jedoch unter Bedrängnis nicht gezielt abschließen. Keeper Funk war zur Stelle und Cottbus klärte zur Ecke (4.). Die wurde ebenfalls brandgefährlich. Civeja schlug die Kugel nach innen. Zeitz konnte am zweiten Pfosten nur mit der Hüfte abschließen, Pfosten (5.).

Die Qualität der Chancen blieb hoch. Nach einem hohen Ballgewinn bediente Sontheimer Pick mit einem guten Diagonalball. Funk parierte erneut (12.). Und es folgte gleich die nächste Möglichkeit. Zeitz chippte an den Strafraum, Brünker legte per Brust auf Civeja ab, der die Kugel links am Kasten vorbei setzte (15.).

Der Tabellenführer aus Cottbus zeigte sich kurz danach auch vor dem Tor. Erst köpfte Thiele vorbei (16.), dann auch Rorig (18.). Im direkten Gegenzug legte Pick zurück an den Sechzehner, Civeja ließ für Sontheimer durch, der nur haarscharf verfehlte (18.). Zudem schloss Sontheimer aus 16 Metern zu zentral ab (37.) und Brünker nach Rizzuto-Flanke über den Kasten (38.).

Die ausgelassenen Chancen rächten sich. Cottbus schaltete in der 43. Minute stark um. Engelhardt verzögerte am Strafraum und nahm dann den hinterlaufenden Cigerci mit. Im Strafraum folgte der perfekte Querpass und Hannemann musste nur noch zum 0:1 einschieben (43.).

Ohne personelle Änderungen ging es rein in den zweiten Durchgang. Der erste Abschluss gehörte wieder dem FCS. Elongo-Yombo versuchte sich nach einer Ecke aus der zweiten Reihe. An Funk war noch kein Vorbeikommen (50.). Noch knapper war es kurz danach. Rizzuto gab scharf nach innen, Awortwie-Grant setzte seinen Klärungsversuch an den Pfosten (53.).

Dann war es aber endlich soweit. Civeja setzte Pick halbrechts am Sechzehner ein. Nach der Annahme feuerte Pick mit dem zweiten Kontakt aufs lange Eck und markierte das sehr verdiente 1:1 (54.).

Beinahe wäre der Doppelschlag gefolgt. Diesmal bereitete Elongo-Yombo für Pick vor. Pick ließ gleich drei Gegenspieler aussteigen, doch Funk parierte glänzend (55.). Und der nächste Hochkaräter folgte. Pick flankte auf Brünker, der mit seinem Flugkopfball am Querbalken scheiterte (57.).

Cottbus kam eher etwas glücklich zu seinem ersten Abschluss im zweiten Abschnitt. Nach einer Flanke flipperte der Ball durch die Reihen. Engelhardt versuchte sich schließlich aus spitzen Winkel. Menzel parierte (63.). Aus ähnlicher Position schloss auch Cigerci kurz später ab, erneut war bei Menzel Endstation (68.).

Zwischen den beiden Möglichkeiten nahm Luginger einen Doppelwechsel vor. Es gab das nächste Comeback. Vasiliadis ersetzte Civeja, zudem kam auch Schmidt für Brünker (65.). Zur Schlussviertelstunde durften auch Rabihic und Krahn für Elongo-Yombo und Sontheimer ran.

Klar bestimmend blieb weiterhin der FCS. Nur das zweite Tor wollte nicht fallen. Ein Schuss von Zeitz wurde zur Ecke geblockt. Vasiliadis führte einen Freistoß schnell aus und versenkte den Ball im Netz. Die Ausführung ging dem Schiedsrichtergespann aber zu schnell und der Treffer fand keine Anerkennung (85.). Zudem parierte Funk gegen Vasiliadis aus 16 Metern (87.). So blieb es beim 1:1.

Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz meinte nach dem Spiel: "Wir hätten uns nicht ärgern können wenn es heute einen Sieger gegeben hätte Saarbrücken hätte sich den dreier verdient. Wir waren viel zu ängstlich, Wir haben hier heute einen glücklichen Punkt mitgenommen. Da war kein Spieltempo drin bei uns,, da war nicht die Überzeugung sich anzubieten. Es gab viele Phasen, wo wir es spieltechnisch nicht gut gemacht haben. Wir hatten zu viele einfache Ballverluste. spielten zu viel vertikal. Die Außen waren von uns immer doppelt und immer frei, weil wir im Mittelfels vier auf drei gespielt haben, aber dabei nie die gegenüberliegende Halbfeldseite gesehen haben". Wir haben oft kurz hinter der Mittellinie die Bälle verloren, Dann können wir die Halbfelder im hinteren Drittel nicht mehr zulaufen, deshalb kam Saarbrücken häufig zum Abschluss. In der Phase nach der Halbzeit kriegen wir es hinten nicht geschlossen hin, so fällt der Ausgleich. Da sind alle gefragt. dass wir da besser die Räume schließen. Ich hab das in der Pause angesprochen. Wir können mit dem Punkt zufrieden sein".

FCS-Trainer und Sportdirektor Jürgen Luginger sagte nach dem Spiel: "Wir haben uns heute am Schluss nicht belohnt. Wir hatten in der ersten Halbzeit gute Möglichkeiten, geraten dennoch in Rückstand. Die Mentalität der Mannschaft zeigt, dass wir in der zweiten Halbzeit gut zurück kommen können. Dann hatten wir eine Drangphase, ich glaube wenn wir da in Führung gehen, gewinnen wir das Ding. Wir haben gegen den Tabellenführer gespielt, wir haben gegen dessen starke Offensive kaum was zugelassen. Wir hätten nachlegen müssen. Wir arbeiten ja an der Torchancenverwertung, da werden wir weitermachen, wir haben uns ja Chancen erarbeitet und hatten Möglichkeiten genug. Die müssen wir halt reinmachen. Sontheimer war da, Vasiliadis kam rein, jetzt sind wir wieder breiter aufgestellt. Der Kader ist ja groß genug, es mussten sogar vier Spieler auf die Tribüne. Es würde nichts bringen, jetzt noch einen dazu zu holen. Das wäre dann zu viel. Ich vertraue der Mannschaft. Wir haben es ja gerne, wenn alle fit sind, aber der ein oder andere fehlt ja immer. Wir müssen punkten. das zählt. Nach einer Pause weiß man nie wo man steht, die Mannschaft hat aber gezeigt, dass sie voll da ist. Jetzt müssen wir einfach die Punkte holen. Der Sieg ist dann schon Pflcht, wir müssen sehen, dass wir in Köln am Freitag zu einem Dreier kommen.

Cottbus verlor die Tabellenführung an den SC Verl, der den SVW Mannheim im Heimspiel 5:2 schlug. Der FCS bleibt Dreizehnter, der Vorsprung auf die Abstiegsränge hat sich auf zwei Punkte vergrößert. Der FCS spielt am Freitagabend um 19 Uhr beim derzeitigen Zwölften FC Viktoria Köln, Energie empfängt im ersten Heimspiel der Rückrunde am kommenden Samstag um 14 Uhr das Schlusslicht FC Schweinfurt 05 im LEAG Energie Stadion.

Aufrufe: 017.1.2026, 20:04 Uhr
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