
REGION.Das letzte große Relegationswochenende in der Region Rheinhessen/Nahe ist abgehakt. Vor offiziell über 1100 Zuschauern auf Deslochs Höhen zog der SV Büchelberg gegen die SG Meisenheim das Ticket für die Verbandsliga-Südwest. Und gleich in zwei Vereinen freut man sich über den Aufstieg in die A-Klasse, während im Abstiegskampf der Bezirksligen deutlich mehr Klarheit herrscht. Der TB Jahn Zeiskam verpasste den Oberliga-Aufstieg, wodurch die TSG Bretzenheim aus der Verbandsliga und in Folge dessen auch der VfR Nierstein aus der Bezirksliga Rheinhessen abgestiegen sind.
Nach dem 4:1 des VfR Mannheim im ersten Spiel gegen den Hessen-Vize. Kommt es am Mittwoch (19 Uhr) zum finalen Treffen zwischen FKP und VfR „Auf Husterhöhe“. Um doch noch in die Regionalliga aufzusteigen, müssten die Pirmasenser mit mindestens vier Toren Unterschied gewinnen, was gegen die favorisierten Baden-Württemberger sehr schwierig werden dürfte. Funfact: Sollte der FKP am Mittwoch ebenfalls mit 4:1 siegen, droht der Losentscheid!
Jeweils mit 5:0 hatten beide Teams im Vorfeld gegen den FSV Jägersburg gewonnen, sodass dieser Vergleich ein echtes Finale war. In einer spannenden Schlussphase mit elf (!) Minuten Nachspielzeit hatten die effizienteren Rheinländer etwas mehr Glück und die besseren Nerven. Mit Folgen für die TSG Bretzenheim in der Verbandsliga und den VfR Nierstein in der Bezirksliga.
Der West-Vize hat nach dem Abstieg vor vier Jahren die Rückkehr in die Verbandsliga verpasst. Der SV Büchelberg gewann nicht nur 2:1 im ersten Duell, sondern auch das Rückspiel vor großer Kulisse am Glan. Dabei war die Mannschaft von Jens Bohr nach torloser erster Halbzeit kurz nach Wiederanpfiff auf Kurs, als Marc Giselbrecht auf Vorlage von Mika Maurer das 1:0 markierte. Zuvor hatten die Hausherren bereits Chancen liegengelassen, was sich rächen sollte. In den letzten 20 Minuten drehten die Gäste durch Hasan Coskuns Hattrick die Partie. SGM-Trainer Jens Bohr fand trotz aller Enttäuschung positive Worte: „Die Atmosphäre war überragend. Nach Abpfiff haben sich beide Mannschaften von ihrem Anhang feiern lassen. Die Gäste für ihren Aufstieg und wir für eine überragende Saison. Wir haben uns als Team, aber auch individuell weiterentwickelt.”
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Dem Abstieg der ersten Mannschaft folgt der Aufstieg der zweiten: Der SC Idar II hat ein echtes Finale gewonnen und spielt nächste Saison nach drei Jahren Pause wieder in der Landesliga. Beide Teams hatten zuvor jeweils auf dem Rasen des Gegners gewonnen, das dritte Dritte Duell in Baumholder entschied die Verbandsliga-Reserve für sich. SCI-Treffer: Segadipa Magassa, Niklas Brach, Noah Thees und Lennard Becker.
Langsam lichtet sich das Abstiegsdunkel: Der Ludwigshafener SC hat durch das 3:1 gegen die Spvgg. Nahbollenbach endgültig den Klassenverbleib gesichert. Der 6:3-Erfolg des VfR Nierstein gegen den SV Katzweiler entpuppte sich als ein Pyrrhussieg, denn wegen der Zeiskamer Niederlage in Wittlich im Rahmen der Oberliga-Relegation steigen beide Mannschaften in die A-Klasse ab. Nahbollenbach hofft nun, dass die Sportfreunde Bundenthal – wie zwischenzeitig angekündigt – auf ihr Startrecht in der Bezirksliga verzichten. Dies ist allerdings immer noch nicht endgültig geklärt. „Wir wissen nur, dass wir noch nichts wissen“, fasst Klaus Schneider, Staffelleiter der Bezirksliga Westpfalz, den aktuellen Kenntnisstand beim Verband zusammen. Im schlimmsten Fall könnte sich die Unsicherheit bis zum 19. Juni hinziehen – dann endet das Meldefenster.
Das mit Spannung erwartete Duell war mit 20-minütiger Verspätung angepfiffen worden, da die Schlange am Einlass nicht kleiner werden wollte. Letztlich strömten etwa 600 Zuschauer an den Ingelheimer Blumengarten. Beide Teams begannen mit Sicherheitsfußball, der erste Fauxpas wurde direkt mit der Draiser Führung bestraft. Ein Zuspiel auf TSG-Angreifer Simon Schärf konnte Nino Fuchs nur per Foul unterbinden. Folge: Rote Karte gegen den Waldalgesheimer und Strafstoß für Drais, den Justus Becker zum 1:0 einlochte. Als Clemens Franzl nach der Pause das 2:0 nachlegte, schien die Messe gelesen, doch Ben Grünewald sorgte wieder für Spannung (63.). Erst in der Nachspielzeit machten Paul Kroh und Noah Lourhnimi mit den Treffern zum 4:1 den Deckel drauf.
In Guldental legten beide A-Klassen-Aspiranten los wie die Feuerwehr, um ihre Fans danach lange „brennen“ zu lassen.. Ben von der Weiden brachte Bretzenheim eiskalt in Führung (4.), nur fünf Minuten später glich Leon Sulzbach per Abstauber nach Tim Baumgärtners Pfostenschuss aus. Erneut von der Weiden (Freistoß, 35.) und ein nervenstarker Robert Jakubowski (45.) sorgten vor der Pause für doppelten FSV-Jubel. Baumgärtners 2:3 (66.) machte die Schlussphase vor 600 Fans wieder spannend, der Schütze sah aber nur fünf Minuten später nach überhartem Einsteigen die Rote Karte. Doch selbst in Unterzahl schaffte Roxheim erst den Ausgleich durch Jan-Felix Zengerling (79., Schlenzer ins lange Eck) und in der Verlängerung das 4:3 (100., Eric Sommer), als Bretzenheims Stefan Schwartz eine Zeitstrafe absitzen musste. Diesmal schlug der FSV durch Jakubowskis 4:4 zurück (110.) und rettete sich ins Elfmeterschießen. Dort wurde FSV-Keeper Niko Benes zum Helden, als er gleich drei Elfmeter von Zengerling, Nico Richter und Jad Ali El-Chakkour parierte.