
WEINSHEIM. Die SG Weinsheim hat es verpasst, sich eine gute Ausgangsposition in der Relegation zur Landesliga West zu verschaffen. Im ersten Entscheidungsspiel unterlag der Vizemeister der Bezirksliga Nahe dem TuS Bedesbach-Patersbach mit 2:4 (1:1). Damit muss die Mannschaft von Trainer Andy Baumgartner im Rückspiel am Pfingstmontag um 15 Uhr in der Pfalz gewinnen, um ein drittes, dann entscheidendes Spiel auf neutralem Platz zu erzwingen.
Jetzt steht auf dem Tableau eine Niederlage, die eigentlich ein Unentschieden hätte sein können. „Ein 2:2 wäre das richtige Ergebnis gewesen“, fand auch Andy Baumgartner, der genau am Treffer zum 2:2 auszusetzen hatte, dass er „zu naiv fällt.“ Bezeichnend, denn auch vor dem dritten Gegentreffer hatten seine Jungs vier Zweikämpfe verloren – erneut blauäugig, was nichts mit der Trikotfarbe der Gäste zu tun hatte. Insgesamt sei es trotz der Niederlage aber ein „schönes Spiel“ gewesen. Man könne halt nicht immer alles elegant lösen, so der Coach. Dazu war‘s ein Event vor etwa eintausend Zuschauern. „Großes Lob an den Verein.“
Jannik Drouet hätte eigentlich mit dem frühen 1:0 (10.) für Rückenwind im Aufstiegsrennen sorgen können, doch verzeichneten die Gastgeber eine Reihe von Ungenauigkeiten im Spielaufbau. Baumgartner: „Wir haben unsere Umschalter nicht sauber ausgespielt.“ Nicht ganz unverdient gelang dem Gast, der viel Erfahrung auf den Platz brachte, noch vor der Pause der Ausgleich durch Arne Fruck (42.).

Nach dem Wechsel hatten beide Seiten ihre Chancen. Felix Frantzmann scheiterte nach etwas mehr als einer Stunde zunächst am Gästekeeper Felix Niebergall, doch zwei Minuten später köpfte der Offensivmann zum 2:1 ins Netz (68.). Diese Führung hätten die Weinsheimer etwas länger halten müssen, stattdessen traf nur zwei Minuten danach Max Stöbener zum erneuten Ausgleich. Damit nicht genug: In der 88. Minute legte Felix Becker sogar noch zum Bedesbacher 3:2 nach. Weinsheim setzte nun alles auf eine Karte, doch mit dem 4:2 in der Nachspielzeit machte erneut Becker den Deckel drauf.
Ob die Weinsheimer doch noch ein Wörtchen im Relegationsrennen mitreden können, zeigt sich Montag. Die Aufgabe ist schwer, aber nicht unlösbar. Man werde gerade auswärts auf einem engen Platz seine Chancen bekommen. „Wir haben die erste Etappe verloren, aber da geht noch was.“