2026-06-12T06:52:44.557Z

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Relegation: OSV Meerbusch rettet Remis in letzter Sekunde

Der OSV Meerbusch hat den Landesliga-Aufstieg in eigener Hand.

von Christoph Baumeister · Heute, 10:30 Uhr · 0 Leser
Der OSV würde mit einem Sieg im letzten Spiel aufsteigen.
Der OSV würde mit einem Sieg im letzten Spiel aufsteigen. – Foto: David Zimmer

In letzter Sekunde hat sich der OSV Meerbusch in der Relegation zur Landesliga eine gute Ausgangsposition für das entscheidende Spiel am Mittwochabend (19.30 Uhr) beim Duisburger FV erarbeitet. Gegen den MSV Düsseldorf trennten sich die Osterather zwar nur 1:1 (0:0), bewiesen dabei aber große Moral. Trotz eines Eigentores zum Rückstand und eines verschossenen Elfmeters gelang ihnen in der Nachspielzeit noch der Ausgleich. „Wenn wir dieses Spiel zehnmal spielen, gewinnen wir es wahrscheinlich neunmal“, sagte Trainer Dominik Voigt. „Dass wir es am Ende trotzdem nicht verloren haben, zeigt den großartigen Charakter der Mannschaft.“

Vor rund 500 Zuschauern am Krähenacker nahmen die Hausherren von Beginn an das Heft in die Hand und erspielten sich eine Reihe guter Chancen. Bereits nach wenigen Minuten verfehlte Frederic Klausner mit einem Distanzschuss knapp das Ziel. Wenig später setzte Saba Khargelia zu einer Direktabnahme an, scheiterte jedoch am stark reagierenden MSV-Torwart Shunsuke Takahashi. Der Schlussmann entwickelte sich zunehmend zum entscheidenden Faktor und entschärfte mehrere gute Möglichkeiten. Die größte Chance der ersten Halbzeit vergab Lars Stieger, dessen Abschluss am Lattenkreuz landete. Vom MSV kam offensiv dagegen kaum etwas. „In der ersten Halbzeit waren wir komplett überlegen und hätten mit einer Führung in die Pause gehen müssen“, sagte Voigt.

Rückschläge bringen den OSV nicht aus dem Konzept

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gäste zunächst verbessert und gingen in dieser Phase auch in Führung. Nach einer Ecke sorgte ein unglückliches Eigentor von Stieger für das 0:1 (56.). Der OSV ließ sich jedoch nicht entmutigen und drängte auf den Ausgleich. Die große Gelegenheit bot sich in der 74. Minute. Nach einer Doppelchance klärte Wiren Bhaskar den Ball auf der Torlinie mit der Hand. Schiedsrichter Davide Zeisberg zeigte auf den Elfmeterpunkt und schickte den Gäste-Akteur mit Rot vom Platz. Doch Marc Rommel scheiterte an Takahashi. Weil sich der Torwart aber zu früh von der Linie bewegt hatte, wurde der Strafstoß wiederholt. Erneut trat Rommel an, erneut blieb Takahashi Sieger.

Klausner rettet den Punkt in der Nachspielzeit

Trotz dieser bitteren Szene gab sich der OSV nicht auf. Mit einem Mann mehr auf dem Platz warf er in der Schlussphase alles nach vorne. „Dass die Jungs trotz der Rückschläge weiter an sich geglaubt haben, war überragend“, sagte Voigt. Die Belohnung folgte in der Nachspielzeit. Nach einem weiteren Handspiel im Strafraum entschied der Schiedsrichter erneut auf Elfmeter. Diesmal übernahm Klausner die Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:1-Endstand (90.+6). „Wir hätten definitiv gewinnen müssen. Aber das ist jetzt egal“, sagte Voigt. „Unser Ziel war es, am Mittwoch ein Endspiel in Duisburg zu haben. Genau das haben wir erreicht. Darauf freuen wir uns sehr.“