2026-06-03T09:07:03.210Z

Relegation

Relegation: Germania und SV Walsdorf mit allen Chancen

Die beiden Vize-Meister haben nach ihren Unentschieden in den Halbfinal-Hinspielen in den Rückspielen am Samstag noch alles in der Hand, das Finale in Kiedrich zu erreichen

von Martin Gebhard · Heute, 18:19 Uhr · 0 Leser
Zweikampf vor rund 400 Zuschauern. Der Walsdorfer Luca Giordano (rechts) und Jan Markus Höhler (SG Villmar/Arfurt/Aumenau) balgen um den Ball. 	Foto: Frank Heinen
Zweikampf vor rund 400 Zuschauern. Der Walsdorfer Luca Giordano (rechts) und Jan Markus Höhler (SG Villmar/Arfurt/Aumenau) balgen um den Ball. Foto: Frank Heinen

WALSDORF/LIEDERBACH. Keinen Sieger gab es zum Auftakt der Aufstiegsspiele zur Gruppenliga Wiesbaden. In den Halbfinal-Hinspielen der Vizemeister der Kreisoberligen trennte sich der Rheingau-Taunus-Club SV Walsdorf vom Vertreter aus dem Kreis Limburg/Weilburg, SG Villmar/Arfurt/Aumenau, 2:2. Torlos endete die Partie zwischen dem Main-Taunus-Club SG Oberliederbach und der SG Germania Wiesbaden. Die Rückspiele steigen an diesem Samstag jeweils um 15 Uhr, das Spiel der Germania wird im Livestream dieser Zeitung gezeigt, ehe am Dienstag, 9. Juni (19.30 Uhr) das Finale auf dem Sportplatz des FC Kiedrich wartet.

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Walsdorfs Paul Neumann verwandelt zwei Elfmeter

"Die Jungs haben es gut gemacht und in Summe ist das 2:2 ein gerechtes Resultat“, fasste Sven Ott, Spielertrainer der Idsteiner, die Partie vor rund 400 Fans im Idsteiner Stadtteil insgesamt zufrieden zusammen. „Wir waren anfangs etwas nervös, dann spielerisch besser. Aber die Gäste hatten die klareren Torchancen“, befand der 34-Jährige.

Die Mittelhessen, die körperbetont, aber weitgehend fair auftraten, gingen nach einem langen Einwurf von Janik Holler durch ein Kopfballtor von Nick Steiner, der am kurzen Posten lauerte, in der 19. Minute in Führung. Per Foulelfmeter gelang Paul Neumann kurz vorm Pausenpfiff der Ausgleich (45.+2). Auch seinen zweiten Strafstoß, nachdem Mustafa Mert Arslan von den Beinen geholt worden war, nutzte Neumann trefflich – 2:1 (73.). Die Partie war gedreht. Doch das letzte Wort hatten die Gäste, die immer wieder mit hohen Bällen operiert hatten. Wieder fiel ihr Treffer nach einem Standard: Luca Seibels Freistoß nickte Patrick Zanner ein (79.).

„Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung, denn vor allem war es ungewohnt für uns, auf dem Rasen zu spielen. Die Jungs haben das Spiel gut angenommen. Und wir sind immer besser ins Spiel gekommen“, lobte Germania-Trainer Stefan Kühne die Seinen, die, aufbauend aus einer starken Viererkette, immer wieder starke Offensiv-Akzente gesetzt hatten.

Dabei hatten sie zwei Mal besonderes Pech, da ihnen in der zweiten Halbzeit für einen Torerfolg jeweils die Torumrandung im Wege stand. Erst traf der Wiesbadener Kreisoberliga-Torschützenkönig Ivan Rebic nach einem Freistoß von Justin Heidemann aus 25 Metern per Kopf die Latte (54.). Dann visierte Eduardo Landu Mateus nach einem fulminanten Solo über den linken Flügel mit Schmackes nur den Pfosten (69.) an. Daneben erspielten sich aber auch die Gastgeber in einer intensiven und fairen Partie vor rund 400 Zuschauern aussichtsreiche Tormöglichkeiten. So manchem, der es mit der Germania hielt, stockte in der 78. Minute der Atem: Da verpassten gleich mehrere Oberliederbacher im Sechzehner einen Querpass.

„Jetzt ist erstmal Regeneration und Ausruhen angesagt“, schnaufte Kühne durch. „Am Samstag wird es sicher spannend und wieder ein enges Spiel“, erwartet der 45-jährige Ex-Profi.

Zum Re-Live beim Wiesbadener Kurier.

SG Germania Wiesbaden: Hermanns; Landu Mateus, Prebreza, Usorac, Bonsu (77 Karatas), Cal (85. Ahmadi), Gür, Heidemann, Talevski (90. Eskhita), Özbeyaz, Rebic.