
Offizielle Wiederaufnahme des Spielbetriebs auch in den Kreisklassen, am 19. Spieltag mussten zwei der Mannschaften, die um den Relegationsplatz des besten Kreisklassendritten kämpfen, eine böse Überraschung hinnehmen: Da musste in der Weststaffel der SVSW Kemnath (4./34) beim TSV Pressath (11./17) deutlich mit 0:4 kleinbei geben, während es im Süden den TSV Kümmersbruck (4./34) im Verfolgerduell beim SV Kauerhof (5./33) noch schlimmer traf, er erlebte beim 2:8 geradezu ein Waterloo. Keine Überraschungen gab es am Wochenende in der Ostgruppe. Das Führungstrio, bestehend aus der DJK Irchenrieth (1./40 - 2:1 in Püchersreuth), dem SV Altenstadt/WN (2./36 - 3:0 gegen Luhe-Markt) und SV Waldau (3./35 - 1:0 gegen Windischeschenbach) ließ nichts anbrennen und gab den Ambitionen mit drei Punkten Nahrung.
Kreisklasse Süd
Anders, als Primus SG Trapo (1./48 - 7:0 gegen Inter Bergsteig II) beim Remis letztes Wochenende, ließ Verfolger DJK Ensdorf (2./47) nicht zu, dass sich die Amberger Germania (7./29) zum Stolperstein entwickelt, deutlich mit 5:0 behielt die Eckl-Elf die Oberhand. In einem weiteren Duell zweier Teams, die auf Platz 3 schielen, besiegte der 1. FC Neukirchen (3./36) die DJK Ammerthal (6./32) mit 2:0 und wäre aktuell der beste Kreisklassendritte. Schauen wir noch in den Tabellenkeller: Bergsteig (13./7) also mit Packung in Traßlberg, auch Schlußlicht TuS Rosenberg II (14./4 - 0:1 gegen Schmidmühlen) und die SG Utzenhofen/Kastl (12./11 - 2:2 gegen Etzelwang) konnten nichts für eine Verbesserung ihrer mißlichen Lage tun - im Gegenteil, die Entfernung zum rettenden Ufer - speziell für den Kreisligaabsteiger - wächst bei nun acht Zählern immer mehr an.
"Hummel-Festspiele" in Ensdorf, wo der DJK-Goalgetter die Germania mit seinen Saisontreffern 20 bis 24 quasi im Alleingang "erlegte". Über die gesamte Distanz dominierte der Rangzweite die Partie gegen einen enttäuschenden Gast - schon zum Pausentee war die Messe gelesen.
"Nach einer ordentlichen Vorbereitung konnten wir im ersten Spiel zuhause gegen Germania Amberg überzeugen. Unser Gegner hatte eine Woche zuvor mit einer kämpferischen Leistung gegen den Spitzenreiter ein Unentschieden verbucht, daher waren wir gewarnt. Doch nach zwei schnellen Toren in den ersten Minuten der Partie konnte man den Ambergern eine gewisse Verunsicherung anmerken. Nachdem wir sehr diszipliniert verteidigten, hatten wir auch das nötige Spielglück auf unserer Seite. Insbesondere eine tolle Ecke, die direkt im Tor landete, spiegelte dies wieder. Mit einem 4:0 gehen wir in die Halbzeitpause. In der zweiten Halbzeit können wir noch das 5:0 nachlegen, trotzdem waren wir in weiten Teilen dieser Hälfte im Verwaltungmodus. Ein so nicht zu erwartender Sieg, der uns sicher Selbstvertrauen gibt für die kommenden Aufgaben. Herausheben aus einer guten Mannschaftsleistung möchte ich unseren Hummel Sebi, der mit 5 Toren maßgeblich am Erfolg gegen die Germania beteiligt war", so der Rückblick eines zufriedenen DJK-Coaches Oliver Eckl.
Anders die Stimmungslage bei Gästetrainer Thomas Roth: "Wir können uns nur bei unseren zahlreichen Fans für den desolaten Auftritt am Sonntag entschuldigen. Während des gesamten Spiels sind wir nicht über die Rolle eines Sparringspartners hinaus gekommen. Keine einzige Torchance erarbeitet, auf der Gegenseite den Gegner immer wieder eingeladen Tore zu erzielen, haben den Sonntag zu einem gebrauchten Spieltag verkommen lassen. Letztendlich waren wir mit dem 5:0 noch gut bedient, weil die Heimelf im zweiten Durchgang einige Gänge raus nahm und nur noch das notwendigste investieren musste, um dieses auch in der Höhe verdiente Ergebnis einzufahren."
Tore: 1:0, 2:0, 3:0, 4:0 und 5:0 Sebastian Hummel (3./5./19./32./77.) - Schiedsrichter: Florian Fruth - Zuschauer: 90
Tore: 0:1 Felix Heinrich (2.), 0:2 Joshua Hammer (11.), 1:2 Dennis Mutzbauer (90.+1) - Schiedsrichter: Andy Jakesch - Zuschauer: 60 - Zeitstrafen für Markus Werner (SG) und Alexander Pröll (SVL/beide 63.)
Tore: 1:0 Justin Smarsly (1.), 1:1 Merlin Ertel (8.), 2:1 Justin Smarsly (37.), 2:2 Peter Brunner (41.) - Schiedsrichter: Stephan Weihrauch - Zuschauer: 75
Tor: 0:1 Christopher Roidl (44.) - Schiedsrichter: Markus Neumeyer - Zuschauer: 20 - Platzverweis: Rot für Thomas Diepold (48./SVS)
Tore: 1:0 Timo Bielesch (56.), 2:0 Tim Mayer (64.) - Schiedsrichter: Marcel Ruhnau - Zuschauer: 63 - Platzverweise: Gelb-Rot für Simon Koberstein (67.) und Stefan Ehbauer (90./beide Ammerthal)
Im Duell zweier Teams des oberen Tabellendrittels stand es nach Bltzstart des Gastgebers und der zwischenzeitlichen Aufholjagd des TSV bis über eine Stunde 2:2, keiner konnte ahnen, dass das 3:2 des SVK beim Gegner alle Dämme brechen lassen würde. Am Ende stand für die Gäste ein mehr als ernüchterndes 2:8 zu Buche, während sich die Heimelf über den bislang höchsten Saisonsieg freuen durfte und damit weiter Ambitionen hegt, am Ende auf Platz 3 zu landen.
"Wir haben losgelegt wie die Feuerwehr! Schon in den ersten Minuten stand es 2:0 und es war eigentlich nur schade, dass wir das dritte Tor in dieser Phase verpasst haben. Wir haben Kümmersbruck danach zu viel Raum gelassen, was sie zum Ausgleich nutzten. Nach dem Seitenwechsel haben wir ihnen mit einem Doppelschlag binnen drei Minuten den Stecker gezogen. Das Spiel war über 60 Minuten ein extrem intensiver Abnutzungskampf, die Mannschaft hatte von der ersten bis zur letzten Minute dieses Feuer und die Gier in sich, die drei Punkte zu holen. Ich bin sehr stolz auf diese geschlossene Mannschaftsleistung! Das Team hat genau das umgesetzt, was in der Kabine gefordert wurde. Wir wollten die Hinspielniederlage unbedingt ausmerzen – der Sieg ist an diesem Tag auch in dieser Höhe völlig verdient. Trotzdem dürfen wir diesen Sieg nicht überbewerten. In den nächsten Wochen kommen harte Brocken auf uns zu – da heißt es, kühlen Kopf zu bewahren. Ganz nach dem Motto weiter, immer weiter, müssen wir jetzt dranbleiben und hart an uns weiterarbeiten", so SVK-Coach Konstantin Beck.
"Wir kassieren zwei frühe Gegentore, kämpfen uns aber zurück auf 2:2 und gehen so in die Halbzeit. Auch die ersten 20 Minuten nach der Pause laufen noch ordentlich. Dann fällt das 3:2 für den Gegner und die Mannschaft bricht komplett auseinander: Keine Ordnung, keine Zweikämpfe, keine Einstellung. So eine Vorstellung kenne ich von dieser Mannschaft nicht. Bis dahin hatten wir die zweitbeste Abwehr der Liga. Mit dem 3:2 in der 65. Minute ist etwas passiert, das ich so nicht erklären kann. Dass die Mannschaft sich danach so aufgibt, obwohl noch 25 Minuten zu spielen sind, ist für mich ein Mysterium. Diese Leistung ist für die gesamte Mannschaft nicht akzeptabel und auf keinen Fall hinnehmbar. Jetzt ist eine sofortige Reaktion gefordert", so die deutlichen Worte von Gästespielercoach Donald Jakob.
Tore: 1:0 Tobias Hüttner (2.), Tim Wiesnet (3.), 2:1 Donald Jakob (12.), 2:2 Mario Micko (20.), 3:2 Lukas Bittner (65.), 4:2 Bernd Holzwarth (67.), 5:2 Christof Suttner (69.), 6:2 und 7:2 Tobias Hüttner (79./Strafstoß und 87.), 8:2 Justin Röhrer (89.) - Schiedsrichter: Reinhold Roth - Zuschauer: 55 - Zeitstrafe für Dominik Greiler (81./TSV)
Tore: 1:0 Thomas Behrend (4.), 2:0 und 3:0 Andreas Eichenseer (39./44.), 4:0 Thomas Behrend (49.), 5:0 und 6:0 Marin Koller (62./72.), 7:0 Benedikt Kopf (90.) - Schiedsrichter: Gerd Söllner - Zuschauer: 25
Kreisklasse Ost
Die ganz Vorderen also ohne Makel, etwas zurückgefallen ist die DJK Weiden (4./31 - 1:1 in Pirk). Blicken wir in die Abgründe des Klassements, da haben die auf den Abstiegsplätzen rangierenden Teams am Wochenende nichts erben können. Sowohl Schlußlicht SpVgg Windischeschenbach (14./12 - 0:1 in Waldau), als auch die SG Püchersreuth/Floß (13./15 - 1:2 gegen Irchenrieth) und schließlich der FC Luhe-Markt (12./18 - 0:3 in Altenstadt/WN) blieben ohne jeglichen Punktgewinn. Einen wichtigen Heimsieg feierte die SpVgg Moosbach (11./22 - 3:1 gegen Neustadt), die sich nun ein Polster von vier Punkten zum ersten Rele-Platz schuf.
Ein enges Spiel, in dem der Ligaprimus am Ende einen Arbeitssieg landete. Die Heimelf investierte viel, bot kämpferisch eine herausragende Leistung, ohne sich zumindest mit einem Punkt belohnen zu können. Durch den Dreier beim "Angstgegner" hielt die DJK den schärfsten Verfolger aus Altenstadt/WN auf Distanz.
"Wir sind gut ins Spiel gestartet und konnten früh mit 1:0 in Führung gehen. Insgesamt war es über die gesamte Spielzeit hinweg eine sehr kampfbetonte Partie, in der beide Mannschaften alles reingeworfen haben. Der Ausgleich fiel dann leider etwas überraschend, quasi aus dem Nichts. In der Folge hatten wir durchaus unsere Möglichkeiten, konnten diese aber nicht konsequent nutzen. Aus meiner Sicht war es am Ende ein mehr als glücklicher Sieg für die Gäste. Besonders bitter ist, dass uns in der Schlussphase ein klarer Handelfmeter verwehrt geblieben ist. Trotzdem bin ich mit der gezeigten Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden. Die Entwicklung geht klar in die richtige Richtung. Wenn wir in den verbleibenden Spielen noch einmal eine kleine Schippe drauflegen, bin ich überzeugt, dass wir am Ende den Klassenerhalt sichern werden", sagte SG-Coach Markus Mois.
"Es war sicher kein gutes Spiel von uns, aber das sind die Spiele, die du ziehen musst, wenn du an der Tabellenspitze bleiben willst. Wir sind früh mit 0:1 in Rückstand geraten gegen einen sehr giftigen Gegner, der um jeden Meter gekämpft hat. Püchersreuth/Floss hat uns das Leben sehr schwer gemacht. Umso wichtiger war es, dass wir ruhig geblieben sind, nicht aufgesteckt haben und immer daran geglaubt haben, das Spiel noch drehen zu können. Genau dieses Mindset zeichnet uns aktuell aus. Die Mannschaft hat Moral gezeigt und sich für ihren Aufwand belohnt. Am Ende nehmen wir drei ganz wichtige Punkte mit und wir gehen mit breiter Brust in das Derby gegen die SpVgg Pirk", so Gästeübungsleiter Michael Bachmeier.
Tore: 1:0 Andreas Burkhard (7.), 1:1 und 1:2 Julian Deubzer (35./52.) - Schiedsrichter: Anna-Lena Mayer - Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Manuel Fleischmann (54.), 1:1 Markus Zahn (69.) - Schiedsrichter: Bernhard Hofmann -Zuschauer: 75
"Abstiegskampf pur" boten beide Mannschaften den Fans in einer über die gesamte Distanz hektischen und hitzigen Partie, in der spielerische Höhepunkte nahezu komplett fehlten. Schon im ersten Spielabschnitt gab es wegen kleinerer und größerer Fouls immer wieder Unterbrechungen, die den Spielfluß hemmten. Kurz vor dem Pausenpfiff gingen die Hausherren durch einen berechtigt verhängten Strafstoß in Front. Nach Wiederbeginn starteten die Gäste einen Sturmlauf in Richtung einheimisches Tor, dabei fehlte jedoch vielfach die Durchschlagskraft gegen eine dichte SpVgg-Deckung, oder die insgesamt enttäuschende DJK wurde vom in vielen Phasen überforderten Schiedsrichter in aussichtsreichen Positionen zurückgepfiffen. Mit zunehmender Spieldauer wurde die Partie immer härter, die Unterbrechungen nahmen kein Ende, die XXL-Nachspielzeit war auch der Tatsache geschuldet, dass sich der Schiedsrichter immer wieder in Diskussionen mit den Spielern verstrickte. Nach einem Konter stellte Moosbach auf 2:0, ehe im Gegenzug der Anschlußtreffer fiel, als Max Lang das Leder im Liegen in die Maschen bugsierte. Danach hatte Neustadt gegen einen extrem auf Zeit spielenden Hausherrn Pech bei einem Lattentreffer, ehe Thalhauser in der 101. Minute nach einem weiteren Konter dafür sorgte, dass die Messe gelesen war.
Tore: 1:0 David Dupal (45.+5/Strafstoß), 2:0 Andreas Steiner (76.), 2:1 Max Lang (77.), 3:1 Erik Thalhauser (90.+11) - Schiedsrichter: Rony Berger - Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Andreas Schimmerer (22./Strafstoß), 1:1 Tobias Kleber (51.), 2:1 Andreas Schimmerer (90.+2/Strafstoß) - Schiedsrichter: Kevin Hirsch - Zuschauer: 100 - Platzverweis: Rot für Luca Enslein (44./Pleystein)
Ein früher Treffer von Tobias Guber entschied diese Partie, welche der SVW aufgrund der Mehrzahl an guten Einschußchancen auch verdient gewann. Die Gäste gaben ihr Bestes, wurden aber letztlich für ihr großes Engagement nicht belohnt.
"Wir sind gut ins Spiel reingekommen und erspielten uns ab der 10. Spielminute einige gute Möglichkeiten. In der 16. Minute wurde ein guter Angriff über David Woldrich, Felix Fritsch und Tobias Guber mit dem Führungstor belohnt. Im weiteren Spielverlauf wurden beste Torchancen zum Führungsausbau nicht genutzt. So mussten wir bis zum Ende zittern, aber dennoch sind die drei Punkte hoch verdient. Wir hatten mehr Spielanteile und die klar besseren Torchancen. Windischeschenbach war aus dem Spiel heraus nur einmal mit einem Konter und über Standards gefährlich", so das Statement von SVW-Chefanweiser Rene Niemann.
"Wieder gut gespielt und nicht gepunktet. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben ein beherztes Auftreten gegen den Aufstiegsaspiranten Waldau gezeigt. Leider sind wir dafür nicht belohnt worden - wie schon so häufig in dieser Saison. Hätte der ansonsten gut leitende Schiedsrichter kurz vor der Halbzeit einen klaren Elfmeter für uns gepfiffen, hätten wir mit Sicherheit mindestens einen Punkt mitgenommen. Leider fehlt uns derzeit ein Knipser - der immer noch gesperrte Flo Prantzke ist nicht zu ersetzen. Insgesamt aber bin ich mit dem Auftritt zufrieden. Wir hatten gute Ballbesitzphasen und sind das ein oder andere Mal auch gefährlich vor dem gegnerischen Tor aufgetaucht. Wir müssen bis zum Schluss so weiter machen, dann können wir die Rote Laterne noch abgeben", resümierte Dominik Baschnagel, der Gästetrainer.
Tor: 1:0 Tobias Guber (16.) - Schiedsrichter: Markus Kühlein - Zuschauer: 140
Tore: 1:0 Ansalem Ogbonnaya (22.), 2:0 Vehbi Zogaj (62.), 3:0 Fabian Zaus (82.) - Schiedsrichter: Markus Lauenroth - Zuschauer: 130 - Zeitstrafe für David Duschner (84./FCL).
Tore: 1:0 Sebastian Kurzka (5.), 2:0 Sascha Sollfrank (11.), 3:0 Maximilian Reger (15.), 3:1 Felix Herrmann (51.), 4:1 Sascha Sollfrank (80.) - Schiedsrichter: Dominik Ruppert - Zuschauer: 80
Kreisklasse West
"Im Westen ganz oben nichts Neues", könnte man die Ergebnisse des davongeeilten Duos FC Dießfurt (1./53 - 4:1 in Ebnath) und SV Neusorg (2./45 - 2:0 im Derby gegen Riglasreuth) überschreiben. Von den beiden Anwärtern auf Platz 3 gewann nur der SV Hahnbach II (3./34 - 6:1 gegen Immenreuth), der SVSW Kemnath (4./34 - 0:4 in Pressath) strauchelte ja, wie oben erwähnt. Schwenken wir noch hinab ans Tabellenende, da bringt das 1:1 im Kellerduell zwischen dem SC Schwarzenbach (14./10) und dem TSV Königstein II (12./12) keinem der beiden Sorgenkinder etwas, sie treten auf der Stelle.
Im Derby am Samstag zeigte der SV Neusorg von Beginn an eine konzentrierte Leistung und übernahm direkt die Kontrolle über das Spielgeschehen. Die Hausherren hatten mehr Ballbesitz und bestimmten das Tempo, konnten sich zunächst jedoch keine klaren Torchancen erarbeiten. Kurz vor der Halbzeit dann die verdiente Führung: Simon Heser erlöste seine Mannschaft mit einem trockenen, flachen Abschluss in die Ecke zum 1:0. Mit dieser Führung ging es auch in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Neusorg weiterhin stabil. Defensiv stand man sicher und ließ kaum etwas zu, während im Spiel nach vorne oft nur der letzte Pass fehlte. In der 59. Minute erhöhte Raphael Herold auf 2:0, als er einen Abpraller des gegnerischen Torhüters mit einer sehenswerten Grätsche über die Linie drückte. Kurz darauf hatte Riglasreuth die große Chance zum Anschluss, doch ein strammer Schuss wurde von Tobias Prechtl mit einer starken Parade gerade noch an die Querlatte gelenkt. In der Schlussphase spielte der SV Neusorg die Partie souverän zu Ende, ließ nichts mehr anbrennen und sicherte sich einen insgesamt verdienten Derbysieg. (Quelle: Spielbericht SV Neusorg).
„Das war heute eine konzentrierte Leistung meiner Jungs. Im Offensivspiel haben uns teilweise die Ideen gefehlt, aber Einsatz und Einstellung haben absolut gepasst. Defensiv standen wir sehr sicher – unter dem Strich ein verdienter Sieg, mit dem wir unseren zweiten Platz bestätigen“, so SVN-Coach Patrick Müller.
"Leider konnten wir das Derby in Neusorg nicht erfolgreich für uns gestalten. Neusorg war die cleverere Mannschaft und hat nicht unverdient das Spiel für sich entschieden. Wir waren zwar gut in den Zweikämpfen, hatten auch Spielanteile, jedoch nur sehr wenige Torchancen. Pech hatten wir als unser Michi Wolf nur die Unterkannte der Latte traf, wer weiß, wie sich das Spiel dann in den letzten 15 Minuten noch entwickelt hätte. Insgesamt kann ich aber meiner Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen, wir haben alles reingehauen, der Gegner war aber an diesen Tag etwas besser als wir. Es war zwar ein umkämpftes Derby, aber immer sehr fair, Kompliment dafür an beide Mannschaften und den sehr guten Schiedsrichter Preisinger", resümierte SVR-Trainer Rainer Wegmann.
Tore: 1:0 Simon Heser (40.), 2:0 Raphael Herold (59.) - Schiedsrichter: Michael Preisinger - Zuschauer: 150
Tore: 1:0 Ersin Tiryaki (11.), 1:1 Jonas Häupler (15.), 2:1 und 3:1 David Smolak (47./62.), 3:2 Daniel Hofmann (66.) - Schiedsrichter: Bastian Pfanzelt - Zuschauer: 67
Tore: 1:0 Lukas Kasten (12.), 2:0 Andreas Mark (29.), 3:0 Patrick Stubenvoll (33.), 3:1 Sascha Dennstädt (53./Strafstoß) - Schiedsrichter: Christoph Spöth - Zuschauer: 50
Tore: 1:0 Simon Dehling (4.), 2:0 Sebastian Rothut (19.), 3:0 Simon Dehling (35.), 4:0 Cilian Graf (43./Strafstoß), 5:0 Simon Rothut (59.), 5:1 Thomas Kneissl (76.), 6:1 Patrick Höllerer (79.) - Schiedsrichter: Marie Gamperl - Zuschauer: 62
Tore: 0:1 Simon Schmid (8.), 1:1 Lukas Eichhorn (13.), 1:2 Tim Arnold (38.), 1:3 Andreas Brüderer (70.), 1:4 Ondrej Struzka (87.) - Schiedsrichter: Andre Wächter - Zuschauer: 100
Zweiter Dreier in Folge, gegen den favorisierten Gast setzte der TSV ein weiteres Ausrufezeichen im Abstiegskampf. Während die Heimelf eine herausrangende Leistung zeigte, enttäuschten die ambitionierten Gäste doch stark. Nun, Pressath mit einem Polster von fünf Punkten zum ersten Rele-Platz, die Schwarz-Weissen punktgleich mit Hahnbach auf der 4. Hier wie dort ist noch alles drin.
"Ich würde sagen, das war für uns fast ein vergnügnungssteuerpflichtiger Nachmittag. Wir waren von Minute eins bis zum Schluss taktisch absolut diszipliniert und hungrig. Umgesetzt wurde nahezu alles, was wir uns vorgenommen haben, gerade auch mit Ball waren wir mutig und spielfreudig. War schön, war unfassbar wichtig, weil wir diese drei Punkte nicht unbedingt in der Kalkulation hatten. Bis Mittwoch dürfen wir uns darüber freuen, dann arbeiten wir weiter", so ein sehr zufriedener TSV-Coach Daniel Käß.
"Eine auch in der Höhe verdiente Niederlage gegen starke Pressather. Wir haben zu keinem Zeitpunkt unser Spiel auf den Platz bringen können und uns durch individuelle Fehler zusätzlich geschwächt. Jetzt heißt es Mund abputzen, die Fehler unter der Woche klar aufarbeiten und am Sonntag mit der richtigen Portion Wut im Bauch auf Wiedergutmachung gehen", resümierte Gästetrainer Tobias Gradl.
Tore: 1:0 Matthias Braun (35.), 2:0 Korbinian Fischer (44.), 3:0 Benedikt Franz (70.), 4:0 Matthias Braun (83.) - Schiedsrichter: Alexander Seidl - Zuschauer: 80 - Platzverweis: Gelb-Rot für Serhat Kaya (90.+2/Kemnath)
Tore: 1:0 Alexander Sparrer (6.), 1:1 Michael Pirner (45.) - Schiedsrichter: Enes Özbay - Zuschauer: 50 - Zeitstrafe für Marco Schupfner (23./Königstein)