
Der Trainer und sportliche Leiter Paul Lehmann äußert sich im FuPa-Teamcheck zum bisherigen Saisonverlauf des Reichenwalde Rangers FC in der Kreisklasse Mitte Ostbrandenburg. Nach einer lehrreichen Hinrunde spricht er über Teamfindung, intensive Winterarbeit, viele Neuzugänge und den Anspruch, weiter oben anzugreifen.
Eine klassische Winterpause gibt es nicht. „Wir trainieren den ganzen Winter durch“, erklärt Lehmann. Im Januar steht „einmal pro Woche Kraft und Fitness im Vereinsheim“ sowie „einmal pro Woche Hallentraining“ auf dem Programm. Dazu kommen „insgesamt fünf Hallenturniere“, bei denen „jeder Spieler mal ran dürfen“ soll. Ab Februar geht es wieder nach draußen. Dann testet das Team gegen Miersdorf Zeuthen II aus der Kreisoberliga, den VfB Steinhöfel aus der Kreisoberliga, Preußen Beeskow aus der Kreisliga sowie den SV Eiche Groß Rietz aus der Kreisliga. Trainiert wird „hauptsächlich im fußballspezifischen Fitnessbereich“, außerdem soll die Integration der Neuzugänge schnell erfolgen, „um den Grundstein für eine erfolgreiche Rückrunde zu legen“.
Der Trainer zieht ein reflektiertes Fazit. „Wir haben uns im Laufe der Hinrunde gefunden und uns eine gute Ausgangslage für die Rückrunde erarbeitet“, sagt Lehmann. Besonders schmerzhaft seien „die Niederlagen gegen Lichtenow/Kagel und den Storkower SC II“, im Nachgang habe man „einiges an Lehrgeld gezahlt“. Für das neu gegründete Team sei das dennoch „eine gute und wichtige Erfahrung“. Entscheidend sei die Entwicklung: „Aus Niederlagen gestärkt und geschlossen rauskommen.“ Mittlerweile gelte klar: „Wir sind inzwischen eine richtige Einheit geworden, wir verlieren zusammen und gewinnen zusammen.“
Positiv überrascht hat den Trainer die Teamdynamik. „Die neu zusammengewürfelte Mannschaft hat sich sehr schnell gefunden“, betont Lehmann. Es seien „Freundschaften entstanden“ und das Team habe „eine tolle Teamdynamik“ entwickelt, die sich auch auf dem Platz bemerkbar mache.
Probleme blieben dennoch nicht aus. „Vor allem in der Anfangsphase haben wir uns spielerisch sehr schwer getan“, erklärt Lehmann. Hinzu kamen immer wieder Verletzungen, „die uns zurückgeworfen haben“. Diese Phase habe Zeit gebraucht, um sie zu überwinden.
Für die Rückrunde ist die Marschroute klar. „Wir werden alles daran setzen, konstante Leistungen abzuliefern und wollen oben dran bleiben“, sagt der Trainer. Besonders wichtig seien „die direkten Duelle gegen Schöneiche und Neuenhagen“. Sein Fazit ist kämpferisch: „Fakt ist: Die Hoffnung stirbt zuletzt und wir wollen oben dran bleiben.“
Personell hat sich im Winter einiges getan. „Ja, wir können sechs Neuzugänge verbuchen, die wir auch alle sofort spielberechtigt bekommen“, so Lehmann. Neu zum Team stoßen Colin Halka vom SV Grün-Weiß Lindenberg, Marco Stiller aus Deutsch Wusterhausen, Dominic Schoppe von der BSG Pneumant Fürstenwalde, Leon Schöttke und Niklas Lehmann von der SG Hangelsberg sowie Noah Lehmann aus Markendorf.
In der Meisterfrage sieht Lehmann klare Konkurrenten. „Die besten Chancen haben sicherlich Schöneiche und Neuenhagen.“ Gleichzeitig macht er deutlich: „Da ich Sportler bin und an meine Mannschaft glaube, hoffe ich natürlich, dass wir auch noch Meister werden können.“ Absteiger gibt es in der Kreisklasse nicht, „dementsprechend enthalte ich mich diesbezüglich“. Abseits des Spielbetriebs plant der Verein den nächsten Schritt: „Wir wollen im kommenden Jahr eine Bambini-Mannschaft integrieren und unseren Jugendbereich Stück für Stück aufbauen.“