
Wir haben uns wieder getraut. Ab sofort erscheinen in regelmäßigen Abständen Saisonvorschauen im FuPa Baden Gebiet, in denen wir unsere (subjektive) Meinung zur kommenden Runde samt Platzierungstipps der einzelnen Teams abgeben.
Rückblick 2025/26: Den Meister hatten wir. In der Kreisklasse A haben wir dem TSV Ittlingen am meisten zugetraut und damit das richtige Näschen bewiesen. Übrigens wie auch in der Kreisliga mit dem FC Zuzenhausen II und in der Kreisklasse B mit dem TSV Reichartshausen.
Bei einigen Teams lagen wir aber auch ganz schön daneben. Das größte Negativ-Beispiel, was unsere Tippfähigkeit betrifft: Der SV Babstadt wurde Dritter, wir haben ihn auf Rang 15 getippt – Sorry.
Also bitte nicht alles auf die Goldwaage legen, schließlich heißt das auch, dass wir einige Klubs auf Abstiegsplätze tippen. Seht es einfach als zusätzliche Motivation und gebt euer Bestes, unsere Einschätzungen ins Gegenteil zu verkehren.
Heute steht die Sinsheimer Kreisklasse A im Fokus.
TSV Reichartshausen:
Es wird den Durchmarsch geben. Getragen von einer grandiosen Saison in der Kreisklasse B startet der TSV Reichartshausen euphorisiert und hochmotiviert in der A-Klasse. Das wird die Bechtel-Elf beflügeln und bis an die Tabellenspitze tragen.
SV Adelshofen:
Die Adelshofener haben vergangene Runde immer mal wieder ihr großes Potenzial aufblitzen lassen. Im zweiten Jahr unter Spielertrainer Cardoso trauen wir der Truppe einen weiteren Schritt nach vorne zu und würden uns nicht wundern, wenn der SVA am Runde als Vizemeister die Aufstiegsrelegation bestreiten wird.
SG 2000 Eschelbach:
Teams aus der unteren Tabellenhälfte 2025/26 nach oben zu tippen, ist alles andere als gewagt. Die SG 2000 Eschelbach hatte zum Saisonende lediglich sieben Punkte Rückstand auf den Dritten und das, obwohl der Sinsheimer Stadtteilverein großes Verletzungspech zu beklagen hatte. Vorausgesetzt dies ist diese Runde kein so großes Problem, hat sich die SG obendrein personell verstärkt. Für den Gipfelsturm ist es vielleicht noch etwas früh, aber eine Position in der Spitzengruppe halten wir für sicher.
FVS Sulzfeld:
Mario Bilger führt den FVS Sulzfeld mit großer Erfahrung und hat zuletzt immer häufiger selbst wieder die Fußballschuhe geschnürt. Seine individuelle Klasse entscheidet in der A-Klasse reihenweise Spiele – das ist Fakt. Daher sind die Sulzfelder ohne Frage ein Kandidat für die Spitzengruppe. Unser Tipp lautet Platz vier.
TSV Angelbachtal:
Das Potenzial ist da bei der Littig-Elf, nur ist das Personal mit überdurchschnittlich vielen Studenten bestückt. In der Realität bedeutet dies einige Wochenend-Heimkehrer, die eben nicht sehr häufig trainieren können. Einen schönen Ball spielt der TSV trotzdem und das wird auch genügen, um ins erste Tabellendrittel zu rutschen.
FC Rohrbach a.G.:
Die drei Kreisliga-Absteiger sind äußerst schwer einzuschätzen. Bei Rohrbach a.G. hängt vieles davon ab, wie die Truppe den bitteren K.O. in der Relegation gegen Steinsfurt verdaut hat. Die schlechtere Mannschaft waren die Rohrbacher dabei nämlich nicht. Es steht ein Neuanfang in der Kreisklasse A nach acht Jahren Kreisliga an.
SV Babstadt:
Dieses Mal trauen wir dem SV Babstadt viel mehr zu als letztes Jahr. Diesen Fehler machen wir also nicht noch einmal. Ganz oben erwarten wir die Bartsch-Elf aber nicht. Dafür scheinen einige der Konkurrenten kadertechnisch zu gut aufgestellt zu sein. Eine Rolle nach dem Motto „Best of the rest“, könnte es aber durchaus geben für Babstadt.
SG Eschelbronn/Neidenstein:
Eine spannende Partnerschaft gehen Eschelbronn und Neidenstein an. Das Ganze mit einem frischen Spieletrainerduo Baumgartner/Vogt, das gleichzeitig einen großen spielerischen Aufschwung verspricht. Viele starke Ergebnisse inklusive.
SC Siegelsbach:
Einen neuen Trainer gibt es auch in Siegelsbach. Luca di Paolo darf einen Aufsteiger übernehmen, der über einen in der Breite sehr gut zusammengestellten Kader verfügt. Es wird eine solide erste Saison in der Kreisklasse A werden. Langfristig ist der SC mit seiner beeindruckenden Sportanlage ein Kandidat für mehr.
TSV Neckarbischofsheim:
Einfach ist anders. Neckarbischofsheim ist klar abgestiegen, hat sich trotz des enormen personellen Aderlasses im vergangenen Sommer aber teuer verkauft. Deshalb wird der TSV den Abwärtstrend stoppen und sich vorerst im Mittelfeld platzieren.
TSV Obergimpern:
Jetzt ist in Obergimpern endgültig die Ära Lakos/Müller/Lakos zu Ende. Die drei Ausnahmekicker haben den Verein über zwei Jahrzehnte lang getragen, nun ging es nach 21 Jahren mal wieder zurück in die Kreisklasse A. Dort gibt es einen Neuanfang auf mehreren Ebenen, daher ist der TSV diese Runde die wohl größte „Black Box“ der Kreisklasse A.
SG Untergimpern:
Bei Untergimpern ist alles drin. Eine super Runde mit Platz drei wäre ebenso wenig überraschend wie Abstiegskampf. Wir bleiben insoweit optimistisch, dass wir den Blutberg-Kickern einen relativ ungefährdeten Klassenerhalt zutrauen.
TSV Waldangelloch:
Ein Verlust wiegt ganz schwer. Kapitän Frank Ebert hat den TSV nach zehn Jahren Richtung Kreisliga verlassen. Das kann die Mannschaft nur im Verbund auffangen und daher wird es unter Neu-Trainer Marco Peixoto in erster Linie darum gehen, mindestens zwei Mannschaften hinter sich zu halten. Da dieses Jahr nur ein Sinsheimer Landesligist startet, bedeutet das gleichzeitig, dass in Kreisliga und Kreisklasse A jeweils der Vorletzte die Abstiegsrelegation bestreitet.
SG Stebbach/Gemmingen:
Auch sehr schwierig einzuschätzen ist die SG Stebbach/Gemmingen. Im ersten Jahr der neuen Spielgemeinschaft wird es darum gehen, sich zu finden und möglichst schnell in die Punkte zu kommen. Das wird sicher eine spannende Aufgabe für die SG.
SV Sinsheim:
Auf Transferseite hat sich wenig getan bei den Kreisstädtern. Die Mannschaft des SV ist in die Jahre gekommen und gehörte letztes Jahr zum riesengroßen Mittelfeld mit zehn anderen Teams. Daher kann es in der neuen Runde mit einer schwachen Phase rasch Richtung Tabellenkeller gehen. Sinsheim muss wie so viele andere aufpassen, dass sie nicht unten reinrutschen.
TSV Zaisenhausen:
Letztes Jahr war bereits ein großer Kampf für den TSV. Das wird in der neuen Runde unter dem neuen Spielertrainer Dirk Maier nicht anders sein. Das Ziel kann nur Klassenerhalt lauten für den Klub vom südlichen Zipfel des Fußballkreises.