2026-05-15T09:36:57.455Z

Allgemeines

Regionalligist ohne Chance im Westfalenpokal-Finale

Drittligist SC Verl nutzt "zweite" Chance für DFB-Pokal-Einzug

von red · Heute, 18:26 Uhr · 0 Leser
Berkan Taz traf doppelt im Finale.
Berkan Taz traf doppelt im Finale. – Foto: Eibner-Presse/Jan Rollinger

Lange Zeit spielte der SC Verl überraschend um den Aufstieg in die 2. Bundesliga mit. Im Saisonendspurt der 3. Liga konnten die Ostwestfalen nicht mehr mithalten und verpassten den Relegationsplatz um sechs Punkte gegenüber Konkurrent RW Essen, gegen den die Verler am vorletzten Spieltag knapp mit 0:1 unterlagen.

Am Ende fehlten auch vier Punkte für Platz 4, um zumindest den DFB-Pokal-Platz 2026/27 sicher zu haben. Diesen sicherte sich der SC Verl doch noch am heutigen sog. "Finaltag der Amateure". Gegen Regionalligist Sportfreunde Lotte, der eine sehr durchwachsene Spielzeit im Mittelfeld erlebt hat, gewann der Favorit souverän mit 3:0. Lotte geht leer aus!

Für die Tecklenburger ist der Traum von der dritten DFB-Pokal-Teilnahme in Folge endgültig geplatzt. In den Vorjahren unterlagen die Sportfreunde dem SC Freiburg (0:2) und dem Karlsruher SC (0:5) jeweils in der 1. Runde. Verl wird zum ersten Mal seit 2019 wieder am "Konzert der Großen" teilnehmen. Damals gelang der große Coup gegen Augsburg und Kiel. Erst gegen Bundesligist Union Berlin war im Achtelfinale Schluss.

Die Partie begann mit einem frühen Schock für Lotte, als Yari Otto bereits in der dritten Minute nach einem Missgeschick des Torwarts Böggemann zur Stelle war und die Führung für Verl erzielte. Trotz des Rückstands versuchte Lotte, ins Spiel zu finden, doch Verl dominierte die ersten Minuten und kam durch Otto und Mesanovic zu weiteren Chancen. Die Stimmung auf den Rängen war großartig, und die Fans feuerten ihre Teams unermüdlich an. In der 44. Minute erhöhte Berkan Taz nach einem präzisen Zuspiel von Fabian Wessig auf 2:0 und bescherte Verl eine komfortable Halbzeitführung. Lotte kämpfte zwar leidenschaftlich, doch offensiv blieben sie harmlos. Nach dem Seitenwechsel setzte Verl den Druck fort und stellte in der 50. Minute durch Taz, der nach einem Ballverlust von Lotte eiskalt zuschlug, auf 3:0. Lotte fand kaum noch ins Spiel, während Verl das Geschehen kontrollierte und die Zeit geschickt herunterspielte. In der 71. Minute vergab Alem Japaur einen Foulelfmeter für Verl, was jedoch keinen Einfluss auf den Spielverlauf hatte. Am Ende war es ein klarer und verdienter Sieg für den SC Verl vor über 2.000 Zuschauern im heimischen Stadion.

Westfalenpokal-Finale 2025/26
Sportfreunde Lotte – SC Verl 0:3 (0:2)

Sportfreunde Lotte: Luca Böggemann, Denis Milic (78. Jonathan Riemer), Luca Kerkemeyer, Fabian Rüth, Jonas Kehl, Louis Hiepen, Ben Klefisch, Luca Horn, Kaan Kurt (51. Kamer Krasniqi), Max Ritter, Leon Demaj (60. Andreas Wiegel) - Trainer: Fabian Lübbers
SC Verl: Philipp Schulze, Michel Stöcker (82. Raphael Araoye), Niko Kijewski, Oualid Mhamdi (77. Fynn Otto), Martin Ens, Berkan Taz (72. Tobias Knost), Almin Mesanovic, Fabian Wessig, Dennis Waidner, Yari Otto (31. Julian Stark), Marco Wörner (59. Alem Japaur) - Trainer: Tobias Strobl
Schiedsrichter: Cengiz Kabalakli - Zuschauer: 2385
Tore: 0:1 Yari Otto (3.), 0:2 Berkan Taz (44.), 0:3 Berkan Taz (50.)
Besondere Vorkommnisse: Alem Japaur (SC Verl) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Luca Böggemann (71.).