Wann es für Elversberg weitergeht, steht derzeit noch in den Sternen.
Wann es für Elversberg weitergeht, steht derzeit noch in den Sternen. – Foto: Patrick Seeger

Banges Warten und vage Hoffnung

SV Elversberg: Kein Training, aber Hoffnung auf Liga-Fortsetzung

Die SV Elversberg ist in besonderer Weise von der Corona-Pandemie betroffen. Die SVE ist der einzige Verein in einer überregionalen deutschen Liga, der im Ausland trainiert. Das Trainingsgelände liegt im französischen Grosbliederstroff und somit in einem absoluten Coronavirus-Krisengebiet. Derzeit findet aber sowieso überhaupt kein Training statt.

Regionalligist SV Elversberg musste schon in der vorigen Woche, vor der Verschärfung der Corona-Lage, handeln. Die Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Kickers Offenbach und das Training fanden nicht wie gewohnt im französischen Grosbliederstroff statt, weil der Ort im französischen Viren-Krisengebiet liegt. Nun ruhen seit der abgelaufenen Woche sowohl der Spiel- als auch der Trainingsbetrieb. „Viele Spieler sind zu ihren Familien gefahren, wir haben ja im Kader der Ersten nur ganz wenige Saarländer. Ich selbst bin zurzeit auch in Kaarst bei meiner Familie. Alle Spieler haben individuelle Trainingspläne, schon aufgrund der Entfernungen ist gemeinsames Trainieren in Kleingruppen oder Joggen nicht möglich. Wir werden uns da auch an die Anweisungen der Behörden halten, denn auf alle Fälle geht die Gesundheit der Spieler vor“, sagte Horst Steffen, der Trainer des aktuellen Tabellenzweiten der Regionalliga Südwest.

Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf Tabellenführer 1. FC Saarbrücken, der Abstand hat sich durch die 0:2 (0:0)-Heimniederlage gegen Kickers Offenbach vom vorletzten Montag nicht verändert, obwohl Saarbrücken zwei Tage zuvor beim FC-Astoria Walldorf mit 0:1 (0:1) unterlegen war. „Wir würden die Runde natürlich gerne zu Ende spielen, wissen aber auch, dass man da jetzt abwarten muss, wie es sich entwickelt. Wir hätten noch das Spiel beim FCS, müssen aber mindestens noch ein weiteres Spiel mehr gewinnen, und Steinbach hat ja noch ein Nachholspiel zu absolvieren. Falls die Saison nicht regulär zu Ende gespielt wird, muss es eine Entscheidung der Verbände geben, die niemals allen gerecht werden kann, es wird immer Benachteiligte geben. Wir hätten gerne die Entscheidung auf dem Rasen, denn bis auf das Offenbach-Spiel hatten wir zuletzt eine gute Serie“, führt Steffen aus. „Die Spieler beschäftigen sich so gut es geht selbst, was nach der Schließung der Sportstudios nicht so einfach ist, man kann verstehen, dass sie heiß darauf sind, wieder spielen zu dürfen. Wir müssen das nun von Woche zu Woche sehen. So eine Situation gab es noch nie und wird es hoffentlich auch so schnell nicht mehr geben“, ergänzte der gebürtige Krefelder.

Die in Frankreich lebenden Spieler sind in der Zwischenzeit alle in Deutschland untergekommen und werden dort auch bis auf weiteres bleiben. „Wir hätten vor dem ersten Ligaspiel gerne einen Vorlauf, zumal es dann viele englische Wochen geben wird“, blickt Steffen voraus. Sollte es nach dem ominösen Datum 20.04. mit dem Spielbetrieb weitergehen, wäre Elversberg am Montag, 27. April um 19 Uhr beim FC-Astoria Walldorf erstmals wieder im Einsatz.

330 Aufrufe22.3.2020, 17:01 Uhr
Horst FriedAutor

Verlinkte Inhalte