2026-05-15T09:36:57.455Z

Allgemeines

Regionalliga-Reform: WDFV betont Gesprächsbereitschaft

Im Zuge der vierten Tagung der Arbeitsgruppe Regionalliga-Reform wurde ein konkretes Lösungsmodell vorgestellt. Mit dem sogenannten Kompass-Modell gäbe es einen festen Sieger in zukünftig vier Ligen. Berichten, wonach sich der Westdeutsche Fußball-Verband (WDFV) grundsätzlich gegen ein solches Modell oder andere Reformvorschläge stellt, widerspricht der Verband.

von Markus Becker · 28.02.2026, 12:43 Uhr · 0 Leser
Der WDFV gibt sich offen gegenüber Reformmodellen der Regionalliga.
Der WDFV gibt sich offen gegenüber Reformmodellen der Regionalliga. – Foto: Marcel Eichholz

Zunächst zur Klarstellung: Auch FuPa Niederrhein hatte berichtet, der WDFV habe sich als Schirmherr der Regionalliga West gegen Reformvorschläge positioniert und sich dabei auf Informationen anderer Medien bezogen. Zum damaligen Zeitpunkt ging unsere Redaktion davon aus, dass sich der Verband nicht zur Sachlage äußern wollte, da eine Antwort auf unsere Anfrage zu diesem Thema offenbar ausblieb. Diese Annahme erwies sich als falsch – die Stellungnahme des WDFV vom 20. Februar, 10.19 Uhr, war unglücklicherweise im Spam-Ordner des redaktionellen Postfachs gelandet.

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"Jederzeit offen für Diskussionen": WDFV widerspricht Blockade-Vorwürfen

Darin wird betont, dass der Verband keineswegs eine grundsätzliche Ablehnung des Kompass-Modells vertrete: "Eine Blockadehaltung der Regionalverbände hat es nicht gegeben", heißt es in dem Schreiben. "Im Rahmen der Sitzung wurden wie vereinbart die Herausforderungen herausgearbeitet und besprochen, die das sogenannte Kompass-Modell mit sich bringen würde."

Schon zuvor verdeutlichte Dr. Michael Vesper, Vorsitzender der Arbeitsgruppe, dass die Diskussionen um die Reform weiter konstruktiv vonstatten gehen und sich kein regionaler Vertreter möglichen Fortschritten widersetze. Ein Eindruck, den der WDFV bestätigt: "Weder der Verband noch einzelne Personen blockieren eine Lösung. Der Westdeutsche Fußballverband war und ist jederzeit offen für Diskussionen und konstruktive Lösungsansätze."

So unterliegen die Bestrebungen weiterhin einem gemeinsamen Ziel: "Alle Beteiligten sind sich der bestehenden Aufgabe bewusst und unterstützen grundsätzlich das Ziel, dass Meister aufsteigen sollten."

Eine Einschränkung ergänzt der WDFV dennoch: "Die seit Jahren andauernden Diskussionen sowie die unterschiedlichen vorliegenden Modelle zeigen jedoch, dass es hierfür keine einfache Lösung gibt."

Am 25. März tagen die Verantwortlichen zum fünften, und vielleicht letzten Mal. Womöglich herrscht bis dahin auch Klarheit für die zukünftige Struktur der Regionalligen.

Wie sich die "AG Regionalliga-Reform" zusammensetzt

Die Konferenz der Regional- und Landesverbandspräsidenten hat sich im September 2025 auf folgende Zusammensetzung für die AG Regionalliga-Reform verständigt:

  • Jeweils 1 Vereinsvertreter aus jeder Regionalliga-Staffel (insgesamt 5)
  • Jeweils 1 Verbandsvertreter aus jeder Regionalliga-Staffel (insgesamt 5)
  • 1 Vertreter des DFB
  • 1 Vertreter der DFL
  • 1 neutrale Person als Vorsitz