Regionalliga Bayern: Gewinner & Verlierer der Vorrunde
Die erste Saisonhälfte ist vorbei: FuPa zieht Bilanz
Halbzeit in der Regionalliga Bayern! Die Vorrunde ist für die meisten Teams beendet. Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer? Wir haben eine Bilanz der ersten Saisonhälfte gezogen:
Gewinner
1. FC Nürnberg II (Platz 1, 37 Punkte)
Überraschend hat die U23 des Clubs die Herbstmeisterschaft geholt - >>>hier geht`s zur ausführlichen Story über den 1. FC Nürnberg II!
SpVgg Unterhaching (Platz 2, 36 Punkte)
In den vergangenen Wochen schwächelten die Vorstädter ein wenig und verloren damit die Tabellenführung. Auf der großen Bühne in der Wacker-Arena am vergangenen Freitag vor knapp 5.000 Zuschauern kehrten die Hachinger aber mit einer starken Vorstellung bei einem direkten Konkurrenten wieder in die Erfolgsspur zurück. Den Mega-Umbruch nach dem Abstieg haben die Rot-Blauen sehr gut hinbekommen. Die Elf von Sven Bender spielt um den Titel mit!
Die Würzburger Kickers um Jermain Nischalke haben einen Lauf und sind ein ganz heißer Titelkandidat. – Foto: Frank Scheuring
Würzburger Kickers (Platz 3, 35 Punkte)
Der Titelkandidat Nummer eins? Die Kickers haben sich in den vergangenen Wochen enorm stabilisiert. Die Stimmung am Dallenberg ist nach zehn Punkten aus den vergangenen vier Partien und dem lockeren Halbfinaleinzug im Totopokal hervorragend. Seit zehn Partien sind die Würzburger unbesiegt. Dabei war kurzzeitig schon ordentlich Druck auf dem Kessel, nachdem die Rothosen wie schon gegen den FC Augsburg II auch gegen Schwaben Augsburg eine 3:0-Führung zuhause noch aus der Hand gegeben haben. Coach Marc Reitmaier und sein Team haben offenbar die richtigen Schlüsse daraus gezogen. Der FWK leistet sich kaum mehr Tiefschlafphasen und liefert konstant ab.
TSV Aubstadt (Platz 5, 29 Punkte)
Eine schwierige Vorsaison hat der TSV Aubstadt hinter sich. Erst am letzten Spieltag in Bamberg gelang die Rettung. Mit Claudiu Bozesan hat im Sommer ein in der Region renommierter, aber in der Regionalliga unerfahrener Trainer das Zepter übernommen. Und die Verantwortlichen dürfen sich für diesen Schachzug auf die Schultern klopfen. Es sieht nach der erhofften ruhigen Spielzeit aus. Mit dem Abstiegskampf werden die Aubstädter nichts zu tun haben.
Starke Vorrunde: Claudiu Bozesan (Mitte) kann mit seinem ersten Halbjahr als Cheftrainer in Aubstadt sehr zufrieden sein. – Foto: Charly Becherer
VfB Eichstätt (Platz 7, 26 Punkte)
Auch in Eichstätt hat es für Außenstehende recht überraschend im Sommer einen Trainerwechsel gegeben, obwohl Dominic Rühl die Oberbyern zur Meisterschaft in der Bayernliga Nord und damit zurück in die Regionalliga führte. Aber auch Dominik Betz, der seit Saisonbeginn in der Verantwortung steht, versteht offensichtlich sein Handwerk. Platz sieben und 26 Punkte sind für einen Aufsteiger alle Ehren wert. Der VfB ist auf dem besten Weg Richtung angepeiltem Klassenerhalt.
FC Memmingen (Platz 8, 25 Punkte)
Was für den VfB Eichstätt gilt, das gilt auch für den FC Memmingen: Voll im Soll! Obwohl die Memminger finanziell alles andere als auf Rosen gebettet sind und den Gürtel weiterhin recht eng schnallen müssen. Der geringe finanzielle Spielraum ist aber gleichzeitig auch die Chance für den eigenen Nachwuchs. Talente wie David Günes, Maximilian Dolinski, Timo Schmidt, Michael Bergmann oder auch der erst 18-jährige Luan Fusaro entwickeln sich prächtig.
Verlierer
FC Bayern München II (Platz 11, 21 Punkte)
Klar, die Bayern-Amateure treten erneut mit einer blutjungen Mannschaft an. Und auch wenn die Roten gegenüber der Konkurrenz noch teils zwei Partien in der Hinterhand haben, die Momentaufnahme Platz 11 ist enttäuschend. Niederlagen gegen Eichstätt, Vilzing oder Hankofen. Das passt nicht zum Selbstverständnis des FC Bayern II.
Eine schwierige Saison müssen Nico Andermatt (Mitte) und die SpVgg Bayreuth durchstehen. – Foto: Michael Ott
SpVgg Bayreuth (Platz 13, 18 Punkte)
Das Abschneiden der SpVgg Bayreuth muss man natürlich schon auch ein wenig relativieren. Die "Oldschdod" wird von enormen Verletzungssorgen geplagt. Das macht die Sache selbstredend nicht einfacher, wenn mehrere Schlüsselspieler ausfallen. Trotzdem: Rang 13 und nur fünf Punkte Vorsprung zur Abstiegszone, das kann nicht der Anspruch der SpVgg Bayreuth sein.
SpVgg Greuther Fürth II (Platz 15, 13 Punkte)
Erst zwei Siege gelangen dem kleinen Kleeblatt unter der Regie von Coach Roberto Hilbert, der im Sommer die Geschicke von Leo Haas übernommen hatte. Der Tabellendritte der Vorsaison bringt sich aktuell oft selbst um den Lohn, und Hilbert damit fast zur Verzweiflung. Beispielhaft dafür der Auftritt vom vergangenen Samstag, als die Fürther zuhause eine 2:0-Führung gegen Vilzing noch aus der Hand gaben.
Viktoria Aschaffenburg (Platz 16, 13 Punkte)
Mit den beiden Darmstadt 98-Legenden Aytac Sulu (Trainer) und Sandro Sirigu (Sportlicher Leiter) sollte eine neue Ära am Schönbusch eingeläutet werden. Doch der sportliche Erfolg wollte sich noch nicht so recht einstellen. Nach einer 0:4-Niederlage im Pokal bei den Kickers und einer 1:5-Pleite in der Liga bei den Bayern-Amateuren fackelte der frischgebackene Sportvorstand Felix Magath nicht lange und setzte das Duo vor die Tür.
Schon wieder Geschichte am Schönbusch: Nach nicht einmal einem halben Jahr wurde Aytac Sulu in Aschaffenburg entlassen. – Foto: Julien Christ/Scheuring
SpVgg Hankofen-Hailing (Platz 17, 10 Punkte)
Beim niederbayerischen Underdog war allen klar, dass es einzig und allein wieder ums sportliche Überleben geht. Primäres Ziel ist es, zunächst einmal zwei Teams hinter sich zu lassen, um zumindest wieder in die Relegation zu kommen. Aber auch das dürfte mit der Ausbeute schwer werden.
TSV Schwaben Augsburg (Platz 18, 9 Punkte)
Es war zu Beginn wie verhext: Erst am 14. Spieltag konnten die Schwabenritter den allerersten Saisonsieg einfahren - es sollte bisher auch der einzige bleiben. Der TSV muss ähnlich wie Hankofen in der zweiten Saisonhälfte deutlich zulegen, wenn der Abstieg in die Bayernliga verhindert werden soll.