
Tabellenplatz zwei, erst drei Niederlagen, die beste Abwehr und der drittstärkste Angriff der Liga. Der TB/ASV Regenstauf gehört bislang zu den positiven Erscheinungen in der Bezirksliga Süd. Auch im zweiten Jahr nach dem Wiederabstieg aus der Landesliga mischen die „Blitzer“ wieder in der Spitzengruppe mit. Einen großen Verdienst daran hat Thorsten Seufert, der zu Saisonbeginn das Traineramt an der Jahnstraße übernahm. Mittelfristig schielt der Verein wieder eine Ligastufe nach oben. Kurzfristig verbreitern und verstärken mehrere Winter-Neuzugänge den Kader. Auch hinsichtlich der neuen Saison wurden die personellen Weichen gestellt.
Kontinuität ist das Schlagwort auf der Trainerposition. So hat der TB/ASV im Winter sowohl mit Chefcoach Thorsten Seufert (42) auch mit dem spielenden Co-Trainer Sven Hofmann (36) verlängert. Beide bilden nächste Saison weiterhin das Trainerduo. „Für uns gab es keinen Grund, die Planungen anderweitig voranzutreiben. Die Zusammenarbeit funktioniert gut, das spiegeln auch die Ergebnisse wider“, unterstreicht Matthias Eglseder. Regenstaufs langjähriger Trainer und jetziger sportlicher Leiter ergänzt: „Uns war wichtig, die Mannschaft zu stabilisieren und eine Einheit zu formen, die zusammenwächst. Das haben Thorsten und Sven geschafft. Von daher war es naheliegend, mit den beiden über die Saison hinaus zu verlängern.“
Überdies konnte der Bezirksliga-Zweite mehrere Winter-Neuzugänge an Land ziehen. Vier Mal schlug man auf dem Transfermarkt zu. Zwei der „Neuen“ sind altbekannt. David Moliaf (27) lief bereits eineinhalb Jahre für Regenstauf auf, spielte letzte Saison für den SV Schwandorf-Ettmannsdorf in der Landesliga und ist nun zurück. „Der Kontakt zu David ist nie abgebrochen. Wir wollten ihn schon im Sommer, das hat aus verschiedenen Gründen nicht funktioniert. Umso schöner, dass es jetzt geklappt hat.“ Ein weiterer Rückkehrer ist Routinier Glen DeWolf (35), der sein Gastspiel beim ATSV Pirkensee-Ponholz beendet hat. Zuvor trug er über zehn Jahre das Regenstaufer Trikot. „Uns geht es immer auch um Identifikation. Glen ist Regenstaufer, wird noch das ein oder andere Jahr spielen und seine Karriere dann bei uns beenden. Anschließend wird einen Posten in der Fußballabteilung übernehmen, das haben wir so besprochen“, informiert Eglseder.
Ein noch unbeschriebenes Blatt in der Region ist Adam Benamar. Der 20-jährige Defensivspieler stammt aus München, spielte dort in der U17- und U19-Landesliga und studiert seit Herbst in Regensburg. „Er hat im alten Jahr schon mittrainiert und einen sehr guten Eindruck hinterlassen“, berichtet Eglseder, der Benamar als „defensiv flexibel einsetzbar, gut ausgebildet und sehr talentiert“ beschreibt. „Somit passt er genau in unser Anforderungsprofil.“ Handlungsbedarf bestand auf der Torwartposition, da Jonas Rick noch an einer Schulterverletzung laboriert. Ab sofort ergänzt Robert Antal das Torhütergespann. Der 28-Jährige kommt von der SG Romania/Regendorf und hinterließ in ersten Trainingseinheiten bei Regenstauf ebenfalls einen guten Eindruck.
Mit Blick auf die kommende Spielzeit hat der komplette Bestandskader seine Zusage für einen Verbleib gegeben. Einzige Ausnahme ist Sebastien Adams, der ab Sommer sein Studium im Ausland fortsetzen wird. „Mit all den ligaunabhängigen Zusagen haben wir eine sehr gute Basis. Wir sind mit unserem Kader sehr zufrieden, wollen diesen auf zwei oder drei Positionen noch verstärken“, erklärt Matthias Eglseder. Gespräche laufen und könnten zeitnah auf fruchtbaren Boden fallen. Aktuell ist aber noch nichts spruchreif in puncto Sommerneuzugänge.
Sportlich steht der TB/ASV Regenstauf gut da in der Bezirksliga Süd. „Mit der Herbstrunde sind wir natürlich zufrieden. Wir wollten eine junge Mannschaften zusammenstellen, die wächst und sich entwickelt. Das dies so schnell funktioniert, war nicht abzusehen“, bilanziert der sportliche Leiter. „Wir sind oben dabei und wollen das auch bis zum Schluss bleiben.“ Zur Winterpause zeichnet sich ein Titel-Dreikampf zwischen Leader SV Wenzenbach (20 Spiele/48 Punkte), Regenstauf (19/42) und dem TSV Kareth-Lappersdorf (18/41) ab. „Natürlich sind wir ambitioniert, haben aber nicht den Druck, dieses Jahr schon aufsteigen zu müssen“, betont Eglseder. „Wir machen keine verrückten Dinge, sondern wollen uns Schritt für Schritt weiterentwickeln. Mittelfristig wollen wir aber schon in die Landesliga.“
Nicht nur in Sachen Trainerbesetzung und Spielerkader werden die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt, sondern insbesondere auch bei den Themen Jugendarbeit und Infrastruktur. „Im Regenstaufer Fußball tut sich momentan einiges und es ist wirklich sensationell, wie viele Leute sich dafür engagieren und die fußballerische Zukunft mitgestalten“, freut sich Eglseder. Unter anderem steht dem TB/ASV ab kommenden Winter eine neue Sporthalle sowie ein Kunstrasenplatz zur Verfügung, dessen Bau bereits begonnen hat.
