2026-05-15T09:36:57.455Z

Relegation

Regensburger Relegation nimmt mit 8 Spielen Fahrt auf

Jeweils acht Mannschaften kämpfen um Aufstieg bzw. Verbleib in der Kreisliga und Kreisklasse

von Florian Würthele · Heute, 14:30 Uhr · 0 Leser
Haben Erfahrung mit Relegation: Hemau (in Rot) und Wiesent (Schwarz) leisteten schon im letzten Jahr Überstunden ab.
Haben Erfahrung mit Relegation: Hemau (in Rot) und Wiesent (Schwarz) leisteten schon im letzten Jahr Überstunden ab. – Foto: Florian Würthele

Los geht's: Als letzter der drei Oberpfälzer Spielkreise starten am Wochenende nun auch die Regensburger Fußballer in die Relegation 2026. Und das mit Volldampf. Acht Begegnungen – drei am Samstag und fünf am Sonntag – stehen auf der Agenda. Jeweils acht Teams kämpfen um einen Startplatz in der Kreisliga und Kreisklasse. Mehrere gingen schon letztes Jahr in die Saisonverlängerung.

Während der Weg für die Kreisklassen-Anwärter klargezeichnet ist – die Gewinner der 1. Runde haben es geschafft, die Verlierer sind A-Klassist – ist die Relegation zur Kreisliga wie immer komplexer. Wie viele Plätze frei werden, hängt ganz davon ab, wie viele Mannschaften von „oben“ runterkommen bzw. den Aufstieg schaffen. Hier muss der Verlauf der Bezirksliga-Relegation abgewartet werden. Fix ist schon mal: Die Erstrunden-Verlierer gehen nächste Saison in der Kreisklasse an den Start. Wer spielt gegen wen? Ein Überblick.

Relegation zur Kreisliga


Spielort: Zeitlarn. Legt der SV Aichkirchen 'nen Durchmarsch hin? Als Aufsteiger schnappte sich die von Thomas Kirner trainierte Elf in der Kreisklasse 3 prompt die Vizemeisterschaft. Lohn einer fabelhaften Saison ist die Chance auf den zweiten Aufstieg in Folge. „Die Spieler sind total fokussiert und heiß auf das Spiel. Natürlich wollen wir die zweite Runde erreichen. Dafür werden wir alles in die Waagschale werfen. Die Mannschaft hätte es sich verdient, wenn man als Aufsteiger mit dem zweiten Platz so durchmarschiert“, sagt Coach Kirner. Zunächst muss der FC Mintraching aus dem Weg geräumt werden. Dieser beendete die Saison in der Kreisliga 1 mit nur 14 Punkten auf dem vorletzten Tabellenrang. Kann die Truppe des scheidenden Trainerduos Gerl/Dürrschmidt eine verkorkste Spielzeit mit einem „Happy End“ abschließen?


Spielort: Wörth an der Donau. Zeit für eine Revanche! Fast auf den Tag genau vor einem Jahr duellierten sich Türk Genclik Regensburg und die SG Peising/Bad Abbach II auch schon in der Relegation. Damals behielt die SG mit 2:1 die Oberhand. Diesmal sind die Rollen vertauscht – die Regensburger kämpfen um die Rückkehr in die Kreisliga, die Niederbayern gegen den Abstieg in die Kreisklasse. Das Gefolge von Spielercoach Shkelzen Kleqka konnte sich als Vizemeister der Kreisklasse 2 für die Entscheidungsspiele qualifizieren. Währenddessen musste die SG – die nach dieser Saison ja wieder aufgelöst wird – nach einem Herzschlagfinale in der Kreisliga 2 als Rangzwölfter in den „sauren Apfel“ beißen. Der direkte Wiederabstieg soll nun über den Umweg Relegation umgangen werden.


Spielort: Brunn. Relegations-erfahren sind sie auch in Hemau. Der TVH leistete schon letztes Jahr Überstunden ab – und bejubelte die direkte Rückkehr ins Kreisoberhaus. Eigentlich wäre man heuer als Tabellenletzter direkt wieder abgestiegen. Doch dank einer glücklichen Fügung – Ligakonkurrent SC Sinzing verzichtete auf die Relegation – bekommt man nun doch noch eine Chance. Diese wollen die Hemauer natürlich am Schopfe packen. „Wir können aus der Relegation nur als Gewinner rausgehen. Wir haben letztes Jahr drei Wochen nachsitzen müssen. Wir wissen also, was auf uns zukommt und wie sich Leonberg fühlt, wenn man oben steht und erfolgreich ist. Auch wenn wir viele Ausfälle haben, werden wir diesen Kampf annehmen“, erklärt TV-Coach Alex Hosse. Der SV Leonberg darf als bester Kreisklassen-Dritte (in der KK 2 punktgleich mit Türk Genclik) an den Aufstiegsspielen teilnehmen. Eine starke Saison gilt es zu krönen.


Spielort: Barbing. Kreisklasse gegen Kreisliga, das ist auch die Konstellation in Barbing. Der SV Wiesent spielte in der Kreisklasse 1 eine bemerkenswerte Runde und blieb sogar ungeschlagen (19/5/0). Pech hatte die Mannschaft nur, dass ihr mit Sünching eine andere „Übermannschaft“ den Titel wegschnappte. Jetzt soll der direkte Wiederaufstieg eben über die Relegation realisiert werden – an der Wiesent bereits im Vorjahr teilnahm und seinerzeit an Hemau scheiterte. Mit der SG Walhalla geht's diesmal gegen einen langjährigen Ligakollegen. Die Regensburger ihrerseits schlossen die Spielrunde als Tabellenzwölfter der Kreisliga 1 ab, verpassten die direkte Rettung knapp. Daraus wollen die Mannen von Trainer Antonio Aljaro Campana Motivation für die Saisonverlängerung schöpfen.


Relegation zur Kreisklasse


Spielort: Hohenschambach. Der Auftakt zur Kreisklassen-Relegation erfolgt am Samstagnachmittag am Hohenschambacher Holmberg. Hier der TSV Pettenreuth, Vizemeister der A-Klasse 3, der eine tolle sportliche Entwicklung genommen hat in letzten Jahren. Dieser Entwicklung könnte der Dorfklub mit dem Kreisklassen-Aufstieg eine vorläufige Krönung verleihen. Dort Ex-Bezirksligist 1. FC Beilngries, der entwicklungstechnisch zuletzt eher die entgegengesetzte Richtung nahm. Tabellenvorletzter in der Kreisklasse 3 geworden, wollen die Kicker aus dem Altmühltal nun mit allen Mitteln den Absturz in die A-Klasse verhindern.


Spielort: Sportclub Regensburg. 2021/22 noch Landesligist, heißt die „triste“ Gegenwart im Neutraublinger Sportpark mittlerweile Kreisklassen-Fußball. Damit zumindest das so bleibt, muss der TSV am Samstag gewinnen. Daran führt kein Weg vorbei. Gegner ist der zweite Anzug der SG Painten. Die Butow-Elf schloss in der A 4 eine starke Saison als Zweitplatzierter hinter Liga-Dominator Holzheim ab. Dementsprechend geht man mit Selbstvertrauen ins alles entscheidende Match um die Kreisklassen-Zugehörigkeit.


Spielort: Rosenhof. Auch ein reines Stadtduell hält die diesjährige Relegation parat. Der SpVgg Stadtamhof könnte das Kunststück gelingen, nächste Saison gleich zwei Teams in der Kreisklasse zu stellen. Dafür muss die „Zweite“, die dank mehrerer Verzichte in der A-Klasse 2 überhaupt erst dabei ist, den ESV 1927 bezwingen. Die „Eisenbahner“ stiegen erst letztes Jahr wieder auf und werden alles daran setzen, nicht schon wieder in die zweitunterste Ligastufe geschickt zu werden. Knapp schrammten Spielertrainer Mustafa Baklan und seine Teamkollegen am Direktabstieg vorbei.


Spielort: Pirkensee-Ponholz. Last but not least stellt sich an der Birkenhöhe mit dem SV Sulzbach/Donau ein weiterer ehemaliger Bezirksligist vor. Der Bezirksliga-Vizemeister von 2022 wagte im Vorjahr einen Neustart in der A-Klasse 1. Dort performte das Team unter der Regie von Übungsleiter Sascha Helmberger in den vergangenen Monaten richtig gut. Obwohl man sogar ohne Saisonniederlage blieb und die magische 100-Tore-Marke knackte, musste der SVS Meister Geisling den Vortritt lassen. Klappt's über die Relegation mit dem anvisierten Aufstieg? Hierfür muss der SV Breitenbrunn II geschlagen werden. Der Bezirksliga-Unterbau darf als Tabellenschlusslicht der Kreisklasse 3 relegieren, weil in der Liga wegen einer künftigen Spielgemeinschaft ein Platz frei wird. Diese ungeahnte Möglichkeit will der SVB natürlich ausnutzen. Im Fokus steht mitunter Sulzbachs Tormaschine Alex Kruppa. Kein Spieler im gesamten Regensburger Herrenbereich traf diese Saison häufiger ins Schwarze als Kruppa (48).