
Als Spieler war er einer der besten Spieler, die jemals das Trikot des TSV Regen getragen haben, als Trainer führte er das Team um den damaligen Kapitän Thomas Kißlinger 2009 in die Bezirksoberliga. Hans Mühl, dessen 28-jähriger Sohn Lukas Profi beim Schweizer Erstligisten FC Winterthur ist, hat bei den Blau-Weißen Legendenstatus. Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga soll der 65-Jährige das TSV-Team wieder in die Spur bringen. Seine letzte Station als Übungsleiter hatte der A-Lizenzinhaber bei der SpVgg Ruhmannsfelden, die er in zwei Amtsperioden insgesamt knapp zweieinhalb Jahre betreute. Unter Mühl schafften die Lerchenfeldkicker unter anderem 2012 die Qualifikation für die Landesliga. Bei seinem zweiten Engagement konnte der Rinchnacher aber den Abstieg aus der Bayernliga nicht verhindern und auch in der Landesliga kam das Team seinerzeit nicht auf die Füße, so dass Mühl im Oktober 2016 entlassen wurde und seither nicht mehr als Coach tätig war.
"Hans ist eine echte Ikone des TSV Regen und genießt sowohl im Verein als auch im Umfeld eine sehr hohe Wertschätzung. Er hat die letzten Jahre nichts mehr trainiert, stattdessen die Profi-Karriere seines Sohns Lukas begleitet. Wir konnten ihn in intensiven Gesprächen davon überzeugen, nochmal als Coach anzugreifen und sind sehr glücklich, dass er uns seine Zusage gegeben hat. Uns war nach den schwierigen letzten Wochen und Monaten extrem wichtig, einen erfahrenen und kompetenten Trainer zu bekommen, der uns nach dem Abstieg wieder auf Kurs bringt. Hans erfüllt diese Eigenschaften zu 100 Prozent und kann zudem völlig unbelastet an die Aufgabe herangehen, da er noch keinen Spieler unseres Teams gecoacht hat", berichtet Regens Spartenleiter Andreas Greil.
Die Erwartungshaltung für die neue Saison formuliert der TSV-Fußballchef wie folgt: "Wir haben einen guten Jugend-Jahrgang, der im vergangenen Winter unter anderem Niederbayerischer U19-Hallenmeister wurden. Von diesen Jungs wollen wir möglichst viele ins Herrenteam integrieren und uns in der Kreisliga möglichst schnell akklimatisieren. Es wartet eine interessante Klasse auf uns, in der die prestigeträchtigen Derbys gegen Zwiesel, Langdorf und Lindberg absolute Highlights sein werden. Vom sofortigen Wiederaufstieg spricht bei uns niemand, zumal die Meisterschaft ohnehin bereits an Osterhofen vergeben sein dürfte. Die haben sich einen hochkarätigen Kader zusammengeholt, mit dem man schon sehr viel falsch machen müsste, um am Ende nicht ganz oben zu stehen."
Personell hat sich im TSV-Aufgebot nicht viel getan. Einzig fixer Abgang ist Günther Denk, der sich dem SC Zwiesel angeschlosen hat. "Ich gehe davon aus, dass uns ansonsten alle Akteure erhalten bleiben. Unser Ziel ist es, neben den nachrückenden Juniorenspielern auch noch ein, zwei externe Neuzugänge zu bekommen", verrät Andreas Greil.