
Regen, Rot und ein Kramer-Kracher in Minute 94

Ein Dienstagabend in Bawinkel, Flutlichtatmosphäre auf dem Nebenplatz, rund 100 Zuschauer mit Schirmen unterm Arm und ein Spiel, das hielt, was ein Spitzenspiel verspricht: Tempo, Zweikämpfe, Tore und am Ende ein Happy End für die Gäste.
Baccum, ohnehin mit halber Mannschaftsstärke angereist, begann mutig und ging früh in Führung. Lars Hense ließ den Ball in der 19. Minute aus 16 Metern wunderschön in den Winkel rauschen. Trainer Hüsken konnte sich da kurz warm lächeln, während die Bank neben ihm ohnehin nicht allzu viel Platz brauchte, acht Stammkräfte fehlten.
Bawinkel kam erst gegen Ende der ersten Hälfte ins Rollen, Looschen wirbelte, Wintels probierte es, aber Torwart Schoo blieb standhaft. Nach der Pause dann das, was die Heimfans erhofft hatten: Looschen nutzte einen schnellen Angriff und stellte auf 1:1.
Das Spiel stand auf der Kippe, Bawinkel kassierte Gelb-Rot für Gerdelmann und beide Teams schauten schon ein bisschen auf die Uhr. Doch dann kam die Nachspielzeit und mit ihr der große Auftritt des Jokers. Kroner tankte sich rechts durch, passte flach in die Mitte, und Benjamin Kramer musste nur noch den Fuß hinhalten. 90.+4, 2:1, Jubeltraube in Schwarz.
So klaute Baccum drei Punkte in Bawinkel, glücklich, aber sicher nicht unverdient. Und die Zuschauer gingen trotz Regens mit dem guten Gefühl nach Hause, ein richtig lebendiges Spiel gesehen zu haben.
Früh geführt, spät gezittert - Leschede bezwingt Lengerich-Handrup

Der FC 47 Leschede hat in der Emslandliga einen verdienten Heimsieg gefeiert. Marcel Paul (6.) und Gerrit Roling (29.) sorgten für die Pausenführung, nachdem die Gäste früh per Freistoß ausgeglichen hatten (8.).
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Michael Knieper per Handelfmeter (49.) auf 3:1, ehe Lengerich-Handrup in der 71. Minute verkürzte. In der Schlussphase ließ Leschede Chancen liegen, verteidigte aber konsequent und brachte den 3:2-Erfolg sicher ins Ziel.
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Drei Tore Vorsprung, null Nerven: Bawinkel zittert sich durchs Derby

Haselünne. Was für ein Derby-Krimi im Emsland! Der SV Bawinkel setzte sich nach einem wilden Schlagabtausch mit 4:3 beim Haselünner SV durch und feierte damit einen umjubelten Derbysieg. Dabei sah es lange nach einer klaren Angelegenheit für die Gäste aus, ehe Haselünne in Hälfte zwei mächtig aufdrehte.
Schon früh stellte Bawinkel die Weichen: Looschen traf doppelt (13., 21.), Hempen erhöhte kurz darauf auf 3:0 (24.). Die Partie schien entschieden. Doch kurz vor der Pause meldete sich Haselünne zurück, als Lüllmann (45.+2) zum 1:3 verkürzte.
Nach dem Seitenwechsel schien die Aufholjagd Fahrt aufzunehmen: Schumacher stellte auf 2:3 (50.). Doch nur vier Minuten später schlug Wintels zurück und stellte mit dem 4:2 den alten Abstand her (54.). Haselünne aber gab nicht auf: Gudewill sorgte mit dem 3:4 (63.) für eine packende Schlussphase. Spätestens nach dem Platzverweis gegen Ficker (70., Handspiel) stemmte sich Haselünne jedoch in Unterzahl vergeblich gegen die Niederlage.
Bawinkel hatte in der Nachspielzeit durch Ernst noch eine Großchance zur Entscheidung, doch es blieb beim knappen Erfolg. Die Gastgeber zeigten trotz frühem Rückstand Moral, mussten sich am Ende aber der größeren Effizienz des Rivalen beugen.
Mit dem Sieg sammelte der SV Bawinkel nicht nur drei wichtige Punkte, sondern auch jede Menge Prestige im Emsland-Derby.
Listrup ringt Papenburg II in hitziger Partie nieder

Listrup. Der SV Listrup hat am Sonntag ein packendes Kreisliga-Duell gegen die U23 von BW Papenburg mit 3:2 für sich entschieden. Trotz Unterzahl drehte die Elf von Trainer Matthias Röttering die Partie im zweiten Durchgang und feierte vor heimischem Publikum einen umjubelten Heimsieg.
Dabei begann die Begegnung denkbar günstig für die Gastgeber: Bereits nach 28 Sekunden nutzte Christopher Schwis eine Kopfballverlängerung zur frühen 1:0-Führung. Papenburg ließ sich davon nicht beeindrucken und kam im weiteren Verlauf besser ins Spiel. In der 17. Minute markierte David Schwennen den verdienten Ausgleich. Bis zur Pause blieb es trotz Chancen auf beiden Seiten beim 1:1.
Nach Wiederanpfiff erhöhte Listrup den Druck und kam zu mehreren Möglichkeiten, scheiterte jedoch am Aluminium oder am stark reagierenden Gäste-Keeper. In der 65. Minute folgte der erste Schockmoment: Torwart Torben Melbaum verletzte sich bei einem Zusammenprall mit einem Papenburger Angreifer und musste ausgewechselt werden. Glücklicherweise geht es ihm nach Vereinsangaben mittlerweile den Umständen entsprechend gut.
Nur wenige Minuten später schwächte sich Listrup selbst: Silas Stein sah nach einem unglücklichen Handspiel im Mittelfeld die Gelb-Rote Karte (70.). In Überzahl schlug Papenburg sofort Kapital, David Schulz traf nach Vorarbeit von Simon Leifeld zum 2:1 (75.). Alles deutete auf einen Auswärtssieg hin.
Doch die Partie kippte noch einmal. Zunächst glich Marcel Knoop per Strafstoß zum 2:2 aus (80.). Kurz darauf nutzte Joker Jake Lohmöller seine Chance und stellte auf 3:2 für die Gastgeber (83.). In der Schlussphase war Listrup dem vierten Treffer näher als die Gäste dem Ausgleich.
Während der SV Listrup mit nun 12 Punkten im Tabellenmittelfeld bleibt, steckt Papenburg II nach der vierten Niederlage in Folge im Tabellenkeller fest. Das Trainerteam der Emsländer forderte nach Abpfiff eine Reaktion: „Wir müssen nächste Woche unbedingt dreifach punkten, sonst wird es richtig eng.“
Rütenbrock siegt nach wildem Schlagabtausch - Twist verpasst späte Aufholjagd

VfL Rütenbrock und der SV Grenzland Twist lieferten sich am Freitagabend ein denkwürdiges Duell, das die Zuschauer mit einem wahren Torfestival belohnte. Am Ende behielt der VfL knapp mit 5:4 die Oberhand, obwohl die Gäste in der Nachspielzeit noch einmal gefährlich aufkamen.
Frühe Führung, schnelle Antwort
Die Partie begann mit einem Paukenschlag: Leon Schlagenhauf brachte Twist nach 17 Minuten mit 0:1 in Front. Doch Rütenbrock ließ sich nicht lange bitten, nur sechs Minuten später glich Marcel Müller nach Vorarbeit von Julian Müller aus (23.). Bis zur Pause blieb es beim 1:1, auch weil Rütenbrock in der Offensive mehrfach an Keeper und Aluminium scheiterte.
Rütenbrock übernimmt das Kommando
Nach Wiederanpfiff übernahm der VfL die Kontrolle: Ein Eigentor von Hermes brachte Rütenbrock mit 2:1 in Führung (51.), ehe Niklas Fischer nach 67 Minuten auf 3:1 stellte. Doch Twist antwortete prompt, Nico Imming verkürzte per direkt verwandeltem Freistoß (69.).
Späte Tore im Minutentakt
Als Marek Heyne in der 84. Minute auf 4:2 erhöhte, schien die Partie entschieden. Doch in der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse: Zunächst flog Sofyan Dino bei Twist mit Rot vom Platz (90.), dann traf Imming in der Nachspielzeit zum 4:3 (90.+4). Nur Sekunden später stellte Phil Schnettberg den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her (90.+9). Doch Twist gab nicht auf – Dominik Rumpke erzielte in der 90.+11 noch das 5:4. Kurz darauf war Schluss.
Stimmen und Fazit
„Wieder einmal so ein verrücktes Spiel von unserer Mannschaft, diesmal leider ohne Happy End“, kommentierte Alfons Schwieters im Liveticker. Rütenbrock dagegen feierte drei wichtige Punkte in einem Match, das in Erinnerung bleiben dürfte.
Am Ende jubelte der VfL, während Grenzland Twist trotz großer Moral und später Treffer mit leeren Händen dastand.
Eltern verliert den Faden, Börger findet die Punkte

Börger dreht Partie in Eltern - 2:1-Auswärtssieg nach starker Steigerung
Die DJK Eintracht Börger hat sich beim SV Eltern nach Rückstand durchgesetzt und einen 2:1-Auswärtserfolg gefeiert. Vor 3.977 Liveticker-Aufrufen drehte das Team von Coach Thomas Albers dank einer deutlichen Leistungssteigerung das Spiel und nahm verdient drei Punkte mit.
Die Hausherren erwischten den besseren Start und gingen nach einer Standardsituation in Führung. Simon Luc köpfte in der 26. Minute eine Ecke von Luca Lampe freistehend zum 1:0 ins Netz, bereits sein zweiter Saisontreffer. Eltern blieb in dieser Phase am Drücker und hätte durch Schnebeck sogar erhöhen können.
Doch Börger fing sich, kam über Standards ins Spiel und drängte auf den Ausgleich. Erst scheiterten Albers und Schürmann am Aluminium, dann schlug die Eintracht kurz vor der Pause zu: Nach Ballverlust der Gastgeber setzte sich Mathis Albers auf links durch und legte für Noah Langen auf, der eiskalt zum 1:1 vollendete (41.).
Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie ruppiger. Eltern suchte den Weg nach vorn, lief aber mehrfach in gefährliche Konter. Börger agierte nun zielstrebiger und belohnte sich in der 66. Minute: Nach einer Ecke, die zunächst geklärt wurde, kam der Ball erneut in den Strafraum, wo Marc Wöste am höchsten stieg und per Kopf zum 2:1 einnickte.
Eltern warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, kam durch Feldhaus zu einer Kopfball-Großchance, doch die Kugel strich über die Latte. Börger hingegen verpasste es mehrfach, mit dem dritten Tor alles klarzumachen.
Am Ende blieb es beim knappen, aber verdienten Auswärtssieg für die Gäste, die nach schwachem Beginn vor allem durch Standards brandgefährlich wurden.
Liveticker: Max Robben