
Ein absolutes Drama erlebten die 270 Fans am Mittwochabend in Landsberg, an dessen Ende der TSV den FC Pipinsried mit 2:1 niederrang.
Zwei Platzverweise, Ausgleich in doppelter Unterzahl und trotzdem stand der FCP am Ende mit leeren Händen da: Der FC Pipinsried kassierte bei Bayernliga-Spitzenreiter Landsberg eine bittere Niederlage. Das entscheidende Tor durch Jeton Abazi fiel erst in der letzten Aktion. Nach dem Spiel finden beide Trainer lobende Worte, benennen aber auch eindeutige Fehler.
Roman Langer, Trainer des FC Pipinsried: "Ich glaube, das Spiel war bis zur roten Karte in der ersten Halbzeit ziemlich ausgeglichen. In der 26. Minute machen wir dann einen Fehler im Spielaufbau im eigenen Sechzehner – so einer darf uns einfach nicht passieren – und dadurch steht es 1:0 für Landsberg.
In der 36. Minute kommt es dann leider zur roten Karte. Meiner Meinung nach muss man die nicht geben, weil es ein Foul von vorne in Richtung Ball ist. In der Halbzeit sind wir deutlich geworden und wussten, dass es in der zweiten Hälfte nur gemeinsam geht.
Mit der Gelb-Roten Karte ab der 56. Minute wird es mit zwei Mann weniger natürlich extrem schwer. Dann kommt das, was oft passiert, wenn man in Unterzahl ist: Als Mannschaft haben wir alles reingeworfen und machen nach einem guten Konter das 1:1.
Kurz danach müssen wir eigentlich sogar in Führung gehen – wieder nach einem Konter. So mussten wir viel überstehen und wirklich alles reinwerfen. Die Jungs haben das in der zweiten Halbzeit, gemessen an der Situation, gut gemacht. Umso bitterer ist es, dass das 1:2 in der 95. Minute mit der allerletzten Aktion fällt."
Christoph Rech, Trainer des TSV Landsberg: „Es war das erwartet intensive Spiel, weil beide Teams wussten, um was es geht. Wir kommen gut ins Spiel, waren läuferisch und in den Zweikämpfen auf einem sehr guten Niveau, nur die klaren Torchancen haben gefehlt.
Beim 1:0 erkennen wir, dass eine Pressingsituation möglich ist und machen das Tor. Die rote Karte ändert dann natürlich die Statik des Spiels, jedoch waren die anschließenden zehn Minuten bis zur Halbzeit nicht mehr so gut.
Der zweite Platzverweis hat unserem Spiel nicht geholfen, was auch irgendwo nachvollziehbar ist, weil deine doppelte Überzahl selten vorkommt und wir keine gute Struktur mehr hatten. Das 1:1 darf so natürlich nicht passieren, das wissen wir aber auch. Danach wurde es ein Spiel auf ein Tor: Wir bringen viele Bälle in die Box, sind aber nicht zwingend genug und spielen in manchen Situationen auch zu kompliziert.
Mit der letzten Aktion den Siegtreffer zu erzielen ist natürlich etwas glücklich, aber die Jungs haben die ganze Zeit an sich geglaubt und das Tor dann auch erzwungen. Die Einstellung und das Auftreten waren top, das Ergebnis ist unterm Strich auch verdient. Die Jungs haben sich ihre freien Tage verdient und ab nächster Woche bereiten wir uns auf Kirchanschöring vor.“