2026-06-12T06:52:44.557Z

Spielbericht

Raspo Brand beendet Sieglosserie

Fußball-Landesliga: Nach frühem Rückstand drehen die Brander auf und gewinnen mit 4:1 gegen Viktoria Arnoldsweiler.

von Lars Brepols · 09.11.2025, 22:45 Uhr · 0 Leser
Wird gestoppt: Viktorias Descartes Luciana (am Ball) in der Partie bei Raspo Brand.
Wird gestoppt: Viktorias Descartes Luciana (am Ball) in der Partie bei Raspo Brand. – Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Verlinkte Inhalte

präsentiert von
Sparkasse Aachen

In der Anfangsphase deutete nicht viel darauf hin, dass Fußball-Landesligist Raspo Brand die Sieglosserie am elften Spieltag beenden wird. Gegen Abstiegskandidat Viktoria Arnoldsweiler gerieten die Brander früh in Rückstand, doch nach den 90 Minuten stand ein deutliches 4:1 auf der imaginären Anzeigetafel.

Zweiter Saisonsieg

„Wir hätten das Ergebnis am Ende sogar noch klarer gestalten können, aber das wäre vielleicht des Guten zu viel gewesen“, resümierte Raspos Trainer Daniel Formberg, der erst den zweiten Dreier in dieser Saison bejubeln durfte. Denn die Brander sind die Remiskönige der Liga, bereits sechs Mal musste man die Punkte mit dem jeweiligen Gegner teilen. Durch den Erfolg verbesserte sich Raspo auf Tabellenplatz zehn, der Vorsprung zur roten Zone beträgt nun acht Zähler.

Die Gäste warten hingegen weiter auf den zweiten Saisonsieg. Mit lediglich drei Punkten auf dem Konto rutschte die Viktoria auf den letzten Tabellenplatz ab. Als „enttäuschend“ bezeichnete Stephan Langen, Coach der Kleeblätter, die Leistung seiner Schützlinge: „Wir haben es nicht geschafft, die Leistung der Vorwochen gegen vermeintlich stärkere Gegner wieder abzurufen. Uns war klar, dass Brand nicht so schlecht ist, wie es der Tabellenplatz vielleicht vermuten lässt. Dennoch lag es heute ausschließlich an uns selbst.“

Dabei erwischten die Gäste aus dem Kreis Düren den besseren Start. Nach einer zu kurz abgewehrten Ecke landete der Ball bei Punya Saleekul. Sein abgefälschter Schuss schlug im Netz der Brander ein – 1:0 (6.). Formberg hatte in der Aktion vor der Ecke eine Abseitsstellung erkannt, doch die Pfeife des Unparteiischen blieb zum Ärger des Raspo-Trainers stumm.

Ein paar Zeigerumdrehungen später drückte Brands Alan Graf den Ball über die Linie, doch diesmal hob der Linienrichter die Fahne – Abseits (12.). Drei Minuten später war es dann aber so weit. Marlon Klose zirkelte die Kugel aus rund sechzehn Metern überlegt in die untere rechte Ecke – 1:1 (15.). Die Hausherren übernahmen nun das Kommando. Luca Diehr setzte seinen Teamkollegen Amir Jaidi mit einem langen Diagonalball in Szene. Letztgenannter konnte nur noch durch ein Foulspiel im Sechzehner gestoppt werden. Felix Haupts schnappte sich den Ball und verwandelte sicher vom Punkt aus zum 2:1 (19.).

Die angeschlagene Viktoria steckte nicht auf, sondern suchte ab und an auch noch einmal ihre Chance in der Offensive. Ein Kopfball von Ayumu Niimi ging knapp neben den Pfosten (25.). Auf der gegenüberliegenden Seite schrammte ein Freistoß von Haupts hauchzart am Gehäuse der Kleeblätter vorbei (37.).

Nach dem Seitenwechsel plätscherte die Partie erst einmal vor sich hin, weitere nennenswerte Möglichkeiten waren zunächst Mangelware. Erst in der 55. Minute wurde ein Schuss des eingewechselten Branders Abdessamad Akherraz im letzten Moment geblockt. Zehn Minuten später sorgte Albert Korotaev aber für die beruhigende 3:1-Führung. Dann holte Viktorias Keeper Aiman Jahic Raspos Sturmtank Delany Arigbe im Sechzehner regelwidrig von den Beinen. Diesmal scheiterte Haupts jedoch aus elf Metern am gut reagierenden Schlussmann der Arnoldsweiler (69.). Schließlich machte Burhan Gülez mit dem 4:1 den Deckel drauf. Haupts hatte einen Freistoß von der rechten Seite flach in den Strafraum gedrückt, und Gülez lenkte die Kugel mit der Fußspitze ins Netz (76.).

„Das 4:1 hört sich deutlich an, aber das Ergebnis geht meiner Meinung nach so in Ordnung“, betonte Formberg. Sein Gegenüber zeigte sich hingegen enttäuscht: „Langsam fällt es schwer, darüber zu reden: Wir können gegen jeden Gegner mithalten, aber am Ende stehen wir mit leeren Händen da. In den entscheidenden Momenten waren wir nicht konsequent genug. Generell schießen wir auch zu wenig aufs Tor. Wir versuchen im Training daran zu arbeiten, aber Training und Spiel sind halt zwei verschiedene Paar Schuhe.“

Dieser Artikel kommt von unserem Partner Aachener Zeitung. Noch mehr spannende Portraits, Reportagen, Livesstreams, Interviews und Analysen zu deinen Lieblingsteams in der Region findest du auf http://www.aachener-zeitung.de