2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligavorschau
Freudenbergs Spielercoach Sebastian Bauer (in Weiß-Blau) und seine Mannen stehen beim 1. FC Rieden (in Grün-Schwarz) vor einer schweren Aufgabe in der Fremde.
Freudenbergs Spielercoach Sebastian Bauer (in Weiß-Blau) und seine Mannen stehen beim 1. FC Rieden (in Grün-Schwarz) vor einer schweren Aufgabe in der Fremde. – Foto: Richard Weigert

Raigering und Rieden sehen die Topduelle der Runde 15

Die 1 gegen die 3, die 2 gegen die 5, Stelldichein der "Creme de la Creme" der Liga +++ "Sechs-Punkte-Kellermatches" in Oberwildenau - Schmidmühlen kommt - und in Köfering - Hirschau tritt an

"Kuschelig" ist´s im oberen Tabellendrittel der Kreisliga Süd vor dem 15. Spieltag, trennen doch die Mannschaften auf den Rängen 1 bis 4 jeweils nur ein Punkt. Drei dieser am Hauen und Stechen um die ganz vorderen Plätze beteiligten Teams stehen am Wochenende vor einem Spitzenspiel, der schärfste Verfolger des Quartetts ist daran auch beteiligt. Da empfängt Ligaprimus SV Raigering (1./31) den Dritten aus Königstein (3./29), während der aktuelle "Vize" aus Rieden (2./30) den Rangfünften aus Freudenberg (5./25). Mit Ausnahme der DJK Ursensollen (4./28 - in Edelsfeld) sind die "Oberen" also unter sich, da werden gegen die direkte Konkurrenz wichtige Punkte vergeben. Zudem könnte ja zum Saisonende auch der direkte Vergleich noch eine Rolle spielen.

Runde 15 hat nun auch direkte Aufeinandertreffen am Spielplan von Teams, die im hinteren Tabellendrittel ums Dasein kämpfen. Da gastiert "Primusbezwinger" TuS WE Hirschau (10./13) beim Schlußlicht in Köfering (14./7) und Liganeuling SC Luhe-Wildenau II (12./12) kreuzt mit dem SV Schmidmühlen (9./15) die Klingen. Hier wie dort ist Zählbares gegen einen Mitstreiter sehr wichtig, da werden sicherlich keine Geschenke verteilt und ein jeder Flecken des grünen Geläufs wird umkämpft sein. Fehlen bei der Aufzählung der gefährdeten Mannschaften noch der ASV Haselmühl (13./8 - in Rosenberg) und der FC Edelsfeld (11./13 - gegen Ursensollen), für beide hängen die Trauben hoch, da bedürfte es schon einer kleinen Überraschung, sollte man Zählbares verbuchen können.

Das 2:3 in der Nachspielzeit in Freudenberg passte so recht in den Saisonverlauf einer Mannschaft, die ums Überleben kämpft. Dabei wäre ein Punktgewinn für die Helleder-Truppe nicht nur wichtig, sondern auch für´s Selbstwertgefühl gut gewesen. Da der Abstand zum Relegationsplatz nur einen, zum rettenden Ufer nur sechs Punkte beträgt, ist die Motivation unverändert hoch, endlich den zweiten Saisondreier zu holen. Gegen einen Mitkonkurrenten wäre der natürlich doppelt wichtig. Beflügelt, den Ligaprimus "gerupft" zu haben, reisen die Kaolinstädter nach Köfering. Wenn man dort ebenfalls den vollen Ertrag einfahren kann, gewinnt der Sieg gegen Raigering noch mehr an Wichtigkeit.

"Eine Prognose für das Spiel werde ich nicht wagen, wäre Unsinn. Wir müssen uns nur auf das Spiel fokussieren und alle negativen Einflüsse ausblenden. In unserer Situation sind wir klarer Aussenseiter. Wer in diesem Spiel weniger Fehler macht, ist im Vorteil. Wir lassen die Gegentore zu einfach zu, das heißt von unserer Seite: Die Null muss stehen. Das ist immer noch Priorität. Hirschau wird uns alles abverlangen, aber das sind wir von Spiel zu Spiel schon gewohnt. Wir geben nicht auf und versuchen es erneut", so SVK-Coach Christian Helleder vor der Partie gegen seinen Ex-Verein, bei dem er zuvor auf der Kommandobrücke stand.

"Nach dem hart erarbeiteten Sieg gegen den Tabellenführer wollen wir unbedingt in Köfering nachlegen, wobei wir natürlich wissen, dass eine schwere Aufgabe wartet. Sie haben letzte Woche erst kurz vor dem Spielende gegen die Top-Mannschaft aus Freudenberg verloren, dies sollte Warnung genug sein für uns. Wir wollen den positiven Schwung der letzten Wochen mitnehmen, den Kampf annehmen und das richtungsweisende Sechs-Punkte-Spiel für uns entscheiden", gibt sich Gästecoach Andi Meyer entschlossen.

Am Sonntag um 14 Uhr empfängt der 1. FC Rieden den Tabellenfünften aus Freudenberg (25 Punkte). Die Gäste konnten vergangenes Wochenende einen 3:2-Last-Minute-Sieg (Siegtreffer in der 96. Minute) gegen das Schlusslicht aus Köfering bejubeln. Ein wichtiger Dreier für das Team von Spielertrainer Sebastian Bauer, der mit 13 Toren die Torjägerliste anführt, da man die beiden Partien zuvor gegen den SV Raigering (2:3) und in Königstein (1:4) verloren hatte. Mit 36 erzielten Treffern besitzt der SV Freudenberg nach wie vor die erfolgreichste Offensive der Liga, 32 Gegentore allerdings sprechen für eine nicht immer sattelfeste Hintermannschaft. Die Heimelf schwimmt derzeit nach 5 Siegen in Serie, zuletzt drei Derby-Auswärtstriumphe innerhalb einer Woche (1:0 – Schmidmühlen, 6:1 – Haselmühl, 2:0 – Ursensollen), auf einer Erfolgswelle, die sie auf den zweiten Platz der Tabelle gespült hat. Nur noch ein Pünktchen Rückstand hat man auf den Spitzenreiter aus Raigering. Vor heimischer Kulisse will die Scheibel-Truppe nachlegen und den 6. Heimsieg und den damit verbundenen 6. Sieg in Folge bewerkstelligen. Im Hinspiel behielt der 1. FC Rieden in Freudenberg knapp mit 2:1 die Oberhand. Riedens Coach Bernd Scheibel: „Zum Heimspiel erwarten wir mit dem SV Freudenberg einen starken Gegner. Uns ist bewusst, dass wir in dieser Begegnung erneut an unsere Leistungsgrenze gehen müssen. Die Zuschauer können sich auf ein interessantes Spiel freuen, da die Stärke beider Teams in der Offensive liegt.“ (Quelle: Vorschau Peter Gattaut, FCR)

"Mit dem Auswärtsspiel in Rieden erwarten wir die Mannschaft der Stunde, sodass wir natürlich als krasser Außenseiter in die Partie gehen. Auch diese Saison haben wir gegen die Mannschaften, die tabellarisch vor uns stehen, wenig geholt, sodass wir diese kleine Serie endlich beenden wollen. In der Vergangenheit haben wir gegen Rieden immer gute Spiele gemacht, aber leider am Ende keine Punkte geholt. Deshalb hoffen wir, dass wir das Spielglück diesmal auf unserer Seite haben", sagt Gästespielercoach Basti Bauer.

Zwei Mal 0:1 verloren, davor Remis gegen Haselmühl, der FCE kommt im Keller nicht so recht vom Fleck und befindet sich unverändert am Rande des "Abgrunds". Mit den Gästen aus Ursensollen wartet nun eine große Herausforderung auf die Dehling-Männer. Vertrauend auf den großen Kampfeswillen, für den man am heimischen Hahnenkamm bekannt ist, will man sich dem Favoriten stellen und diesem möglichst Zählbares abringen. Die Gäste wissen, was auf sie zukommt. Neben dem spielerischen Element wird auch die Körperlichkeit gefragt sein beim Bemühen, drei Punkte mit nach Hause zu nehmen.

"Mit dem DJK Ursensollen bekommen wir es mit dem Überrachungsteam der Vorrunde zu tun. Das Hinspiel verloren wir denkbar knapp - der entscheidende Treffer für die DJK fiel erst in der 90. Minute. Jetzt gilt es, wieder an unsere alten Tugenden anzuknüpfen und gemeinsam mit unseren Fans im Rücken endlich wieder zu punkten, um uns von den Abstiegsrängen abzusetzen", sagt FCE-Coach Martin Dehling.

"Am Hahnenkamm wird es sicher kein einfaches Spiel. Wir wissen, dass uns dort ein kampfbetonter Gegner erwartet. Wichtig wird sein, an die guten Phasen der letzten Spiele anzuknüpfen und diese über eine längere Zeit auf den Platz zu bringen. Außerdem müssen wir wieder mit mehr Leidenschaft und Einsatzbereitschaft auftreten, wenn wir erfolgreich sein wollen. Ich hoffe, dass wir personell wieder etwas besser aufgestellt sind, um unsere Stärken voll ausspielen zu können.

Drei Punkte trennen die beiden Kontrahenten vor diesem Duell, dabei hofft man bei der den ersten "Schleudersitz" besetzenden Landesligareserve auf den positiven Effekt eines Trainerwechsels. Der letzte Sieg des SC datiert vom 12. September, es wird also Zeit, endlich den Bock umzustossen und den Turnaround einzuleiten, auf einem Abstiegsplatz will man keinesfalls überwintern. Die Gäste aus dem Vilstal wollen nach den "Big Points" gegen Edelsfeld gegen den nächsten direkten Konkurrenten gleich nachlegen. Mit den erhofften drei Punkten könnte man den Keil zum Gastgeber dicker werden lassen, zudem den Anschluß ans gesicherte Mittelfeld herstellen. Grund genug, alles rauszuhauen für Alex Greger und seine Jungs.

"Das erste Spiel unter der Leitung von Dieter Scheler. Das Training in dieser Woche war schon gut, leider fallen ein paar Spieler wegen Grippe aus. Aber - es wird eine schlagkräftige Truppe am Platz stehen. Flutlicht, Fans, Sechs-Punkte-Spiel. Fussball, was willst du mehr? Der Endspurt in diesem erfolgreichen Jahr beginnt, der Abstiegskampf aber leider auch", so Armin Goschler, Sportlicher Leiter des SC.

"Uns erwartet nach dem Trainerwechsel beim Gegner ein schweres Auswärtsspiel in Luhe- Wildenau. Für beide Teams geht es um wichtige Punkte, deshalb erwarte ich eine kampfbetonte und intensive Partie. Wir wollen auf jeden Fall den Gegner hinter uns lassen und im besten Fall den Abstand vergrößern", sagt der Spielertrainer der Gäste, Alex Greger.

Zwei Teams aus dem "ruhigen Fahrwasser" prallen an der Stresemannstrasse aufeinander, es geht in der Partie der 8 gegen die 7 zudem gegen den Tabellennachbarn. Schon aufgrund der Tabellenkonstellation ist eine "enge Kiste" zu erwarten. Die Motivation hier ist, die Serie des Ungeschlagenseins fortzuführen, die dort, sich für das 0:2 aus der Vorrunde schadlos zu halten. Das Ziel beider ist sicherlich, zu punkten, um möglichst weit oben im Klassement den Jahresechsel verbringen zu können.

"Vilseck ist eine gute Kreisliga-Mannschaft - für mich gehören sie sich ganz klar in das obere Tabellendrittel. Wir möchten unbedingt das fünfte Spiel in Folge ungeschlagen bleiben und wissen, dass wir dafür eine Top-Leistung abliefern müssen", sagt FC-Coach Tim Schlesinger.

"Am Sonntag steht unser Auswärtsspiel bei Weiden-Ost II an. Der Gegner ist seit vier Spielen ungeschlagen und überzeugt durch eine kompakte und disziplinierte Spielweise. Zudem werden die Platzverhältnisse zunehmend schwieriger - hier gilt es, die richtigen Mittel und Wege zu finden, um uns für die Niederlage aus dem Hinspiel zu revanchieren", so der Chefanweiser der Gäste, Tobias Graßler.

Nur ein Punkt aus den letzten drei Partien hat den TuS im Buhlen um ganz vordere Plätze ein wenig zurückgeworfen. Ziel muss es nun sein, bis zum Beginn der Winterpause die Tabellensituation so weit zu verbessern, um nach dem Re-Start im neuen Jahr noch einmal vorne angreifen zu können. Dass dazu ein Heimsieg gegen den gefährdeten Gast ein absolutes Muss ist, versteht sich von selbst. Die Gäste kommen als "Underdog" ins Aicher Stadion, fühlen sich in dieser Rolle wohl und hoffen, dass der Gastgeber weiterhin Federn lässt. Ein Punkt wäre schon eine feine Sache.

"Am Sonntag steht für uns das nächste Heimspiel an und der Gegner heißt Haselmühl. Nach zuletzt ernüchternden Auftritten ist es für uns das nächste Spiel, indem wir zurück in die Spur wollen und nun wieder eine dringend notwendige Leistungssteigerung zeigen müssen. Wir können davon ausgehen, dass uns der Gegner nichts schenken wird und alles für die Punkte tun wird. Wir erwarten von uns absolute Entschlossenheit und den Willen, die Grundtugenden wieder auf den Platz zu bringen. Das ist die Basis für den Erfolg und den müssen und wollen wir uns wieder verdienen", sagt Dennis Kramer, Spielercoach der Hüttenstädter.

"Rosenberg ist in diesem Spiel natürlich der klare Favorit, auch wenn die letzten Wochen bei ihnen nicht wirklich positiv verliefen. Macht uns aber überhaupt nichts aus, wir nehmen unsere Rolle als Außenseiter gerne an und werden versuchen, etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen", so Gästetrainer Dominik Schuster.

"Es ist angerichtet" im Pandurenpark für den "Knaller" der Runde 15. Nach neun Siegen in Folge und dem zwischenzeitlichen Sprung an die Tabellenspitze "erwischte" es die Kratzer-Elf am letzten Wochenende wieder einmal, die dritte Saisonniederlage war kein Beinbruch, ist analysiert und abgehakt. Mit verbessertem Defensivverhalten will man nun einen der "lästigen" Mitstreiter niederhalten und ihn auf fünf Punkte distanzieren. Dabei soll der Gegner die Heimstärke (Bilanz 5-1-0) zu spüren bekommen. Die Gäste aus Königstein (Auswärtsbilanz 3-1-3) wissen um die Schwere ihrer Aufgabe, vertrauen aber auf die ohne Zweifel vorhandenen großen eigenen Qualitäten und wollen nicht ohne Zählbares die etwa 35 Kilometer lange Strecke nach Hause fahren. Wie der stets optimistische Gästetrainer erklärt, ist ein Dreier das erklärte Ziel.

"Königstein ist wieder in guter Form. Sie spielen sehr geradlinig nach vorne mit langen Bällen, sind im Zweikampf stark und haben im Angriff gute Einzelspieler. Die dreißig erzielten Tore verteilen sich hauptsächlich auf zwei Spieler, die alleine dreiundzwanzig mal getroffen haben. Wir haben in den letzten drei Spielen immer zwei Gegentore bekommen, das ist natürlich zu viel. Das heißt für uns, wir müssen wieder kompakter verteidigen als ganze Mannschaft, denn wir können nicht immer davon ausgehen, daß wir selbst drei Tore erzielen. Mit der Unterstützung unserer Fans werden wir hoffentlich die drei Punkte bei uns lassen", sagt Martin Kratzer, Coach des Tabellenführers.

"In Raigering erwartet uns der Tabellenführer. Zu Recht stehen die Panduren nach ihrer beeindruckenden Serie an der Tabellenspitze. Zudem sind unsere Gastgeber zu Hause noch ungeschlagen und ich gehe mal davon aus, dass sie das bleiben wollen. Die Favoritenrolle liegt klar bei der Heimmannschaft. Ganz so einfach wollen wir es dem SVR aber dann auch nicht machen und schon versuchen, die Punkte mit nach Königstein zu nehmen. Wir freuen uns auf das Spitzenspiel", so der Gästetrainer Roland Winkler.

Aufrufe: 031.10.2025, 10:30 Uhr
Werner SchaupertAutor