2026-04-10T07:15:08.667Z

Spielbericht

Rabenschwarzer Freitag

von Katharina Guthmann · Heute, 14:57 Uhr · 0 Leser

Durch das üble Verletzungspech der letzten Wochen und die ungewohnte Anstoßzeit am Freitagabend klagte unsere Reserve vor der Partie gegen die Ettlinger Zweitvertretung wieder mal über Personalnot. Dank einiger reaktivierter Spieler konnte man trotzdem eine vermeintlich schlagkräftige Truppe aufbieten, wenngleich der Altersschnitt deutlich jenseits der 30 lag. Unglücklicherweise fand das TSV-Team aber nie richtig ins Spiel und lag bereits nach sieben Minuten mit 0:1 zurück. Dass sich dann auch noch der Unparteiische der wenig erfreulichen Vorstellung anpasste und vor dem zweiten und dritten Gegentreffer zwei klare Foulspiele an Innenverteidiger Schwab und Keeper Schorer ungeahndet ließ, passte gerade ins Bild. Zwischenzeitlich hatte Bonavia nach schöner Vorarbeit von David Bossert und Dome Bernecker den Ausgleich auf dem Fuß, konnte von einer Unstimmigkeit zwischen dem SSV-Schlussmann und seinem Verteidiger aber schließlich nicht profitieren, weil sein Abschluss am linken Pfosten vorbeiging (11.). So war die Messe eigentlich schon zur Halbzeit gelesen.

Direkt nach dem Seitenwechsel hatte Bonavia die nächste Möglichkeit für den TSV, zielte aber aus der Drehung knapp am langen Eck vorbei. Auf der Gegenseite entschied der junge Schiri nach einem harmlos erscheinenden Block auf Handspiel an der linken Strafraumkante, was einen Freistoß für Ettlingen zur Folge hatte. Den bekam die TSV-Defensive nicht verteidigt und er senkte sich zum 0:4 ins lange Eck (50.). In der Folge probierte sich auch Bernecker mit zwei Abschlüssen, der erste ging jedoch über den SSV-Kasten (54.) und den zweiten parierte Gästegoalie Link trotz leichter Unsicherheit zur Ecke (59.). Das war es dann auch mit dem Auerbacher Aufbäumen. In der Schlussphase machten die Gäste mit drei weiteren Treffern (73./79./87.) ihren Kantersieg perfekt, während der TSV auch noch eine völlig überzogene Ampelkarte hinnehmen musste. So bleibt nach dieser hohen Niederlage nur zu hoffen, dass sich unsere Reserve ähnlich wie nach dem Debakel in Wettersbach in den kommenden Wochen wieder berappelt und auf ihre eigenen Stärken besinnt, um noch das ein oder andere Pünktchen im Kampf um den Klassenerhalt einzutüten.