2026-03-25T14:09:28.761Z

Allgemeines

Quernheims Angstgegner heißt Herringhausen-Eickum

Wieder einmal hat der BV Stift Quernheim nicht gegen die SG FA Herringhausen-Eickum gewinnen können. Durch das 1:2 mit einem Elfmetertor in der Nachspielzeit verlor Quernheim die Tabellenführung.

von Andreas Gerth · Heute, 14:20 Uhr · 0 Leser
Wieder nicht durchgekommen: Hendrik-Rene Meierernst ist vor Joshua Rogalsky am Ball.
Wieder nicht durchgekommen: Hendrik-Rene Meierernst ist vor Joshua Rogalsky am Ball. – Foto: Andreas Gerth

Acht Spiele in Folge hatte der BV Stift Quernheim nicht gegen die SG FA Herringhausen-Eickum gewinnen können, jetzt sind es neun. Der Angstgegner machte seinem Ruf im Friedenstal wieder einmal alle Ehre und siegte dort durch ein spätes Elfmetertor von Kapitän Tim Spilker mit 1:2. Die Tabellenführung ist man in Stift Quernheim erst einmal los.

Die Nachspielzeit war schon angebrochen, als die ereignisarme und in der zweiten Halbzeit von beiden Mannschaften extrem vorsichtig geführte Partie doch noch einen Sieger fand. Stift-Verteidiger Dean Peitzmeier lief Lian Güzelel in die Hacken und Schiedsrichter Patrick Jeroch blieb quasi keine andere Wahl, als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Der überragende Herringhauser Kapitän Tim Spilker, der an der Seite von Yannick Greitschus alles abgeräumt und den Gastgebern in den zweiten 45 Minuten nicht eine Torchance erlaubte, schritt nach vorne und legte sich die Kugel auf den Punkt. Spilker schickte Stift-Torwart Kai Hoffmann in die falsche Ecke und krönte seine Leistung mit dem 1:2.

„Ein 1:1 wäre vielleicht gerechter gewesen“, meinte anschließend Gäste-Trainer Ümüt Gözlükcü. „Uns haben heute viele Leute gefehlt. Dafür haben es die anderen sehr gut gemacht und sich den Sieg erarbeitet. Wir spielen für niemanden, es geht um uns. Mich freut einfach, dass die Mannschaft trotz der vielen Ausfälle diese Einstellung auf den Platz gebracht hat“, so der FAH-Coach, der ohne seine Stürmer Matyas Hrdina und Christos Mavroudis, sowie Joel Vilarino Carrozzo, Max Beckhoff, Rashid Mousseli und andere auskommen musste. Tom Boldt musste angeschlagen ausgewechselt werden.

Auch die Gastgeber boten quasi ihre letzte Elf auf. Tibor Sander (Kapselriss, Saison-Aus), Maximilian Laege, Daniel Wessler, Bjarne Adick, Marcel Reiss, Jarno Grote und Andre Kottkamp (Urlaub) mussten allesamt passen. Entsprechend spärlich war die Bank besetzt. „Der Spielverlauf ist extrem bitter und ärgerlich, doch es gibt überhaupt keinen Vorwurf an die Mannschaft, die sehr viel Kraft auf dem Platz gelassen hat. Deshalb hatten wir in der zweiten Halbzeit auch einige Ungenauigkeiten im Spiel“, erklärte Stift-Trainer Sebastian Numrich, der auch Dean Peitzmeier, der den Elfmeter verschuldete, in Schutz nahm: „Dean hatte unter der Woche Fieber, aufgrund der Ausfälle hat er sich in den Dienst der Mannschaft gestellt.“

Joshua Rogalsky hatte die Quernheimer in der 25. Minute in Führung gebracht, als er aus spitzem Winkel den Ball an Torwart Lennart Rottmann vorbei brachte. Spektakulär der Ausgleich der Herringhauser nur sieben Minuten später. Als die Gäste rund 35 Meter vor dem Tor einen Freistoß erhielten, schritt Yannick Greitschus zur Tat und hämmerte den Ball zum 1:1 in die Maschen.