
In der Frauen-Bezirksliga Lüneburg West gewann die FSG 3 Meilen Altes Land bei der SG Anderlingen/Byhusen mit 1:0. Die Gäste verschafften sich damit weiter Luft im Abstiegskampf, die Gefahrenzone liegt nun sieben Punkte entfernt. Für Anderlingen bedeutete die Niederlage verlorene Punkte im Rennen um die Meisterschaft, der Vorsprung der SG Beckedorf/Ritterhude beträgt inzwischen zehn Punkte.
„Auch wenn wir gegen den Tabellenzweiten gespielt haben, wussten wir, dass sie in den vergangenen Spielen nicht ihre beste Form gezeigt haben und es aktuell etwas stockt. Deshalb wollten wir auf jeden Fall etwas mitnehmen und alles reinwerfen“, erklärte Gästetrainer Carl Pien.
Die Partie begann für die Gäste mit einer frühen Umstellung. Bereits nach zwei Minuten verletzte sich eine Innenverteidigerin am Knie. Ob sie in dieser Saison noch einmal eingreifen kann, ist offen.
Trotzdem blieb die FSG mutig und suchte immer wieder das hohe Anlaufen. In der 18. Minute fiel der entscheidende Treffer. Julia Quast traf den Ball aus rund 35 Metern perfekt und brachte die Gäste mit 1:0 in Führung.
Schon vor dem Treffer entwickelte Anderlingen viel Druck und kam in beiden Halbzeiten zu zahlreichen Möglichkeiten. „Wir haben es nicht geschafft, unsere Chancen vorne im Tor unterzubringen. Stattdessen haben wir erneut viele Möglichkeiten liegen lassen, den Torwart angeschossen oder Aluminium getroffen. Im Moment ist es ein bisschen wie verhext“, erklärte Trainerin Chiara Hess.
Auch auf Seiten der Gäste war klar, wie eng die Partie verlief. „Da hatten wir sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit einiges an Glück“, meinte Pien.
Die FSG hielt mit großer Intensität dagegen und ließ nur wenig Raum. „Altes Land hat körperlich sehr gut dagegengehalten. Sie haben uns kaum Räume gelassen und waren uns immer direkt auf den Füßen“, sagte Hess.
In der Schlussphase boten sich den Gästen weitere Räume. „In der Schlussphase hatten wir selbst noch gute Kontermöglichkeiten und hätten sogar noch ein oder zwei Tore mehr machen können, eines davon eigentlich machen müssen“, berichtete Pien.
„Kämpferisch war das eine brutale Leistung und in dieser Hinsicht auch ein verdienter Sieg. Betrachtet man Spielanteile und Chancen, war es sicherlich etwas glücklich für uns. Aber genau das gehört zum Abstiegskampf dazu. Ich bin deshalb sehr zufrieden mit der Leistung der Mädels. Sie haben alles investiert. Genau das müssen wir auch in den nächsten Spielen wieder zeigen, dann ist für uns noch alles möglich“, führte Pien aus.