
Der erste Absteiger der Landesliga Lüneburg steht fest! Der SV Lindwedel-Hope hat zwar schon 46 Zähler auf dem Konto, muss aber trotzdem mindestens den Gang in die Bezirksliga antreten. Der Hintergrund ist, dass der SVLH die Regularien für die Landesliga für die kommende Spielzeit nicht mehr erfüllen kann.
Denn der Niedersächsische Fußball-Verband (NFV) schreibt in der Spielausschreibung vor, dass für die Landesliga neben entsprechenden Jugendmannschaften auch der Unterbau im Herrenbereich gegeben sein muss. Nachdem Lindwedel in der Winterpause bereits die eigene Dritte abmelden musste, ergab eine interne Umfrage nun, dass auch die Zweitvertretung in der kommenden Spielzeit nur noch sechs Zusagen vorweisen hätten können und daher abgemeldet wird. Dadurch hat der SVLH für die Saison 2025/26 nur noch die Ligamannschaft vorzuweisen, die für einen Startplatz in der Landesliga nicht mehr ausreichend ist.
„Ich begleite den Verein seit der 1. Kreisklasse und das war die schwerste Entscheidung, die wir seitdem getroffen haben“, sagt der Vereinsvorsitzende Julian Thomas auf FUPA-Nachfrage. „Als wir der Mannschaft diesen Schritt verkündet haben, herrschte pures Entsetzen und Todesstille im Raum, weil niemand damit gerechnet hat.“
Trainer Dennis Yeboah hat bereits gesagt, dass er für die Bezirksliga nicht mehr zur Verfügung steht. Auch der Stand bei den zahlreichen weiteren Spielern, die nachweislich das Niveau haben in der sechsthöchsten Spielklasse aufzulaufen, ist derzeit noch offen. „Sicherlich gibt es Spieler, die Ambitionen haben auf dem Level weiterzuspielen, es gibt aber auch andere, die den Weg mit uns mitgehen wollen“, erklärt Thomas. „Vieles ist nun davon abhängig, wie die Resonanz aus den Gesprächen mit den Spielern ist, dann wird sich herauskristalisieren, ob es für die Bezirksliga reicht. Sonst müssen wir realistisch sein und unter Umständen noch einen Gang weiter runtergehen.“ So oder so steht Lindwedel-Hope vor einem Neuaufbau.
Gleichzeitig wächst bei der Landesliga-Konkurrenz die Hoffnung auf den Ligaverbleib. Dadurch, dass nun ein Absteiger feststeht und der MTV Römstedt und der TuS Neetze abgeschlagen am Tabellenende nur noch Außenseiterchancen auf den Ligaverbleib haben, sind nur noch zwei weitere Plätze offen. Dadurch steigt bei den akut abstiegsbedrohten TSV Bardowick, TB Uphusen, TSV Ottersberg oder den weiteren Teams über dem Strich die Wahrscheinlichkeit doch noch den Klassenerhalt zu schaffen.