
Bei stürmischem Wetter trennten sich die SpVg Aurich II und der Krusenbuscher SV 2:2. Nach einer intensiven Partie mit Chancen auf beiden Seiten zeigten sich beide Trainer mit dem Unentschieden zufrieden – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.
Ein starker Wind, Dauerregen und zwei engagierte Aufsteiger – die Partie zwischen der SpVg Aurich II und dem Krusenbuscher SV aus Oldenburg hatte am Sonntag alle Zutaten für ein typisches Nordwest-Duell. Am Ende trennten sich die Teams in der Frauen-Landesliga Weser-Ems leistungsgerecht 2:2.
Aurichs Trainer Jan Feldkamp zeigte sich trotz des Remis insgesamt zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Trotz typisch ostfriesischem Wetter mit Regen und Sturm starteten wir kontrolliert und wie geplant in die Partie gegen den Mitaufsteiger Krusenbuscher SV.“ Doch der Start verlief nicht nach Wunsch: „Zwei ärgerliche Gegentore brachten uns früh in Rückstand“, erklärte Feldkamp. Kurz vor der Pause gelang Aurich dann der wichtige Anschlusstreffer.
Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gastgeberinnen zunehmend das Kommando. „In der zweiten Halbzeit übernahmen wir zunehmend die Kontrolle, glichen per Foulelfmeter zum 2:2 aus und hatten anschließend mehrere gute Chancen, das Spiel ganz zu drehen“, so Feldkamp. Trotz der verpassten Wende zog der Coach ein positives Fazit: „Insgesamt war es ein faires Spiel gegen einen guten Gegner, welches wirklich Spaß gemacht hat.“
Auch auf der Gegenseite war die Stimmung nach Abpfiff positiv. Krusenbuschs Co-Trainer Robert Gertzen lobte seine Mannschaft für die Leistung unter schwierigen Bedingungen: „Wir sind mit dem Punkt sehr zufrieden – tatsächlich, mit dem Auftreten unserer Mannschaft auch.“ Die Gäste hatten zunächst Anpassungsprobleme: „Es war für uns der ungewohnte Kunstrasenplatz bei sehr schwierigen Wetter- und Windverhältnissen gegen einen spielstarken Gegner. Wir brauchten tatsächlich einige Minuten, um reinzukommen.“
Nach einer kurzen Findungsphase präsentierte sich der KSV effizient: „Wir haben es dann aber sehr gut gemacht, sind verdient in Führung gegangen – durch zwei gut herausgespielte Tore“, so Gertzen. Ein Abstimmungsfehler vor der Pause brachte jedoch den Anschluss für Aurich: „Einfach ein Lernprozess, den wir jetzt mal durchmachen müssen. Aurich hat den Fehler clever genutzt und uns eiskalt bestraft.“
Nach dem Ausgleich per Foulelfmeter sah Gertzen ein „sehr, sehr unterhaltsames Spiel“ mit Chancen auf beiden Seiten. Besonders Torhüterin Svenja Strozyk verdiente sich dabei Lob: „In der Schlussphase, muss ich ehrlicherweise sagen, hat uns Svenja Strozyk zweimal ganz, ganz stark gerettet.“
Am Ende sprach der Co-Trainer von einem gerechten Ergebnis: „Es hätte auf beiden Seiten einen Sieg geben können, aber so ist das für beide Mannschaften völlig in Ordnung. Wir sind sehr zufrieden mit der Leistung, mit dem Auftreten – und nehmen den Punkt gerne mit.“
Mit dem Remis festigt der Krusenbuscher SV den fünften Tabellenplatz, während Aurich mit neun Punkten im Mittelfeld der Landesliga bleibt. In einem Spiel, das vom Wind ebenso geprägt war wie vom Einsatzwillen beider Teams, stand am Ende ein Ergebnis, das keiner Mannschaft weh tut – aber beiden zeigt, dass sie in dieser Liga angekommen sind.