
Das gibt es selten, dass sich beide Trainer über eine Punkteteilung freuen. Heiko Wilhelm vom SV Auersmacher war nach der 0:6-Pleite aus der Vorwoche froh, gegen den Spitzenreiter zu punkten und Alexander Bugera vom 1.FC Kaiserslautern II freute sich nach dem Ende der Siegesserie über den späten Zähler beim 1:1 (0:0).
Der SV Auersmacher wollte die bittere und zu hoch ausgefallene 0:6-Niederlage vom vergangenen Wochenende bei Rot-Weiß Koblenz schnell vergessen machen. Doch als Gegner stand Spitzenreiter 1. FC Kaiserslautern II auf dem Kunstrasenplatz an der Stadionstr., man hätte sich einen einfacheren Gegner zur Frustbewältigung vorstellen können. Deshalb galt es für das Team von Trainer Heiko Wilhelm erst mal, Gegentore zu vermeiden. Das gelang auch ganz gut, der FCK machte zwar das Spiel, traf aber die Kiste zunächst nicht. Im Gegenteil, elf Minuten nach Wiederbeginn schloss Philipp König eine kurze Drangperiode der Gastgeber mit drei Schüssen auf das Tor der kleinen "Roten Teufel" mit dem Treffer zum 1:0 ab. Die nächsten Minuten gehörten dann den Gästen, die auf den Ausgleich drängten. Schließlich war dann David Schramm in der Nachspielzeit erfolgreich. Auersmacher verpasste den Dreier, weil es den letzten gefährlichen Angriff vergab.
FCK-Trainer Alexander Bugera sagte nach dem Spiel: "Das war wieder so ein Spiel in dem wir total überlegen waren, wo wir Chancen haben, aber dennoch lange nicht treffen. Sie gehen in der zweiten Hälfte mit der ersten Aktion vor unserem Tor in Führung. Das wollten wir eigentlich vermeiden, weil wir mit unseren gefährlichen Aktionen immer für ein Tor gut sind, was dann ja auch so kam. Doch nach dem Gegentor hatten wir zunächst einen Bruch in unserem Spiel. Wir haben dennoch versucht, Druck aufzubauen, offensiv zu spielen. Wir haben uns belohnt, aber dann gibt es noch einen Pfostenschuss, das ärgert mich, dass wir da noch mal nachlässig waren. Die Serie mit den vielen siegreichen Spielen war schon was Außergewöhnliches. das darf man nicht außer acht lassen. 13 Spiele am Stück zu gewinnen ist nicht selbstverständlich. Auch der FKP hat noch neun Spiele, die Spiele werden nicht einfacher, wir haben fast die gleichen Gegner. es wird zum Schluss entschieden. Wir wollen gut spielen und dann sehen wir, ob es zum Meister reicht, dann gehen wir auch hoch. Wir schauen nicht so weit aber wenn wir jetzt Erster sind, wollen wir da auch bleiben".
Heiko Wilhelm, der Trainer des SV Auersmacher, sagte: "Ich bin generell mit dem Punkt zufrieden. Es fühlt sich nicht wie zwei verlorene Punkte an. Das war für mich heute die bislang spielstärkste Mannschaft der Liga. Wir hatten auch Glück heute. Andererseits köpfen wir an den Innenpfosten und haben nach dem Ausgleich die Riesenchance zum 2:1, da sage ich, dass wir gegen den Spitzenreiter einen Punkt erkämpft haben, den sie das Team auch verdient hat. Sie haben viele spiele nicht verloren, da kann man nach dem Verlauf und dem letzten Spiel bei uns zufrieden sein. Alessandro Vangelista kommt genau wie der heute gesperrte Timo Müller zurück, Lukas Kiehn fällt länger aus, Luca Bauer kommt wohl auch zurück, Merouane Taghzoute war privat verhindert".
Die Saarländer bleiben Zehnter, haben aber nur zwei Punkte Vorsprung auf die gefährlichen Plätze. Am übernächsten Sonntag, 12. April geht es mit dem Auswärtsspiel beim FC Cosmos Koblenz weiter, das Spiel wird um 15 Uhr im Stadion Oberwerth (Jupp-Gauchel-Str.) angepfiffen. Die Lauterer verteidigten ihre Tabellenführung und empfangen am kommenden Samstag um 15 Uhr den Aufsteiger TSV Gau-Odernheim auf dem Fröhnerhof in Mehlingen (Werner-Liebrich-Str.).