
Am Sonntag gelang es dem VdS Nievenheim, den Tabellenneunten DSC 99 mit 6:3 (4:2) zu besiegen. Damit springt der Aufsteiger auf den Relegationsplatz vor und hat am Mittwoch (20 Uhr) im Duell mit dem CfR Links (17.) die Chance, den Vorsprung auf die Konkurrenz auszubauen.
In sieben Rückrundenpartien gelang es dem Bezirksligisten, drei Siege einzufahren, damit hat der Aufsteiger jetzt bereits genauso viele Siege wie in der gesamten Hinrunde. Diese Entwicklung honoriert die Vereinsführung, weshalb sich der VdS dafür entschieden hat, mit Cheftrainer Thomas Boldt zu verlängern. „Wir haben Thomas in der Abstiegssaison 2023/24 verpflichtet, damit wir mit ihm das Team langfristig aufbauen können. Nachdem uns der direkte Wiederaufstieg gelungen ist, wussten wir, dass es mit einer stark verjüngten Mannschaft nicht leicht wird. Die Entwicklung der Mannschaft bestätigt unser riesiges Vertrauen“, erklärte der Sportliche Leiter Simon Fink.
Obwohl nur 15., stellt Nievenheim die fünftbeste Offensive der Liga. Nur die Teams aus den Top 4 trafen häufiger. Im Umkehrschluss heißt das, dass es defensiv noch hapert. Mit bereits 92 Gegentreffern kassierte nur das abgeschlagene Schlusslicht TSV Meerbusch II mehr Tore. Dennoch hat sich das Team von Thomas Boldt auch in der Defensive klar entwickelt. In den sieben Rückrundenpartien kassierte Nievenheim zwanzig Gegentore, zwar noch zu viele für den Geschmack des Trainers, allerdings eine klare Entwicklung im Vergleich zur Hinrunde. Im gleichen Zeitraum mussten die Nievenheimer in der Hinserie bereits 32 Tore hinnehmen.
„Der Glaube an den Klassenerhalt ist ungebrochen, sowohl bei den Verantwortlichen als auch bei den Spielern. Es ist eine klare Entwicklung zu erkennen, daher werfen wir weiter alles rein, um unser Ziel zu erreichen“, sagt Boldt.
Das Rennen um den Ligaverbleib könnte noch vom MSV Düsseldorf beeinflusst werden. Dem Ligaprimus droht nämlich ein Punktabzug, von dem der VdS Nievenheim profitieren könnte. Nachdem Vedin Kulovic Ende August innerhalb der Liga aus Benrath zum MSV gewechselt war, wurde er für sechs Monate gesperrt. Zudem sah er in seinem letzten Einsatz noch die Rote Karte, die seine Sperre noch um zwei Wochen verlängerte. Diese zusätzliche Sperre hielt der MSV jedoch unter anderem gegen den VdS nicht ein, weshalb den Düsseldorfern nun der Verlust von drei Punkten am grünen Tisch droht. Den Nievenheimern würde das drei zusätzliche Zähler im Abstiegskampf bescheren.
Eine Entscheidung vor dem Kellerduell mit dem CfR Links Düsseldorf am Mittwochabend ist unwahrscheinlich. Unabhängig von möglichen Bonuspunkten will der VdS Nievenheim jedoch ein weiteres Zeichen im Abstiegskampf setzen. „Wir wissen alle, wie wichtig das Spiel ist. Wenn wir nicht punkten, war der Sieg am Sonntag nicht viel wert. Auch wenn der Druck seit dem Wochenende beim CfR liegt, wissen wir, dass am Ende jeder Punkt über den Ligaverbleib entscheiden kann“, sagt Boldt.