
Dem SV Dingelstädt wurden aufgrund fehlender Schiedsrichter drei Punkte abgezogen. Die Entscheidung sorgt beim Verein für Unverständnis. Sowohl Trainer Rico Baumann als auch Präsident Tobias Strecker kündigten an, dass das Urteil geprüft und mögliche weitere Schritte eingeleitet werden.
Nach Angaben von Trainer Rico Baumann war die Möglichkeit einer solchen Strafe innerhalb der Mannschaft bereits seit mehreren Wochen bekannt. „Die Mannschaft hat vor ca. acht Wochen von der Möglichkeit einer solchen Strafe erfahren. Bis zuletzt wurde daran gearbeitet, um die Situation zu verbessern“, erklärte Baumann. Nach seiner Darstellung seien Fortschritte erzielt worden, die vom Verband jedoch nicht ausreichend berücksichtigt worden seien.
Besonders kritisch sieht der Trainer den Zeitpunkt der Entscheidung. „Ich finde diese Saison äußerst grenzwertig im Sinne dieses Sports. Dann noch mit einer Verbandsstrafe vor dem letzten Spieltag in Form von Punktabzug, da fehlt mir jegliches Verständnis“, so Baumann. Der Verein prüfe derzeit, in welcher Form gegen das Urteil vorgegangen werden könne.
Auch Präsident Tobias Strecker bestätigte, dass der Verein bereits zuvor durch den Verband informiert worden sei und an der Erfüllung der Auflagen gearbeitet habe. Nach seinen Angaben seien zwei von drei Anforderungen erfüllt worden. Darüber hinaus gebe es unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich der Bewertung des Sachverhalts. Als unglücklich bezeichnete auch der Präsident den Zeitpunkt der Bekanntgabe. Die Mannschaft sei zwar über die Situation informiert gewesen, die offizielle Mitteilung hätte aus seiner Sicht jedoch auch nach dem letzten Spieltag erfolgen können.
Sportlich hat der Punktabzug erhebliche Auswirkungen. Vor dem Saisonfinale gegen Wüstheuterode steht der SV Dingelstädt nun punktgleich mit Bad Tennstedt bei 30 Zählern und hat im Kampf um den Klassenerhalt nun zusätzlichen Druck. Der SV Großrudestedt ist mit 31 Punkten somit einen Platz nach vorn gerutscht, doch ob Platz 12 zum Klassenerhalt reicht, steht wie so vieles aktuell noch in den Sternen. Für Trainer Baumann ist die Ausgangslage beim SV Dingelstädt dennoch eindeutig: „Für Samstag ist die Sachlage klar. Wir werden 90 Minuten alles dafür geben, um die Punkte bei uns zu behalten und dann werden wir vielleicht wissen, ob es reicht oder nicht.“
Auch Strecker richtet den Fokus zunächst auf das Sportliche: „Wir konzentrieren uns jetzt auf das finale Punktspiel gegen Wüstheuterode und werden alles versuchen, um die drei Punkte in Dingelstädt zu lassen. Dann schauen wir, was auf den anderen Plätzen passiert.“
Ob der Punktabzug endgültig Bestand haben wird, bleibt damit vorerst offen. Da der SV Dingelstädt gegen die Entscheidung vorgehen wolle, machte Strecker auch keine weiteren Angaben zu den Details des Verfahrens.