
Die Fußballer der DJK Würmtal kehren pünktlich zum Vereinsjubiläum in die B-Klasse zurück. Die Mannschaft gewann zehn Spiele am Stück im Jahr 2025.
Die Fußballer der DJK Würmtal haben es geschafft: Pünktlich zum 100. Vereinsjubiläum ist die erste Herrenmannschaft in die B-Klasse zurückgekehrt. Um die Bedeutung dieses Aufstiegs zu bemessen, muss man zwar nicht 100 Jahre zurückblicken, aber doch etwas weiter als nur bis zum Anfang der Saison – genauer gesagt bis Oktober 2021. Damals entschieden sich die Würmtaler aufgrund von anhaltenden Personalproblemen, die erste Mannschaft, damals noch in der Kreisklasse, vom Spielbetrieb abzumelden. Die vorherige Zweite in der C-Klasse wurde zur neuen Ersten.
Dass dieses Team so lange in der untersten bayerischen Spielklasse verweilen würde, damit hatte damals niemand gerechnet. Jahr für Jahr spielte die DJK um den Aufstieg mit, feierte zahlreiche Kantersiege, aber in den entscheidenden Partien versagten die Nerven. Dritter, Dritter, Vierter, Dritter lauteten die Endplatzierungen der vergangenen Spielzeiten – bei jeweils zwei zu vergebenden Aufstiegsplätzen. Nun aber hat das Warten endlich ein Ende: Schon vor dem abschließenden Spiel beim SV Türkspor Allach II am Sonntag (11 Uhr) steht fest, dass die DJK Würmtal aufsteigen wird. Dafür hätte Platz zwei auch genügt, umso schöner ist es jedoch, den Erfolg als Meister zu feiern.
„Es wurde Zeit“, lautete der erste Kommentar von Trainer Benjamin Gollong nach dem 4:2-Sieg gegen Verfolger Münchner Kickers II, mit dem seine Mannschaft im vorletzten Spiel den Titel perfekt machte. Gollong, der vor fast drei Jahren wieder das Traineramt übernommen hatte, hat nun in seiner Vita nicht nur den bisher größten Erfolg der Vereinsgeschichte stehen, den Kreisliga-Aufstieg als Teil eines Spielertrainerduos mit Andreas Götz 2017, sondern fast ein Jahrzehnt später den nächsten Aufstieg.
Und Gollong, der in seiner zweiten Amtszeit vom spielenden Co-Trainer Dominik Glückschalt unterstützt wird, ist nicht der Einzige, der schon eine längere DJK-Vergangenheit hinter sich hat. Auch Ex-Trainerkollege Götz mischte in dieser Saison wieder mit, allerdings als Spieler, und war einer der Erfolgsfaktoren.
Dabei hatte es im vergangenen Sommer nicht unbedingt danach ausgesehen, als würde der große Wurf gelingen. „Das Jahr hat eigentlich schlecht angefangen, denn wir hatten in der Vorbereitung drei Kreuzbandrisse, und Daniel Fischer hat uns kurz vor Saisonbeginn verlassen“, erinnert sich der DJK-Trainer. Nach dem Abgang des Toptorjägers zerbrach sich Gollong den Kopf, wer die Mannschaft so kurzfristig noch verstärken könnte, und landete bei ehemaligen Weggefährten. Nicht nur Götz, sondern auch Joshua Stadler, Toni Merkle und Alexander Schur ließen sich überreden, wieder das DJK-Trikot anzuziehen. Neben den erfahrenen Kräften verstärkten das Team junge Neuzugänge von Nachbar SV Planegg-Krailling wie Linksfuß Feliksas Putrius. „Das war für uns wie ein Sechser im Lotto“, schwärmt Gollong.
Trotzdem verlief die erste Saisonhälfte holprig. In einer in dieser Spielzeit sehr ausgeglichenen C-Klasse blieb die DJK in der Verfolgerrolle, leistete sich zwei Unentschieden und drei Niederlagen. Auch nach der Winterpause lief längst nicht alles perfekt, mit den Leistungen war Gollong nicht immer zufrieden. Doch im Jubiläumsjahr musste es einfach klappen. Anders als in der Vergangenheit entschied die Mannschaft auch die engen Spiele für sich. „Wir sind ruhig geblieben, auch wenn es hektisch wurde, und haben auch dann gewonnen, wenn es nicht so schön aussah“, erklärt der Meistertrainer. Die fast schon logische Konsequenz: zehn Spiele, zehn Siege im Jahr 2026. „Wenn du zehn Spiele am Stück gewinnst, dann hast du es auch verdient aufzusteigen“, so Gollong.
Die Mannschaft werde im Kern so weitermachen, zudem werde man einige Neuzugänge hinzuholen, kündigt der Coach an. Außerdem hofft die DJK Würmtal, wieder eine zweite Mannschaft melden zu können. Gleich den nächsten Aufstieg ruft Gollong öffentlich nicht als Ziel aus, er gibt sich jedoch optimistisch, auch in der B-Klasse eine gute Rolle zu spielen. Weniger gute Nachrichten gibt es hingegen von den Damen der DJK, die vom Spielbetrieb abgemeldet werden mussten (siehe Kasten).