2026-03-25T14:09:28.761Z

Ligavorschau

Prüfstein für den FC Amberg – Topspiel in Hahnbach – Zwei Derbys

Bezirksliga Nord, 23. Spieltag: Upo oder Tännesberg: Wer knackt die 30 Punkte? +++ Stellt Pfreimd dem Tabellenführer ein Bein? +++ Chambtal im Lokalduell mit Furth unter Druck

von Florian Würthele · Heute, 10:38 Uhr · 0 Leser
Ist der SV Hahnbach (in Gelb) auch gegen FC Raindorf wieder obenauf?
Ist der SV Hahnbach (in Gelb) auch gegen FC Raindorf wieder obenauf? – Foto: Josef Trummer

Spannend geht es weiterhin nicht nur im Oberpfälzer „Süden“ zu, sondern auch in der Bezirksliga Nord. Der anstehende 23. Spieltag hat einige interessante Begegnungen zu bieten, darunter zwei Topspiele und zwei Derbys. Spitzenreiter FC Amberg muss sich am Sonntag bei der SpVgg Pfreimd beweisen. Ambergs Verfolger SV Hahnbach hofft auf einen Patzer des Konkurrenten, bekommt selbst mit dem FC Raindorf jedoch eine ähnlich knifflige Aufgabe vorgesetzt. Bereits am Samstag kreuzen der FC Furth im Wald und die SG Chambtal im Chamer Landkreis-Duell die Klingen. Ein weiteres Derby steigt tags darauf in Schirmitz, wo der designierte Absteiger den FC Weiden-Ost zu Gast hat.

Samstag


Hinspiel: 0:0. Geographisch gesehen sind die vier Vereine aus dem Chamer Eck „Exoten“ in der Bezirksliga Nord. Umso mehr freut sich das Quartett auf die Landkreis-internen Derbys. Ein solches steht am Samstag auf dem Programm. Beidseitig geht es um viel. Der gastgebende FC Furth im Wald (12., 24) hat Rückenwind, gewann er letzte Woche doch – trotz langer Unterzahl – überraschend in Vohenstrauß. Jetzt sollen die nächsten sogenannten „Big Points“ im Abstiegskampf aufs eigene Konto wandern. Verhindern möchte das die Gäste von der SG Chambtal (14., 17). Sie rangieren sieben Zähler hinter Furth auf einem Abstiegs-Relegationsplatz. Eine Niederlage kann sich die SG unter keinen Umständen erlauben. Dann nämlich wäre das rettende Ufer satte zehn Punkte entfernt. Die Vorzeichen sind also klar gesteckt.

Sonntag


Hinspiel: 7:4. Als „Tag der offenen Tür“ entpuppte sich das Hinrundenduell zwischen der SpVgg SV Weiden II (3., 44) und dem SV Inter Bergsteig (15., 15). Beide Abwehrreihen verteidigten schlampig und am Ende fielen elf Tore. Gibt es dieses Mal ein ähnliches Spektakel? In jedem Fall müssen die Gäste den Laden hinten endlich dicht bekommen. Schon 67 Mal hat es diese Saison im Tor der Amberger geklingelt. Diesen Umstand möchten die Wasserwerkler ausnutzen. Und zugleich mit einem Heimdreier Druck auf das Führungsduo ausüben. Allerdings benötigt auch der Inter – er wäre direkt abgestiegen, wenn jetzt Schluss wäre – ganz ganz dringend Punkte. Heißt: Nach zwei Auftaktniederlagen wird die Kipry-Elf alles daran setzen, am Langen Steg für eine Überraschung zu sorgen. Personell gab es eine Hiobsbotschaft. Wegen einer schweren Knieverletzung wird Top-Scorer Antoine Agbeve dem SVIB in der Restsaison nicht mehr helfen können.




Hinspiel: 1:1. Zwischen Himmel und Hölle bewegt sich die SpVgg Vohenstrauß (7., 33) in dieser Spielzeit. Keine Mannschaft in der Liga hat mehr Tore erzielt (66). Das große Aber: Gleichzeitig haben nur zwei Teams mehr Gegentore schlucken müssen (52). Am vergangenen Spieltag konnte die Schuster-Elf eine lange Überzahl nicht zu ihren Gunsten nutzen und ging gegen Furth im Wald leer aus. Dementsprechend ist am Sonntag Wiedergutmachung zu leisten. Es geht zum 1. FC Schlicht (9., 30), der zuletzt ebenfalls nichts Zählbares einfahren konnte und in Tännesberg eine Niederlage quittierte. Zu Hause will die Ellmaier-Crew in die Erfolgsspur zurück.


Hinspiel: 0:0. Auf eine echte Bewährungsprobe steuert der Tabellenzweite SV Hahnbach (46) zu. Gegen den fünftgereihten FC Raindorf (40) können Semmler, Heldmann & Co. beweisen, wie stark sie wirklich sind. Angesichts von fünf Punkten Rückstand bei einem Spiel weniger, hat Hahnbach noch alle Möglichkeiten, Primus FC Amberg abzufangen. Dafür muss bis zum Direktduell am 17. Mai aber weiter fleißig gepunktet werden. SVH-Spielertrainer Bastian Freisinger gibt gegenüber den Oberpfalz-Medien das Motto vor: „Ich schaue allgemein sehr wenig auf die Tabelle, weil für uns wichtig ist, was wir selbst tun und dass wir uns stetig weiterentwickeln. Deshalb ist mir auch egal, wo der Gegner steht. Wir wollen die drei Punkte.“ Raindorf tankte mit dem 7:0 gegen Schirmitz Selbstvertrauen hat sich für Sonntag vorgenommen, mutig aufzutreten.

So., 29.03.2026, 15:00 Uhr

Hinspiel: 1:1. Nicht nur der Zweitplatzierte, sondern auch der Tabellenerste wird an diesem Wochenende hart gefordert sein. Die Nagelprobe gegen Weiden II (3:1) hat der FC Amberg (1., 51) schon mal mit Bravour bestanden. Doch der nächste Härtest folgt auf dem Fuß. Zu Gast bei der SpVgg Pfreimd (6., 38) werden sich die Mannen vom Trainerduo Friedrich Lieder/Mario Zitzmann ordentlich strecken und auf einen harten Fight einstellen müssen. Pfreimds Coach Michael Hartlich blickt dem Heimspiel gegen den Tabellenführer so entgegen: „Im Hinspiel konnten wir einen Punkt aus Amberg mitnehmen. Wenn man den Spielverlauf anschaut, hätten es auch drei Punkte sein können und eigentlich müssen. Durch die Verpflichtungen im Winter und deren letzten Ergebnisse sieht man, dass die Amberger aktuell gut drauf sind. Dennoch werden wir alles versuchen, den Tabellenführer zu ärgern und die Derbyniederlage gegen Wernberg wieder gutzumachen.“


Hinspiel: 1:7. Nach einem verdienten Sieg im Derby und mit einem guten Gefühl reist der FC Wernberg (4., 41) zum letzten Mal in dieser Saison in den Landkreis Cham und gastiert bei der DJK Arnschwang (13., 21). Die Tabellenlage weist die Hausherren als Außenseiter aus. Davon lässt man sich im Lager der Gäste aber nicht blenden: „Die DJK ist voll im Abstiegskampf und wird mit Sicherheit alles reinwerfen. Wir wollen den Schwung mitnehmen und können das Spiel ohne Druck angehen. Mit einer guten Leistung wollen wir dort weiter erfolgreich sein und die Heimreise mit drei Punkten antreten“, umreißt Wernbergs Spielercoach Bastian Lobinger die Zielsetzung. Erich Hartls Arnschwanger sind nach der Winterpause noch sieglos, konnten aber immerhin dem FC Raindorf einen Punkt abknöpfen. Das sollte für Pfreimd Warnung genug sein.


Hinspiel: 3:6. Mit Rückenwind geht der TSV Tännesberg (11., 28) die knifflige Auswärtsaufgabe in Ursulapoppenricht an. Siege gegen Furth und Schlicht haben gutgetan – mental wie tabellarisch. „Wir dürfen jetzt keinen Millimeter nachlassen und werden am Sonntag in Upo wieder alles am Platz lassen“, verspricht Tännesbergs sportlicher Leiter Lucio Lobinger den Platzherren einen guten Kampf. Die Sportfreunde (10., 29) stehen nahezu identisch da. Sie zeigten am vergangenen Wochenende gegen Inter Amberg (3:0) eine reife und seriöse Vorstellung. Sich nicht aus dem Konzept bringen lassen, das wünscht sich Upo-Trainer Andreas Scheler auch diesmal von seiner Truppe. Der Sieger dieser Begegnung knackt die 30-Punkte-Marke und macht einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt. Was natürlich die Bestrebung beider Parteien ist.


Hinspiel: 2:4. Völlig befreit kann mittlerweile die SpVgg Schirmitz (16., 1) aufspielen. Als designierter Absteiger hat sie nichts mehr zu verlieren. Der Druck ist weg. Zumindest ein Sieg soll in dieser Spielzeit aber noch gelingen. Und was wäre eine bessere Gelegenheit für den ersten Saisondreier als ausgerechnet im Lokalderby daheim gegen den FC Weiden-Ost (8., 31)? Die „Ostler“ ihrerseits werden die Aufgabe sicherlich nicht auf die leichte Schulter nehmen. Trotzdem zählen natürlich nur drei Punkte. Bei erfolgreichem Bestehen dieser Pflichtaufgabe könnte der jüngste Heimsieg gegen Arnschwang sozusagen vergoldet werden.