
Der FinRo-Cup in Eberswalde hat am heutigen Freitag genau das geliefert, was Hallenfußball im Winter ausmacht: Tempo, kurze Wege zur Entscheidung und eine Dramaturgie, die in wenigen Minuten kippen kann. Nach der Vorrunde in zwei Gruppen, einem Halbfinalblock und Platzierungsspielen, in denen zweimal das Neunmeterschießen entscheiden musste, krönte der Gastgeber FV Preussen Eberswalde den Abend im Finale. Im Duell zweier Landesligisten gewann Preussen mit 2:0 gegen die SG Einheit Zepernick 1925.
Zwei Gruppen als Grundlage für einen engen Abend
Der Wettbewerb startete mit zwei Vierergruppen, gespielt wurde jeweils zwölf Minuten. In der Gruppe A beendeten die FV Motor All-Stars den Abend als Erster mit 5:5 Toren und 6 Punkten. Dahinter folgten der FC Eisenhüttenstadt (4:3 Tore, 4 Punkte) und der FSV Union Fürstenwalde (5:5 Tore, 4 Punkte). Der FSV Bernau blieb trotz 3 Punkten bei 3:4 Toren auf Rang vier.
Die Gruppe B führte die SG Einheit Zepernick 1925 (7:3 Tore, 6 Punkte) punkztgleich mit dem Gastgeber FV Preussen Eberswalde mit 7:5 Toren und 6 Punkten an. Der FC Schwedt 02 kam auf 8:8 Tore und 3 Punkte, der FSV Rot-Weiß Prenzlau auf 5:11 Tore und ebenfalls 3 Punkte.
Gruppe A: Motor-All-Stars oben, Fürstenwalde rettet sich ins Halbfinale
Die Tabelle der Gruppe A wirkte auf den ersten Blick ausgeglichen, doch der Weg dorthin war voller Kontraste. Der FC Eisenhüttenstadt eröffnete mit einem 3:1 gegen den FSV Bernau, kam später zu einem 1:1 gegen den FSV Union Fürstenwalde, verlor aber 0:1 gegen die FV Motor All-Stars. Fürstenwalde wiederum unterlag zum Auftakt den Motor-All-Stars mit 3:4, stabilisierte sich mit einem 1:0 gegen Bernau und stand am Ende bei vier Punkten. Die Motor-All-Stars holten sich ihre sechs Zähler über das 4:3 gegen Fürstenwalde und das 1:0 gegen Eisenhüttenstadt, mussten jedoch eine 0:2-Niederlage gegen Bernau hinnehmen. Bernau verließ den Abend trotz Siegen nicht als Halbfinalist – das knappe Tabellenbild und die Reihenfolge der Wertung ließen keinen Spielraum.
Gruppe B: Preussen und Zepernick setzen sich durch – Schwedt mit Ausreißern
In der Gruppe B war früh spürbar, dass hier jedes Ergebnis die Rangfolge drehen kann. Der FV Preussen Eberswalde startete mit einem 1:0 gegen die SG Einheit Zepernick 1925, kassierte dann jedoch ein 0:5 gegen den FC Schwedt 02, ehe er den FSV Rot-Weiß Prenzlau mit 6:0 bezwang. Zepernick antwortete auf die Auftaktniederlage mit einem 3:1 gegen Prenzlau und setzte anschließend mit einem 4:1 gegen Schwedt nach. Schwedt wiederum lieferte Extreme: das 5:0 gegen Preussen war ein Statement, das 1:4 gegen Zepernick relativierte es. Prenzlau blieb in dieser Gruppe trotz eines 4:2 gegen Schwedt und zweier Niederlagen in der Defensive besonders gefordert.
Halbfinals: Zepernick mit Minimalismus, Preussen mit Wucht
Im Halbfinale setzte sich die SG Einheit Zepernick 1925 mit 1:0 gegen den FSV Union Fürstenwalde durch – ein Ergebnis, das die ganze Härte der Halle abbildet: zwölf Minuten, ein Treffer, dann zählt nur noch die Kontrolle. Der FV Preussen Eberswalde gewann sein Halbfinale gegen die FV Motor All-Stars mit 2:1 und machte damit den Finaleinzug im eigenen Turnier perfekt.
Platzierungsspiele: Entscheidungen vom Punkt und knappe Kanten
Die Platzierungsspiele zeigten den ganzen Nervenkitzel des Turniermodus. Im Spiel um Platz sieben gewann der FSV Rot-Weiß Prenzlau gegen den FSV Bernau mit 3:1 nach Neunmeterschießen. Im Spiel um Platz fünf setzte sich der FC Schwedt 02 gegen den FC Eisenhüttenstadt mit 5:4 nach Neunmeterschießen durch. Das Spiel um Platz drei ging an den FSV Union Fürstenwalde, der die FV Motor All-Stars mit 2:1 bezwang. Es waren diese engen Partien, die den Abend zwischen Euphorie und Enttäuschung aufspannten.
Finale: Gastgeber krönt den Abend im Landesliga-Duell
Der Höhepunkt war das Finale – ein Duell zweier Landesligisten. Der FV Preussen Eberswalde gewann gegen die SG Einheit Zepernick 1925 mit 2:0 und sicherte sich damit den Turniersieg. Nach dem engen 1:0 in der Vorrunde gegen Zepernick zeigte Preussen im Endspiel die größere Durchschlagskraft und setzte den Schlusspunkt unter einen Abend, in dem die Ergebnisse oft knapp waren, die Emotionen aber stets groß.