2024-07-11T13:55:35.092Z

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Der SV Presberg feierte nach einem epischen Match gegen Hattenheim den Klassenerhalt in der Kreisoberliga.
Der SV Presberg feierte nach einem epischen Match gegen Hattenheim den Klassenerhalt in der Kreisoberliga. – Foto: Ingo Hörning - Archiv

Presberg bleibt nach dramatischer Aufholjagd in der Kreisoberliga

SVP macht eine 0:3-Niederlage aus dem Hinspiel beim SSV Hattenheim wett und siegt trotz langer Unterzahl nach Elfmeterschießen

Rüdesheim. Was für ein Drama: Der SV Presberg hat im Rückspiel der Kreisoberliga-Relegation eine beeindruckende Aufholjagd hingelegt und mit einem 9:5 im Elfmeterschießen den Klassenerhalt in der Kreisoberliga geschafft. Dabei ließen sich die Presberger auch von einer rund 50-minütiger Unterzahl nicht beirren. Das Hinspiel hatte der Kreisoberligist noch mit 0:3 gegen den SSV Hattenheim verloren.

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„Das war jetzt meine dritte Relegation und ich bin noch nie abgestiegen. Ich habe meinen Jungs vor dem Spiel gesagt, dass wir es mit unserer Mentalität schaffen werden. Wir haben es in der Rückrunde schon mal geschafft, solche Rückstände wettzumachen", sagte Armin Sabanovic, der im Winter als Co-Spielertrainer beim SVP eingestiegen war.

Die Partie, die von rund 650 Zuschauern (500 davon aus Hattenheim) beobachtet wurde, begann gleich mit einem Paukenschlag: Bereits in der ersten Minute traf Presbergs Tom Siegel zur Führung, nach 20 Minuten erhöhte Ugur Kücükler mit einem Kopfball auf 2:0. Nur eine Zeigerumdrehung später wurde Kamil Kutluata im Strafraum gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelte Armin Sabanovic zum 3:0 - damit war aus SSV-Sicht nach noch nicht einmal einer halben Stunde der Vorsprung aus dem Hinspiel wieder verspielt. Immerhin: Wenige Minuten vor der Halbzeit erzielte Arvin Hatamian das 1:3. Ein Spielstand, der den Hattenheimern noch immer zum Aufstieg gereicht hätte. Doch es kam anders.

Naghsh fliegt nach grobem Foulspiel

Die Presberger kamen erneut durch Armin Sabanovic, der nach Flanke von Ali Naghsh mit einer Drehung einen Innenverteidiger umspielte und dann traf zum 4:1. Ein Doppelpack in seinem letzten Spiel für Presberg, denn er wechselt im Sommer zur SG Germania Wiesbaden. Eine Viertelstunde vor dem Ende sah dann Ali Naghsh die rote Karte, als er bei einem versuchten Fallrückzieher Hattenheims Kapitän Christoph Merten voll am Kopf traf. "Die kann man geben", fand Sabanovic. In Unterzahl veränderte sich das Spiel, Hattenheim hatte nun Oberwasser, schaffte es aber auch in der Verlängerung nicht mehr, zu treffen.

Szymanek pariert den entscheidenden Elfmeter

So musste das Elfmeterschießen herhalten. Von zehn Schützen verschoss nur einer: Den Elfmeter von Arin Hatamian hielt Presbergs Keeper Slawomir Szymanek und wurde so zum Helden. Der SVP hat damit nach gerade einmal sechs Punkten in der Hinrunde noch ein kleines Kunststück, nämlich den Klassenerhalt geschafft. Der Hartplatz-Klub schloss die Liga aufgrund des Rückzugs des SV Erbach als Drittletzter ab und war erst durch den am letzten Spieltag besiegelten Klassenerhalt von Gruppenligist Spvgg. Eltville überhaupt noch dem direkten Abstieg von der Schippe gesprungen. Bis spät in die Nacht feierten die Presberger das Wunder nach diesem epischen Match.

Resthoffnung für Hattenheim

Für den SSV Hattenheim endet eine tolle Saison mit einer herben Enttäuschung. Dennoch ist der Aufstieg weiterhin möglich. Sollte der TSV Bleidenstadt in die Gruppenliga aufsteigen, würden die Verlierer der Relegation im Rheingau-Taunus-Kreis der höheren Spielklasse zugeordnet werden. Bereits am Sonntag könnte dies Realität werden, sollte Bleidenstadt gegen Hochheim im Rückspiel nicht verlieren und gleichzeitig Germania Okriftel in Waldgirmes den Aufstieg in die Verbandsliga klar machen. Mehr zu dieser Konstellation erklären wir euch hier.

Aufrufe: 08.6.2024, 16:00 Uhr
Philipp DurilloAutor