2026-06-18T10:39:41.025Z

Interview

Premiere auf der größten Bühne Thüringens

Wenn am 23. Mai das Finale des Thüringen-Pokals angepfiffen wird, steht auch für Schiedsrichter Johannes Drößler ein besonderer Moment an: Der Regionalliga-Referee leitet erstmals das Endspiel des wichtigsten Wettbewerbs im Thüringer Fußball.

von PM TFV · 21.05.2026, 16:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Stefan Fiebiger

Für den Unparteiischen ist die Ansetzung gleichermaßen Auszeichnung, Verantwortung und persönliches Highlight. Im Interview spricht Drößler über die besondere Atmosphäre eines Pokalfinales, seine Vorbereitung auf das Spiel – und darüber, warum der Einsatz gemeinsam mit seinem Bruder Paul das Finale für ihn noch emotionaler macht.

Du leitest zum ersten Mal das Finale des Thüringen Pokals. Hast du dich gefreut, als die Ansetzung kam?

Johannes Drößler: „Ich hatte schon eine Vorabinfo vom Ansetzer bekommen. Natürlich ist das eine Riesenfreude, ein Highlight und auch eine Verantwortung. Schließlich ist das Finale das größte Spiel im Thüringer Fußball. Ich bin dankbar für das Vertrauen.“

Du bist in der Regionalliga regelmäßig auf diesem Niveau unterwegs. Ist so ein Finale trotzdem noch einmal etwas Besonderes?

Johannes Drößler: „Ja, auf jeden Fall. Finalspiele sind immer etwas Besonderes und dabei spielt es auch keine Rolle, was in der Saison war. An diesem Tag wollen beide Mannschaften die Saison mit einem Titel beenden und Vertreter im DFB-Pokal werden. Diese Ausgangslage macht das Spiel besonders.“

Leitet man ein Pokalendspiel anders als ein Ligaspiel?

Johannes Drößler: „Im Grunde macht man da keine Unterschiede. Allerdings ist man sich bewusst, dass in Endspielen oder K.O.-Spielen jede Entscheidung eine große Tragweite hat. So geht es für uns Schiedsrichter darum, absolut präsent zu sein.“

Wie bereitest du dich auf das Spiel vor?

Johannes Drößler: „Wir haben beim NOFV ein Videoportal. Mit dem bereite ich mich vor jedem Spiel vor und so werde ich es auch diesmal machen. Ich studiere auch ein Stück weit die Mannschaften und Spieler, lese Vorberichte und gehe in die Abstimmung mit meinem Schiedsrichterteam. Im Stadion selbst machen wir uns mit den Abläufen vertraut und wollen natürlich auch die Atmosphäre aufsaugen und dann unseren Beitrag für ein hoffentlich attraktives Fußballfest leisten.“

Dein Bruder Paul ist am 23. Mai als Assistent Teil deines Teams – seid ihr häufiger in dieser Konstellation unterwegs? Und ist es etwas Besonderes, gemeinsam Spiele zu leiten?

Johannes Drößler: „Seit dieser Saison endlich wieder, ja – weil Paul glücklicherweise wieder auf dem Platz stehen kann. Ein Finale ist immer besonders, aber dass mein Bruder auch dabei ist, macht es für mich und meine Familie zu einem noch besonderen Moment. Auf dem Platz ist es dann wiederum fast egal. Dort ist er mein Assistent und wir müssen als Team gemeinsam mit Konrad und Paul funktionieren. Unser Anspruch ist es, top vorbereitet reinzugehen und über die gesamte Spielzeit gut zu performen.“