– Foto: Andreas Zobe

Wenn der Schiedsrichter in der Halbzeit in Quarantäne muss . . .

Skurrile Corona-Anordnung während der laufenden Futsal-Begegnung zwischen Post SV Düsseldorf und den Black Panthers Bielefeld.

Das hat es auch noch nicht gegeben in der Futsal-Regionalliga West. Ein Spielabbruch in der Halbzeit. Nicht etwa wegen etwaiger Ausschreitungen. Sondern – wie sollte es in diesen Zeiten auch anders sein – wegen einer Quarantäne-Anordnung. Und die ereilte zu allem Überfluss auch noch einen Schiedsrichter.
Die Black Panthers spielten bei Aufsteiger Post SV Düsseldorf. Zur Halbzeit lagen die Bielefelder bereits mit 1:5 im Hintertreffen. Während der Pause – so wurde es übermittelt – bekam einer der drei Schiedsrichter die Mitteilung, dass er sich unverzüglich in häusliche Quarantäne zu begeben habe. Was tun? Nach einigen Telefonaten, Minuten der Ungewissheit und der Weigerung der Black Panthers, weiterzuspielen, kam dann die Konsequenz Spielabbruch.

Doch wie es nun weitergeht, weiß niemand so recht. In den Regelungen für die Futsal-Regionalliga West zum Vorgehen bei Erkrankungen aufgrund des Coronavirus oder Krankheitsverdacht gemäß § 47 FSpO/WDFV steht ein solcher Fall nicht beschrieben. Hier geht es nur darum, wie bei Corona-Verdachtsfällen und Quarantäne-Anordnungen die eine Mannschaft betreffen vorgegangen wird.

Staffelleiter Friedhelm Spey sagt: „Ich warte den Sonderbericht des Schiedsrichters ab, werde mir diesen durchlesen und dann überlegen, wie wir verfahren.“ Denkbar sind vier Szenarien. Das Spiel wird gewertet wie gespielt, das Spiel wird 5:0 für Düsseldorf gewertet, das Spiel wird gänzlich neu angesetzt, oder das Spiel wird fortgeführt. Die wahrscheinlichste Variante ist jedoch, dass das Spiel 5:0 für Düsseldorf gewertet wird, da der Abbruch letztlich seitens der Black Panthers forciert wurde. Da drei Schiedsrichter vor Ort waren, hätte eine Umbesetzung stattfinden können. Der betroffene Referee hätte die Halle verlassen.
Aufrufe: 03.11.2020, 07:00 Uhr
FuPa / NWAutor

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