
Beim Spiel der 2. Kreisklasse Stade zwischen dem VfL Güldenstern Stade III und dem VfL Fredenbeck ist es am Sonntag zu einem Polizeieinsatz gekommen. Wie Polizeisprecher Matthias Bekermann dem TAGEBLATT auf Nachfrage mitteilte, rückten Beamte gegen 13 Uhr zum Sportplatz an der Camper Höhe aus.
Nach Angaben der Polizei war es bereits während der Partie zu einem Streit zwischen einem 41-Jährigen und einem 23-Jährigen gekommen. Nach dem Schlusspfiff setzte sich die Auseinandersetzung abseits des Platzes fort.
„Beide Männer schlugen aufeinander ein“, sagte Bekermann dem TAGEBLATT. Spieler und Fans beider Mannschaften gingen dazwischen und trennten die Beteiligten. Als die Polizei eintraf, hatte sich die Lage bereits beruhigt. Ernsthaft verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.
Fredenbecks Trainer schildert hitzige Partie
Nach Angaben von Fredenbecks Trainer Danilo Wutke gegenüber FuPa hatte sich die angespannte Stimmung bereits früh bemerkbar gemacht. Wutke berichtet, dass die Gastgeber aus seiner Sicht aggressiv und teilweise übermotiviert in die Zweikämpfe gegangen seien. Bereits nach wenigen Minuten habe sich dies gezeigt. Nach einem Foul im Mittelfeld habe ein Stader Spieler vor den Augen des Schiedsrichters nach einem Fredenbecker Spieler geschlagen.
„Leider konnte unser Torwart nicht den Mund halten und kommentierte die Szene und ging direkt auch mit Rot vom Platz“, berichtet Wutke. In der Folge übernahm Feldspieler Eduardo Thiessen die Position im Tor. Nach Angaben des Trainers erledigte er seine Aufgabe ordentlich und war bei den Gegentreffern chancenlos.
Als der Schiedsrichter die Lage beruhigte
Die frühen Platzverweise hätten nach Darstellung des Fredenbecker Trainers für zusätzliche Spannung gesorgt. Nach seinen Angaben setzte sich dies zunächst in zahlreichen Fouls und verbalen Auseinandersetzungen fort.
Zur zweiten Halbzeit habe sich die Situation jedoch beruhigt. „Kompliment an den Schiedsrichter, der mit einer Ansprache zur zweiten Halbzeit im Mittelkreis die Lage entschärfte und man ein normales ruhiges Fußballspiel erlebte. Stade hat dies Spiel verdient gewonnen, weil sie den Sieg mehr wollten und wir unsere Chancen auch nicht genutzt haben“, sagt Wutke.
Der VfL Güldenstern Stade III gewann die Partie mit 7:3.
Kritik an den Szenen nach Spielende
Besonders kritisch bewertet Wutke die Ereignisse nach dem Schlusspfiff. „Die Szenen die sich nach dem Spiel dort abspielten gehören auf keinen Fußballplatz und finde ich unschön. Denn es sind dort Familien mit Kindern und diese fühlen sich bedroht“, erklärt er. „Bei allem sportlichen Ehrgeiz, den ich verstehen kann, gehören Beschimpfungen, Verunglimpfungen und absichtliches verletzen von Mit- beziehungsweise Gegenspielern nicht auf den Platz.“