
Am Sonntagnachmittag traf der B-Ligist Inter Euskirchen in der ersten Runde des Kreispokals auf den SSV Weilerswist. Gespielt wurde auf dem Kunstrasen am Heinz-Flohe-Stadion in Euskirchen.
Während die Gäste sportlich keinerlei Zweifel an ihrer Überlegenheit aufkommen ließen, nahm die Partie kurz vor Schluss ein unschönes Ende.
Einseitige erste Hälfte
Von Beginn an war die Elf von Trainer Frederik Ziburske hochkonzentriert und spielbestimmend. Bereits in der 6. Minute durften die mitgereisten Weilerswister Fans jubeln: Nach einer Ecke von Stanienda kam der Ball erneut zu ihm zurück, seine zweite Flanke fand am langen Pfosten Kai Karamouzas, der per Kopf zum 0:1 traf.
Weilerswist blieb am Drücker. In der 16. Minute vollendete Robin Berk nach starker Vorarbeit von Felix Kortholt zum 0:2.
Nur eine Minute später schwächten sich die Gastgeber selbst: H. Al Dana sah nach einem unsportlichen Verhalten nach dem Treffer zum 2:0 für Weilerswist die Rote Karte.
Die Überlegenheit der Gäste nutzte Coulibaly in der 19. Minute zum 0:3. Ein Freistoß von Stanienda wurde von Karamouzas per Kopf verlängert, und Coulibaly köpfte wuchtig ein. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause.
Torfestival nach Wiederanpfiff
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am Bild. In der 49. Minute erhöhte Felix Kortholt selbst auf 0:4.
Dann folgte der große Auftritt des eingewechselten Luis Kampermann: In der 65. und 67. Minute schnürte der Youngster binnen zwei Minuten einen Doppelpack und stellte auf 0:6.
Den Schlusspunkt setzte ebenfalls ein Joker: Maxim Zajcev traf kurz vor Schluss zum 0:7-Endstand.
Fazit
Der SSV Weilerswist war Inter Euskirchen in allen Belangen überlegen. Das Ergebnis fiel mit 0:7 deutlich, hätte bei besserer Chancenverwertung aber noch höher ausfallen können. Besonders beeindruckend: Auch die eingewechselten Spieler fügten sich nahtlos ins starke Kollektiv ein.
Auf Seiten der Gastgeber herrschte dagegen Ernüchterung. Nach einer erfolgreichen Vorsaison mit dem Aufstieg in die Kreisliga B enttäuschte Inter Euskirchen auf ganzer Linie. Mit einer solchen Leistung wird es in der kommenden Spielzeit schwer, die Klasse zu halten.
Unschöne Szenen kurz vor Schluss
Etwa eine Viertelstunde vor dem regulären Ende kam es jedoch zu unschönen Szenen. Schiedsrichter Holger Thernes versuchte, aufgebrachte Zuschauer an der Seitenlinie zu beruhigen. In der Folge entwickelte sich eine Rudelbildung, bei der es auch zu einem Handgemenge gegen den Unparteiischen kam. Thernes brach die Partie daraufhin folgerichtig ab.
Ein starker sportlicher Auftritt des SSV Weilerswist geriet somit durch das unrühmliche Ende etwas in den Hintergrund.